Bundespräsident Fischer im NEWS-Interview: "Es gibt kein Sprechverbot für Sportler."

Auch Olympia-Teilnehmer in Sotschi dürfen ihre Sicht zu Menschenrechten aussprechen.

Wien (OTS) - Bundespräsident Heinz Fischer nimmt im Interview für die morgen erscheinende Ausgabe des Magazins NEWS zur Menschenrechtsdebatte im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen in Sotschi Stellung: "Ich denke, mein Bekenntnis zu den Menschenrechten ist unübersehbar. Ich möchte an meiner Einstellung zu diesen Problemen nicht den geringsten Zweifel lassen."

Zur Aussage des ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel, er würde keinem Sportler raten, sich politisch zu äußern, betont Fischer:
"Dass auch ein Sportler das Recht auf freie Meinungsäußerung hat, ist Bestandteil unserer Rechtsordnung. Es gibt kein Denkverbot, und es gibt kein Sprechverbot. Dass bei olympischen Spielen politische Gegensätze nicht im Vordergrund stehen, liegt in der olympischen Idee begründet. Das heißt nicht, dass ein Schifahrer, der nach Sotschi fährt, nicht seine Sicht zu Todesstrafe oder Menschenrechten aussprechen darf."

Zum Vorstoß des neuen Justizministers Wolfgang Brandstetter zu Änderungen beim Weisungsrecht sagt Fischer, er unterstütze diese Überlegungen: "Ein Generalanwalt oder Bundesstaatsanwalt ist wahrscheinlich eine bessere Möglichkeit als eine kollegiale Lösung von Gerichts- oder Rechtsanwaltskammerpräsidenten."

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