- 05.01.2014, 16:21:05
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Sozialdemokratie trauert um Josef Staribacher
Darabos/Rudas: "Staribacher ist trotz aller Widrigkeiten seiner politischen Überzeugung und seinem Glauben an Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit immer treu geblieben"
Utl.: Darabos/Rudas: "Staribacher ist trotz aller Widrigkeiten
seiner politischen Überzeugung und seinem Glauben an Freiheit,
Demokratie und Gerechtigkeit immer treu geblieben" =
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas und
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos sind über den Tod des
langjährigen SPÖ-Politikers Josef Staribacher tief bestürzt. "Josef
Staribacher hat die schwersten Zeiten der Republik und der
sozialdemokratischen Bewegung erlebt und infolge seiner Gesinnung
Verfolgung und Haft erleiden müssen. Trotz aller Widrigkeiten ist er
seiner politischen Überzeugung und seinem Glauben an Freiheit,
Demokratie und Gerechtigkeit immer treu geblieben. Als Mitglied der
Bundesregierungen unter Kanzler Bruno Kreisky hat Staribacher die
Modernisierung Österreichs maßgeblich mitgestaltet und
vorangetrieben. Die Persönlichkeit Staribacher war und ist ein
Vorbild für viele - auch außerhalb der SPÖ - und wird das auch
weiterhin bleiben. Die Sozialdemokratie wird Josef Staribacher und
seinem Lebenswerk ein würdiges Andenken bewahren", betonten Darabos
und Rudas am Sonntag. ****
Ob als Kommunalpolitiker der SPÖ-Bezirksorganisation Landstraße, als
Abgeordneter zum Nationalrat, oder als Kammeramtsdirektor: "Josef
Staribacher hat sich stets mit großem Engagement, Kompetenz und
Menschenkenntnis viel Achtung und Anerkennung weit über die
Parteigrenzen hinaus verschafft. Als langjähriger Bundesminister für
Handel, Gewerbe und Industrie hat Staribacher wegweisende Maßnahmen
gesetzt. Sein Einsatz für eine moderne Konsumentenpolitik und für die
grundlegende Reform der Gewerbeordnung bleibt untrennbar mit seinem
Namen verbunden." Staribachers Tod sei für die gesamte Republik ein
"schmerzlicher Verlust".
Josef Staribacher wurde 1921 in Wien geboren. Der zunächst gelernte
Drucker absolvierte auf dem zweiten Bildungsweg die Matura und
studierte schließlich an der rechts- und staatswissenschaftlichen
Fakultät der Universität Wien. Während des Austrofaschismus wurde er
wegen seiner politischen Tätigkeit in einer Gruppe junger Menschen in
den ArbeiterInnenbezirken Rudolfsheim und Fünfhaus inhaftiert. 1939
wurde Staribacher von der Gestapo verhaftet und in das KZ Buchenwald
deportiert. Im Jahr 1940 kam er als "Wehrunwürdiger" wieder frei.
Staribacher war einer der Ersten, die die SPÖ und die Sozialistische
Jugend 1945 wiederaufgebaut haben. Von 1961 bis 1983 gehörte
Staribacher dem Nationalrat an. Bruno Kreisky holte ihn 1970 als
Minister für Handel, Gewerbe und Industrie in seine erste
Bundesregierung. In dieser Funktion blieb er bis zum Ende der
Regierungszeit im Jahr 1983. Josef Staribacher war von 1960 bis 1989
Vorsitzender der Gewerkschaft der Lebensmittel- und
Genussmittelarbeiter. In der SPÖ Wien war er Vorsitzender der
Bezirksorganisation Landstraße und Mitglied des
Bundesparteivorstandes. (Schluss) mo
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