Mieten in Wien werden auch 2014 auf stabilem Niveau bleiben

Neues gerechteres Mietrecht soll dynamisch sein und für alle gelten

Wien (OTS) - Das Mietniveau in Wien bei Neuvermietungen hat sich im vergangenen Jahr auf einem stabilen Niveau gehalten und auch 2014 wird sich daran nicht viel ändern. Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe Wien der Immobilientreuhänder der Wirtschaftskammer: "Seit dem Frühjahr 2013 ist in der Bundeshauptstadt ein eindeutiger Trend zu einer Abflachung des Mietniveaus erkennbar. Vor allem bei Mieten über der 1.000 Euro Marke wird es immer schwieriger Mieter zu finden, was dazu führt, dass vor allem größere Wohnungen sogar billiger werden. Das beweist, dass der Markt auch im Wohnbereich weiterhin funktioniert. 2014 wird voraussichtlich lediglich die mit 1.1.2014 in Kraft getretene Erhöhung der Gebühren für Wasser, Kanal und Müllabfuhr zu einem Anstieg der durchschnittlichen Bruttomieten führen!"

Wer eine günstige Wohnung sucht, muss schnell sein und den Markt beobachten

Mietwohnungen mit einer Miethöhe von 500 Euro bis 800 Euro sind in Wien nach wie vor sehr gefragt. Liegt die Miethöhe zwischen 800 Euro und 1.000 Euro, dauert die Suche nach einem Mieter schon länger, bei Mietwohnungen über 1.000 Euro müssen Makler bzw. Vermieter oft mehrere Wochen oder sogar Monate Suche bzw. Leerstehen in Kauf nehmen.

Pisecky: "Günstige Wohnungen sind oft nur wenigen Stunden in den Online-Plattformen. Wer danach sucht, sollte schnell sein und laufend die Angebote beobachten!" Kurzfristige Vergleiche von Immobilienportalen zeigen daher auch oft ein verfälschtes Bild, da sie nur einen Teil des Gesamtmarktes beleuchten und vor allem teurere Wohnungen eine lange Verweildauer auf diesen Portalen haben.

Nur ein Mietrecht das für alle gilt, kann auch gerecht sein

Ein neues Mietrecht, das in den kommenden Monaten entwickelt wird, sollte für alle, also auch bestehende Mietverträge, gelten. Gleichzeitig sollte es ein dynamisches System sein, mit dem man rasch auf die jeweilige Marktsituation reagieren kann. Pisecky dazu:
"Derzeit ist es in Wien selbst in ein und demselben Mietshaus möglich, dass jeder Mieter einen anderen Quadratmeterpreis an Mietzins bezahlt und aufgrund verschiedener Zeitpunkte der Mietvertragsunterzeichnung unterschiedliche Preisregelungen gelten. Zusätzlich unterscheidet sich die Miethöhe je nach Baugenehmigung von Haus zu Haus. Vor allem bei alten Mietverträgen bestehen derzeit große Privilegien. Das führt zu Ungerechtigkeiten, die in einem neuen Mietrecht beseitigt werden sollten. Ein gerechtes Mietrecht kann nur für alle gelten, also auch für bestehende Mietverträge.

Zugleich sollte die Mietpreisbildung marktnahe erfolgen, damit Umgehungen verhindert werden. Und es sollte möglich sein rasch auf sich verändernde Marktgegebenheiten reagieren zu können. Auf Jahrzehnte festgeschriebene Regelungen führen mittelfristig automatisch zu Ungerechtigkeiten!"

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