• 30.12.2013, 10:36:46
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WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Die 13 hatte heuer Symbolcharakter - von Eva Komarek

Die heimische Politik war wegen des Wahlkampfes in Dauerlähmung

Utl.: Die heimische Politik war wegen des Wahlkampfes in
Dauerlähmung =

Wien (OTS) -
Lange Zeit hat die Realwirtschaft in Österreich der Krise gut
standgehalten. Doch just in dem Jahr, das die Unglückszahl 13
enthält, trifft die Krise auch unser Land. Es häuften sich die
Großinsolvenzen, die Arbeitslosigkeit hat zugenommen und der
Exportmotor geriet endgültig ins Stottern. Das Problem ist, dass die
Krise schon zu lange dauert und vor allem auch die Wirtschaft
Deutschlands, unserem wichtigsten Handelspartner, kaum wuchs.

Nachdem es zuerst nur viele Klein-und Mittelbetriebe erwischte, ist
die Durststrecke heuer auch für große Unternehmen zu lange geworden.
So schrieb die Alpine als größte Pleite der österreichischen
Geschichte einen traurigen neuen Rekord. Die Wirtschaft scheint
demoralisiert. So stand steter Jobabbau an der Tagesordnung. Viele
Unternehmen haben die Hoffnung aufgegeben, dass die Auslastung wieder
auf Vorkrisenniveau steigen könnte.

Während sie 2009 noch Kurzarbeit nutzten, wurden Mitarbeiter heuer
gekündigt. Damit ist auch die Arbeitslosenrate kräftig gestiegen, der
Konsum parallel dazu gesunken - ein Teufelskreis. Und die heimische
Politik war arbeitstechnisch aufgrund des Wahlkampfes quasi in
Dauerlähmung.

Doch wenn wir den euphorischen Worten von Nationalbank-Chef Ewald
Nowotny glauben dürfen, der Anfang Dezember das Ende der Rezession in
der Eurozone ausrief, könnte 2014 ein besseres Jahr werden. Auch die
beiden Wirtschaftsforschungsinstitute Wifo und IHS sind für das
kommende Jahr zuversichtlich und rechnen für Österreich mit einem
Wachstum von 1,7 Prozent.

Wesentlich dazu beitragen, dass 2014 ein gutes Jahr wird, könnte die
neue Regierung. Allein: Es fehlt der Glaube. Das
Regierungsübereinkommen enthält keine Lösungen für die wirklich
wichtigen Probleme in den Bereichen Bildung, Verwaltung, Finanzen und
Pensionen. Stattdessen werden Kommissionen geschaffen, die überlegen
sollen, wie man den Eingangssteuersatz senkt und ob man ein IT-Amt
schaffen sollte. Es ist zu befürchten, dass die neue alte Regierung
2014 genauso weiterwurstelt wie bisher.

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