- 09.01.2014, 10:14:16
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Wehsely: ELGA bringt Qualität und Transparenz für PatientInnen
Interessensvertretungen dürfen PatientInnen nicht verunsichern, um Standespolitik zu betreiben
Utl.: Interessensvertretungen dürfen PatientInnen nicht
verunsichern, um Standespolitik zu betreiben =
Wien (OTS) - "ELGA ist ein wichtiger Schritt um das österreichische
Gesundheitssystem in Zukunft transparenter, effizienter und noch
sicherer zu gestalten. Ich habe mich daher von Anfang an klar für die
Umsetzung der Elektronischen Gesundheitsakte ausgesprochen und bin
überzeugt, dass diese im Interesse der PatientInnen entscheidend für
die Qualitätssicherung im gesamten Gesundheitswesen sein wird. Gerade
bei der erfolgreichen Umsetzung der Gesundheitsreform wird ELGA auch
eine positive Rolle zukommen", erklärte die Wiener Gesundheits- und
Soziallandesrätin Sonja Wehsely nach dem Start des ELGA Portals
Anfang Jänner 2014.
Ab sofort können sich die Bürgerinnen und Bürger auf dem ELGA Portal
aus erster Hand informieren und ihre Teilnahme daran selbst regeln.
Elektronische Gesundheitsdaten werden dann ab Herbst 2014, zunächst
in den beiden Pilotregionen Wien und Oberösterreich, abrufbar sein.
"Ich bin davon überzeugt, dass ELGA eine moderne und sichere
Infrastruktur bietet und daher von einer überwältigenden Mehrheit der
Patientinnen und Patienten positiv angenommen werden wird", führt
Wehsely aus. Eine Abmeldung von ELGA ist aber ebenfalls möglich. "So
wie bei vielen anderen gesundheitspolitischen Themen warne ich auch
hier ausdrücklich davor, Patientinnen und Patienten gezielt zu
verunsichern, so wie dies der Österreichische Hausärzteverband heute
getan hat. Die Ärztekammer hat von Anfang an das ELGA Projekt mit
unsachlicher Kritik und polemischen Aussagen zu verhindern versucht.
Auch jetzt, wo die konkrete Umsetzung ansteht, sind die Aussagen der
Ärztekammer durchsichtig und lassen ein klares Eigeninteresse
erkennen. Hier werden die Patientinnen und Patienten als Faustpfand
für allfällige weitere Verhandlungen mit der Ärzteschaft rund um ELGA
genutzt. Verantwortungsvolle Standespolitik darf aber nicht auf dem
Rücken der Patientinnen und Patienten gemacht werden", so Wehsely.
Wien wird in den kommenden Monaten und Jahren aktiv seinen Teil zur
erfolgreichen ELGA-Umsetzung beitragen und hat bereits wichtige
Vorleistungen erbracht. "Im Wiener Krankenanstaltenverbund sind
bereits seit dem Jahr 2001 verbundweite Patientenauskünfte möglich.
Diese werden laufend erweitert. Derzeit können Patientenbriefe,
Laborbefunde, Röntgenbefunde, Pathologiebefunde sowie Spezialbefunde
zB. zu Endoskopien eingesehen werden", erläutert Wehsely. So wurden
seit 2001 über 196 Millionen Befunde und radiologische Bilder
eingespielt. Innerhalb des KAV (inkl. AKH und Geriatriezentren) ist
es möglich gegenseitige Einsicht auf Befunde zu tätigen.
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