"Universum"-Zweiteiler auf der Spur des "Mythos Kongo"

Am 7. und 14. Jänner um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Der Kongo entspringt in mehreren kleinen Quellgewässern im Norden Sambias und wird auf seinem Weg zum Atlantik - gemessen an seinen Wassermassen - zum zweitgrößten und tiefsten Fluss der Erde. Für die Einheimischen ist der Kongo der "Fluss, der alle Flüsse verschluckt". Die zweiteilige "Universum"-Dokumentation "Mythos Kongo" gibt am Dienstag, dem 7. und 14. Jänner 2014, jeweils um 20.15 Uhr in ORF 2 spektakuläre Einblicke ins dichte Dschungel-Herz Afrikas. Thomas Behrends Zweiteiler nimmt das TV-Publikum mit auf eine spannende Reise in eine der geheimnisvollsten und gefährlichsten Regionen unserer Erde und macht die Bedeutung dieses Wassersystems für das riesige Gebiet Zentralafrikas deutlich.

Einmal im Jahr ist die Quellregion des Kongos die Arena für eines der größten Tierspektakel der Welt: Millionen von Flughunden belagern ein kleines Stück Urwald, um sich an süßen, energiereichen Früchten zu laben. Auf seiner Reise durchs Zentrum Afrikas wird der Fluss immer riesiger und mächtiger - und mit ihm seine Tiere: Im dichten Papyrus lauert der legendenumwobene Schuhschnabel, meterlange Pythons dringen auf ihren Beutezügen bis in mächtige Baumkronen vor, im Wasser streiten trotzige Nilpferdbullen um die Vorherrschaft im Rudel.

Seine spätere Wucht und Kraft ist dem Fluss nicht anzusehen, wenn er als Chambeshi im Norden Sambias entspringt. Der Chambeshi fließt nach Bangweulu, in ein gigantisches Sumpfgebiet. Verdeckt im Dickicht, kaum zu sehen und fast unbewegt pirscht dort der Schuhschnabel, der größte Schreitvogel der Erde: Mit einem Satz stürzt er nach vorn und rammt seinen Schnabel ins Wasser. Ein Lungenfisch ist sein Opfer -ohne zu kauen verschluckt er den Fisch im Ganzen. Steht der Schuhschnabel aufrecht, ist er fast so groß wie ein Mensch.

Die Tiere am Kongo müssen sich an extreme Lebensbedingungen anpassen, um überleben zu können. So hat hier die Evolution einzigartige und kaum bekannte Lebensformen hervorgebracht: Fische mit Lungen und Flügeln - oder ganz einfach Fische, die zu Lande nach Beute jagen.

Dem Fluss folgend geht es in den Dschungel im Südosten der Demokratischen Republik Kongo. Hinter Kisangani wird der Kongo breit und ruhig, haushohe Sandinseln trotzen dem wasserreichen Strom. Durchzogen von weiteren, kleinen Urwaldflüssen bilden sie eigene Habitate und Lebensräume. Exotisch und fremd anmutende Kreaturen wie der Schmetterlingsfisch oder der Aalwels haben ihre eigenen Strategien entwickelt, um in diesen extrem nährstoffarmen Gewässern zu überleben.

Der Kongo-Fluss speist den zweitgrößten Regenwald der Erde. Hier liegt die Heimat der Waldelefanten. Immer wieder zieht es sie an einen einzigen, magischen Ort: die Dzanga-Bai. Mit ihnen kommen unzählige andere Waldbewohner. Was diesen Ort so besonders macht, ist ein weiteres Geheimnis des "Flusses, der alle Flüsse verschluckt".

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