- 08.01.2014, 15:26:17
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Bundespräsident Fischer im NEWS-Interview: "Es gibt kein Sprechverbot für Sportler."
Auch Olympia-Teilnehmer in Sotschi dürfen ihre Sicht zu Menschenrechten aussprechen.
Utl.: Auch Olympia-Teilnehmer in Sotschi dürfen ihre Sicht zu
Menschenrechten aussprechen. =
Wien (OTS) - Bundespräsident Heinz Fischer nimmt im Interview für die
morgen erscheinende Ausgabe des Magazins NEWS zur
Menschenrechtsdebatte im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen in
Sotschi Stellung: "Ich denke, mein Bekenntnis zu den Menschenrechten
ist unübersehbar. Ich möchte an meiner Einstellung zu diesen
Problemen nicht den geringsten Zweifel lassen."
Zur Aussage des ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel, er würde
keinem Sportler raten, sich politisch zu äußern, betont Fischer:
"Dass auch ein Sportler das Recht auf freie Meinungsäußerung hat, ist
Bestandteil unserer Rechtsordnung. Es gibt kein Denkverbot, und es
gibt kein Sprechverbot. Dass bei olympischen Spielen politische
Gegensätze nicht im Vordergrund stehen, liegt in der olympischen Idee
begründet. Das heißt nicht, dass ein Schifahrer, der nach Sotschi
fährt, nicht seine Sicht zu Todesstrafe oder Menschenrechten
aussprechen darf."
Zum Vorstoß des neuen Justizministers Wolfgang Brandstetter zu
Änderungen beim Weisungsrecht sagt Fischer, er unterstütze diese
Überlegungen: "Ein Generalanwalt oder Bundesstaatsanwalt ist
wahrscheinlich eine bessere Möglichkeit als eine kollegiale Lösung
von Gerichts- oder Rechtsanwaltskammerpräsidenten."
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