• 07.01.2014, 09:35:31
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Internationale KPMG-Studie: Plug-in-Hybridfahrzeuge werden künftig eine führende Rolle einnehmen

Wien/Linz (OTS) - Das Wachstum bei alternativen Antriebstechnologien
ist einer der Schlüsselfaktoren, der die Autobranche weltweit
beeinflusst. Die Zukunft wird dabei den Plug-in-Hybridfahrzeugen
gehören, wie aus der 15. internationalen "Global Automotive Executive
Survey" von KPMG hervorgeht. Die Industrie sieht sich jedoch auch mit
einer Reihe weiterer Veränderungen konfrontiert: Eine Verlagerung von
Partnerschaften und Allianzen hin zu organischen Wachstumsstrategien
sowie der Fokus auf Mobilitätslösungen und Technologien.

Die anhaltende Sorge der Kunden hinsichtlich Treibstoffeffizienz und
Umweltverschmutzung zwingt die Hersteller, sich in naher Zukunft auf
Plug-in-Hybrid- und Brennstoffzellentechnologien zu fokussieren",
sagt Yann-Georg Hansa, KPMG Partner. "Gleichzeitig zur Entwicklung
der Technologien für Elektrofahrzeuge setzt die Autoindustrie auf die
Verkleinerung von Verbrennungsmotoren, um die aktuellen
Marktanforderungen zu erfüllen, wie 76 Prozent der Befragten angeben.
Batterietechnologien werden laut Umfrage hingegen von 59 Prozent für
wichtig erachtet."

Plug-in-Fahrzeuge gefragt
Der größte Teil der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wird in Japan,
den USA, Europa und in den BRIC-Staaten den Plug-in-Fahrzeugen
zugesprochen. Für 69 Prozent der Befragten sind zudem auch
Brennstoffzellen-Fahrzeuge entscheidend für ein zukünftiges Wachstum.
Für das Überleben eines Unternehmens könnte die Führungsrolle im
Bereich Technologie entscheidend sein. "Das Interesse an autonomem
Fahren zwingt Hersteller Anbieter für Mobilitätslösungen zu werden",
sagt Klaus Mittermair, Partner bei KPMG. Zudem hat sich aufgrund der
wachsenden Weltbevölkerung die Fahrzeugnutzung geändert.
Mobilitätslösungen wie etwa Car Sharing erfreuen sich immer größerer
Beliebtheit. Die Möglichkeit, ein Auto zu "ordern" und zu "fahren",
wann man will und dort hinzukommen, wohin man will, könnte es also
unwichtig machen, ein Auto tatsächlich zu besitzen. Diese Entwicklung
wird zum Wachstum der Modelle für Mobilitätslösungen beitragen.

Strategieverlagerung von Joint Ventures und Partnerschaften zu
organischem Wachstum
Die Studie untersuchte unter anderem auch welche Strategieansätze für
Unternehmen des automotiven Bereichs von Bedeutung sind. Für etwa 84
Prozent der Originalhersteller aus Japan, Europa und den USA ist
organisches Wachstum zur wichtigsten Geschäftsstrategie geworden.
Diese Antwort könnte ein Ergebnis der Veränderungen bei derzeitigen
Partnerschaften wie der effektiven Integration und dem Finden von
Synergien sein. Im Vergleich gaben die Befragten ein Jahr zuvor Joint
Ventures und Partnerschaften noch als wichtigsten Punkt an.

Kunden wollen nach wie vor kraftstoffeffiziente, langlebigere Autos
mit technologischen Extras
Oberste Priorität hat für die heutigen Käufer ein langlebiges Auto
mit niedrigem Spritverbrauch, das von insgesamt 92 Prozent der
weltweit befragten Unternehmen bestätigt wurde. Auch die neuesten
Sicherheitsanforderungen sind für Kunden immer noch entscheidend für
den Autokauf, wie 79 Prozent der Befragten meinen.
Kundenwünsche hinsichtlich alternativer Kraftstoffe haben auf Grund
von Sparsamkeit einen niedrigeren Stellenwert eingenommen. Weniger
als die Hälfte der Befragten spricht diesem Faktor Bedeutung für die
Käufer zu. Jedoch ist auch der Wunsch, ein Fahrzeug mit den neuesten
technologischen Extras zu besitzen, ein Entscheidungsfaktor für
Kunden.

Wachsender Onlineverkauf, unterschiedliche Meinungen zur Zukunft der
Autohäuser
Die Meinung zur Zukunft des Automobilhandels ist unterschiedlich: Nur
etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) glaubt, dass die
traditionellen Modelle des Autohandels nicht für den zukünftigen
Markt geeignet sind. Ausschlaggebend dafür ist, dass der Onlinehandel
und die Bedeutung von Händlern mit vielen Marken im Angebot deutlich
zunehmen werden, wie 71 Prozent glauben.

Über die 15. Global Automotive Executive Survey
Befragt wurden 200 Unternehmern, darunter Autobauer, Lieferanten,
Händler, Finanzdienstleister, Einzelhandelsfirmen und Anbieter für
Mobilitätsdienstleistungen aus 28 Ländern im Juli und August 2013. 41
Prozent der Befragten stammen aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika,
35 Prozent aus Asien und dem Pazifikraum sowie 25 Prozent aus
Amerika. Die befragten Unternehmen können auf einen Jahresumsatz von
mehr als 100 Millionen US$ verweisen, 39 Prozent erwirtschaften einen
Umsatz von über 10 Milliarden US$.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie können unter
http://www.kpmg.at/publikationen.html eingesehen werden.

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