Franz Lackner nun offiziell als Salzburger Erzbischof im Amt

Neuer Salzburger Diözesanbischof legte Domkapitel sein Ernennungsschreiben vor und hat damit von seiner Diözese "kanonisch Besitz ergriffen" - Gottesdienst zur Amtseinführung am kommenden Sonntag

Salzburg, 07.01.14 (KAP) Der neue Salzburger Erzbischof Franz Lackner hat am Dienstagvormittag dem Domkapitel sein päpstliches Ernennungsschreiben präsentiert und damit von der Erzdiözese Salzburg "kanonisch Besitz ergriffen". Lackner ist nun mit allen Rechten und Pflichten Diözesanbischof von Salzburg. In den vergangenen Wochen leitete der scheidende Erzbischof Alois Kothgasser die Erzdiözese als Apostolischer Administrator.

Erst mit dem im Kirchenrecht geregelten Akt der Besitzergreifung erhält ein Bischof das Recht zur Ausübung des ihm übertragenen Bischofsamtes in einer Diözese. Vorher darf sich auch ein vom Papst ernannter Bischof nicht in die Amtsführung seiner zukünftigen Diözese einmischen.

Papst Franziskus hatte Franz Lackner am vergangenen 18. November zum neuen Erzbischof von Salzburg ernannt. Zuvor wählte das Salzburger Domkapitel Lackner aus einem vom Vatikan vorgelegten Dreiervorschlag.

Festgottesdienst am Sonntag

Am kommenden Sonntag, 12. Jänner, um 14 Uhr folgt im Salzburger Dom der feierliche Gottesdienst zur Amtsübernahme. Erzbischof Kothgasser wird Erzbischof Lackner dabei in einem symbolischen Akt den Bischofsstab als Zeichen der bischöflichen Hirtensorge übergeben. Eine eigene Bischofsweihe ist nicht notwendig, da Lackner bereits im Zuge seiner Ernennung zum Weihbischof in der Diözese Graz-Seckau im Jahr 2002 zum Bischof geweiht wurde.

Zum öffentlichen Amtseinführungsgottesdienst werden alle österreichischen Bischöfe in Salzburg erwartet. Tausende Gläubige werden die Messe im Dom mitfeiern, sämtliche Einlasskarten sind bereits vergeben. Der Gottesdienst - er wird von Domchor und Domorchester unter Leitung von Domkapellmeister Janos Czifra mit Mozarts Krönungsmesse mitgestaltet - wird in den Fernsehprogrammen ORF 2/Salzburg und ORF III sowie im Rundfunk in "Radio Maria" live übertragen.

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