• 02.01.2014, 09:20:06
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HOSI Wien über Faymanns Absicht, nach Sotschi zu reisen, entsetzt

Wien (OTS) - "Wir sind über die Pläne Bundeskanzler Werner Faymanns,
trotz der internationalen Kritik an der Menschenrechtssituation in
Russland Wladimir Putin bei den Olympischen Spielen im Februar
demonstrativ die Aufwartung zu machen, zutiefst entsetzt", fasst
Obmann Christian Högl die große Enttäuschung der Homosexuellen
Initiative (HOSI) Wien zusammen. "Selbst wenn Faymann in Sotschi
Gelegenheit und die Courage hätte, gegenüber Putin einige kritische
Äußerungen anzubringen, würde sich Putin wohl kaum davon beeindrucken
lassen. Von der Anwesenheit des Bundeskanzlers in Sotschi wird daher
- nicht zuletzt wegen der prominenten offiziellen Absagen u. a. aus
Deutschland, Frankreich und den USA - einzig und allein das Signal
übrigbleiben, dass dem offiziellen Österreich die Situation der
Menschenrechte in Russland im allgemeinen und von Homosexuellen im
besonderen herzlich egal ist."

Beschämend und verheerend

"Diese feige und windelweiche Haltung gegenüber dem autoritären
Regime Putins und diese abstoßende Appeasement-Politik ist umso
beschämender, als Faymann auch Vorsitzender der SPÖ ist, die für sich
in Anspruch nimmt, für Lesben- und Schwulenrechte einzutreten. Doch
diese Entscheidung des Parteichefs konterkariert die Parteilinie in
dieser Frage und degradiert sie zu einem bloßen Lippenbekenntnis", so
Krickler weiter. "Wir fordern den Bundeskanzler daher dringend auf,
seine Pläne zu überdenken. Und an die kritischen Stimmen in der SPÖ
richten wir den Appell, Faymann um der Glaubwürdigkeit der Partei
willen zur Vernunft zu bringen. Das Argument, er müsse den
österreichischen OlympionikInnen durch seine Präsenz in Sotschi den
Rücken stärken und sie moralisch unterstützen, ist lächerlich. Sie
werden auch ohne ihn erfolgreich sein und sicherlich größtes
Verständnis für einen politischen Boykott durch den Bundeskanzler
haben."

Peinliche Adabei-Allüre nie vergessen!

"Sollten sich nach der Winterolympiade, wie von den meisten
politischen BeobachterInnen erwartet, die Unterdrückung der
Opposition und der Zivilgesellschaft sowie die Pogromstimmung gegen
Homosexuelle weiter verschärfen, wird sich Faymann den Vorwurf
gefallen lassen müssen, durch seine Haltung und Anwesenheit in
Sotschi Putin in dessen antidemokratischer und
menschenrechtsfeindlicher Politik bestärkt und damit diese
Verschärfung befördert zu haben. Dann werden wir Faymann seine Reise
nach Sotschi sicherlich nicht vergessen und ihn und seine Partei
immer daran erinnern! Faymanns peinliche Adabei-Allüre könnte sich
letztlich also alles andere als förderlich fürs eigene Image
erweisen. Einmal mehr wirkt im Vergleich dazu ÖVP-Außenminister
Sebastian Kurz nicht nur erfrischend sympathisch, sondern er beweist
auch eindeutig größeres politisches Gespür, wenn er sich in Sachen
Gesichtsbad bei Putin nicht ohne Not vordrängt."

Siehe auch unsere Aussendungen vom 9. Dezember 2013 und 19. Dezember
2013 sowie den Kommentar im Standard vom 18. November 2013 unter:
http://www.hosiwien.at/?p=24234
http://www.hosiwien.at/?p=23999
http://www.ots.at/redirect/derstandard.at5

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HOI

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