- 08.01.2014, 12:10:38
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Lebens.Resort Ottenschlag: Professionelle Hilfe, wenn eine Depression das Leben verändert

Moorbad Harbach (TP/OTS) - Eine Depression fängt meist schleichend
an: Man schläft nachts nicht mehr durch, ist morgens müde und
arbeitsunfähig. Stress nimmt zu. Stimmung und Affektivität ändern
sich, oft mit begleitender Angst. Die Erfahrungen im Lebens.Resort
Ottenschlag im Waldviertel (NÖ) zeigen: Je früher professionelle
Hilfe in Anspruch genommen wird, desto besser ist die Chance, wieder
Balance zu finden.
Tabuthema Depression
Einzelne Tage mit Traurigkeit oder gedrückter Stimmung kennt fast
jeder, eine Depression geht aber deutlich darüber hinaus. In
Österreich leiden rund 400.000 Personen* unter Depressionen, wobei
die Dunkelziffer noch viel höher sein dürfte, da das Thema nach wie
vor tabuisiert wird. Viele Betroffene schämen sich und empfinden die
Krankheit als persönliche Schwäche. Daher bleiben Depressionen auch
viel zu oft unerkannt.
Auch eine Frage des Geschlechts
"Frauen haben ein doppelt so hohes Risiko an Depression zu
erkranken als Männer, das Lebenszeitrisiko für Frauen beträgt bis zu
25 Prozent", so Univ.-Prof. Dr. Anita Rieder, wissenschaftliche
Beraterin im Lebens.Resort Ottenschlag. "Es stellt sich jedoch die
Frage, ob sich im Alter der Geschlechtsunterschied ausgleicht? Leider
gibt es dazu noch zu wenig gute Daten", ergänzt Prof. Rieder.
Kritische Phasen, in denen ein Ausbruch einer Depression
wahrscheinlicher ist, sind neben dem Beginn der Pubertät vor allem
die Zeit der Schwangerschaft, die postpartale Phase nach der Geburt
und die Perimenopause (die Phase 1-2 Jahre vor bzw. nach der
Menopause) sowie die Menopause selbst. Der Geschlechtsunterschied
zeigt sich auf mehreren Ebenen: Frauen erkranken in jüngerem Alter,
zeigen längere Episoden und haben auch ein höheres Risiko, erneut zu
erkranken.
Hilfe durch Therapie
Psychische Erkrankungen gehören mittlerweile zu den häufigsten
Ursachen für arbeitsbedingte Beschwerden und Erkrankungen. Das
Lebens.Resort Ottenschlag bietet, unter der Leitung von Prim. Dr.
Christiane Handl, Rehabilitation bei psychischen Erkrankungen. "Wir
verzeichnen in den letzten Jahren einen Anstieg von Personen, die auf
Grund ihrer psychischen Erkrankung nicht mehr arbeitsfähig sind", so
Primaria Dr. Handl.
Nach erfolgter Akutbehandlung dient die Rehabilitation der
Wiedereingliederung der Betroffenen ins berufliche und soziale Leben.
Im Lebens.Resort Ottenschlag steht dafür ein multiprofessionelles
Team zur Verfügung. Mit Unterstützung von Fachärzten,
Allgemeinmedizinern, Psychotherapeuten, Psychologen und
Ergotherapeuten werden neue Lebensperspektiven erlangt und der Umgang
mit beruflichen und privaten Anforderungen verbessert. Der Aufbau von
seelischer und körperlicher Stabilität, Motivation und die Stärkung
von persönlichen Fähigkeiten sowie die Entfaltung individueller
Fertigkeiten sind dabei das Ziel.
Neben psychotherapeutischen Einzel- und Gruppentherapien gehören
unter anderem auch Kreativtherapien zum Betreuungsprogramm.
Bewegungstherapien und physikalische Anwendungen ergänzen das
ganzheitliche Angebot optimal.
Leiden muss nicht sein
"Die jüngsten "Outings" in den Medien werden hoffentlich dazu
beitragen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen rascher Hilfe
suchen und eine breite Akzeptanz in ihrem Umfeld vorfinden", zeigt
sich Prim. Dr. Handl positiv. Oft liegt ein unnötiger Leidensweg
hinter den Betroffenen. Gesellschaftliche Vorurteile oder der
Glaube, alles alleine schaffen zu müssen, lässt sie schweigen. Doch
das muss nicht sein. Früherkennung und Therapie sind wichtige
Schritte zur psychischen und körperlichen Erholung.
Depressive Störung - was ist das?
Umgangssprachlich bezeichnet man damit einen Zustand psychischer
Niedergeschlagenheit. Die Depression ist die am häufigsten
auftretende psychische Erkrankung. Gekennzeichnet ist sie durch eine
Antriebsstörung und Stimmungsveränderungen. Es kommt zu verstärkter
Traurigkeit und Verlust der Fähigkeit, Freude zu erleben. Oft treten
auch eine erhöhte Reizbarkeit (vor allem bei Männern),
Schlafstörungen und Einbußen in Konzentration und Merkfähigkeit auf.
Aber auch körperliche Symptome von Kopf- bis Wirbelsäulenschmerzen
können damit einhergehen.
*Quelle: www.buendnis-depression.at
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