Parkinson: Frühe Therapie verbessert Lebensqualität

Linderung durch elektronische Impulse gibt Betroffenen Hoffnung

Wien (OTS) - Die Symptome beginnen meist schleichend: Plötzliches Zittern einer Hand, depressive Verstimmungen oder Geschmacks- und Riechstörungen. Später folgen eingeschränkte Mimik, schlurfender Gang und monotone Sprechweise. Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Störungen. Sie kann zwar nicht geheilt, aber mit modernen Therapiemethoden gut behandelt werden. In der Titelgeschichte des aktuellen Vinzenz magazin erzählt ein Parkinson-Patient, wie er dank der für ihn passenden Therapien wieder seine Lebensqualität zurück gewinnen konnte.

Die Ursachen für das Parkinson-Syndrom - ein Oberbegriff für mehrere Krankheitsbilder - sind nach wie vor nicht geklärt. "Am häufigsten ist Morbus Parkinson, eine idiopathische Erkrankung - das heißt ohne bekannte äußere oder genetische Ursache", erläutert Primar Dr. Wolf Müllbacher, der Vorstand der Abteilung für Neurologie im Krankenhaus Göttlichen Heiland. Die Dopamin-produzierenden Zellen sterben ab und dadurch entsteht ein Dopaminmangel im Gehirn, der die Parkinson-Symptome mit sich bringt. Fest steht auch: Es gibt keine speziellen Risikogruppen und keine bestimmten Vorsorgemaßnahmen, dafür aber gute Behandlungsmethoden.

Nur die wenigsten erkranken in so jungen Jahren wie der Hollywood-Schauspieler Michael J. Fox, bei dem im Alter von 29 Jahren Parkinson diagnostiziert wurde. Bei den über 60-Jährigen liegt die Zahl der Betroffenen bei ungefähr einem Prozent. Wegen der steigenden Lebenserwartung wird sich laut Studien die Zahl der Betroffenen weltweit bis 2030 auf 8,7 Millionen verdoppelt haben.

Gert F. war 78 als er vor vier Jahren die Diagnose erhielt. Bei dem pensionierten AHS-Lehrer begann es mit einem Zittern der rechten Hand und Schwierigkeiten beim Gehen. Dank der richtigen Medikamente kann der frühere Sportlehrer wieder der Straßenbahn hinterher laufen und Skifahren - "allerdings nicht mehr so gut über Buckelpisten", wie er im Vinzenz magazin schildert. "Durch die Einnahme von Medikamenten kann Parkinson in seinem Fortschreiten verlangsamt und abgeschwächt werden", betont Müllbacher. Wichtig sei eine möglichst frühe Therapie, um die Lebensqualität zu verbessern.

Nach mehreren Jahren medikamentöser Behandlung kann es ein, dass die Patienten nicht mehr so gut auf die Tabletten ansprechen. "Hier können wir eine so genannte Dopa-Pumpe einsetzen, die die Wirkstoffe direkt in den Dünnarm einleitet, wo sie sofort wirken können", schildert Müllbacher. Neben dem Setzen einer subkutanen Nadel gibt es als Alternative auch eine sehr effektiven neurochirurgischen Eingriff: die tiefe Hirnstimulation. Durch eingepflanzte Elektroden werden bestimmte Gehirnregionen durch elektrische Impulse angeregt -dadurch können die Parkinson-Symptome deutlich vermindert werden. In Deutschland etwa wurden bisher nur fünf Prozent der Parkinson-Patienten damit behandelt. Laut Deutscher Parkinson-Vereinigung könnten aber bis zu zwanzig Prozent von dem Eingriff profitieren.

Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen

In einem weiteren Beitrag des neuen Vinzenz magazins geht es um ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Orthopädischen Spital Speising Menschen kurz vor deren Operation zur Seite stehen. In der OP-Schleuse auf den Eingriff zu warten, ist für viele Patienten und Patientinnen nicht einfach - allein mit seinen Gedanken und Ängsten zu sein, kann belastend sein und Zuspruch enorm beruhigen. Patricia Schweitzer und Berivan Osso studieren beide Medizin und sind jede Woche zwischen drei und fünf Stunden für die Patienten da. "Viele Patienten schätzen dieses Angebot sehr", sagt Schweitzer.

Von außen betrachtet sei das, was die derzeit insgesamt zehn Freiwilligen im Speisinger Krankenhaus leisten "nicht viel", sagt Schwester Goretti Sznajder, die das Projekt leitet. Aber: "Es braucht keine großen Taten, denn es geht in erster Linie darum, ganz einfach für die Patienten da zu sein und auf sie und ihre Bedürfnisse einzugehen, die Menschen in dieser Situation wollen meist nur nicht allein gelassen werden."

Für Berivan Osso stellt ihre ehrenamtliche Tätigkeit eine optimale Ergänzung zum Medizinstudium dar, bei dem die Vermittlung von Kommunikationsfertigkeiten in Bezug auf Patienten häufig zu kurz komme: "Hier lerne ich in dieser Hinsicht tagtäglich dazu."
In Speising sind jedenfalls weitere Freiwillige willkommen. Eine Bewerbung mit Lebenslauf, Foto und Motivationsschreiben kann an Schwester Goretti geschickt werden: goretti@oss.at

Die Schulter ist eines der beweglichsten Gelenke im menschlichen Körper - und eines der kompliziertesten, das von zahlreichen Muskeln und Sehnen geführt und stabilisiert wird. Selbst für die alltäglichsten Verrichtungen sind funktionierende Schultern wichtig. Viele Patientinnen und Patienten mit Schulterproblemen schrecken trotz Bewegungseinschränkungen oft vor einem operativen Eingriff zurück. Dabei können viele Eingriffe bereits minimal-invasiv und ambulant durchgeführt werden. Im Vinzenz magazin schildert ein 47-jähriger Patient, der fünf Jahre lang an einer Kalkansammlung im Inneren der Schultersehne litt, wie er nach der arthroskopischen Entfernung der Ablagerungen im Schulter-Kompetenzzentrum im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien praktisch sofort beschwerdefrei war. "Unglaublich, ich war am Nachmittag wieder zu Hause und war binnen eines Tages fast schmerzfrei." Mehr als 1000 Patienten werden jährlich im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern mittels Knopfloch-Chirurgie an der Schulter behandelt. Primar Dr. Werner Anderl leitet die Orthopädische Abteilung - und ist ein international anerkannter Experte. Bereits in den 1980er-Jahren spezialisierte sich Anderl als einer der ersten auf die minimal-invasive Methode - und hat viel dazu beigetragen sie publik zu machen. "Wir haben Live-Operationen via Satellit auf medizinischen Kongressen übertragen und so die Methode verbreitet", erinnert er sich.

Das aktuelle Vinzenz magazin ist auf www.vinzenzgruppe.at als Download verfügbar.

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