- 29.12.2013, 11:00:33
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Parkinson: Frühe Therapie verbessert Lebensqualität
Linderung durch elektronische Impulse gibt Betroffenen Hoffnung
Utl.: Linderung durch elektronische Impulse gibt Betroffenen
Hoffnung =
Wien (OTS) - Die Symptome beginnen meist schleichend: Plötzliches
Zittern einer Hand, depressive Verstimmungen oder Geschmacks- und
Riechstörungen. Später folgen eingeschränkte Mimik, schlurfender Gang
und monotone Sprechweise. Parkinson ist eine der häufigsten
neurologischen Störungen. Sie kann zwar nicht geheilt, aber mit
modernen Therapiemethoden gut behandelt werden. In der
Titelgeschichte des aktuellen Vinzenz magazin erzählt ein
Parkinson-Patient, wie er dank der für ihn passenden Therapien wieder
seine Lebensqualität zurück gewinnen konnte.
Die Ursachen für das Parkinson-Syndrom - ein Oberbegriff für mehrere
Krankheitsbilder - sind nach wie vor nicht geklärt. "Am häufigsten
ist Morbus Parkinson, eine idiopathische Erkrankung - das heißt ohne
bekannte äußere oder genetische Ursache", erläutert Primar Dr. Wolf
Müllbacher, der Vorstand der Abteilung für Neurologie im Krankenhaus
Göttlichen Heiland. Die Dopamin-produzierenden Zellen sterben ab und
dadurch entsteht ein Dopaminmangel im Gehirn, der die
Parkinson-Symptome mit sich bringt. Fest steht auch: Es gibt keine
speziellen Risikogruppen und keine bestimmten Vorsorgemaßnahmen,
dafür aber gute Behandlungsmethoden.
Nur die wenigsten erkranken in so jungen Jahren wie der
Hollywood-Schauspieler Michael J. Fox, bei dem im Alter von 29 Jahren
Parkinson diagnostiziert wurde. Bei den über 60-Jährigen liegt die
Zahl der Betroffenen bei ungefähr einem Prozent. Wegen der steigenden
Lebenserwartung wird sich laut Studien die Zahl der Betroffenen
weltweit bis 2030 auf 8,7 Millionen verdoppelt haben.
Gert F. war 78 als er vor vier Jahren die Diagnose erhielt. Bei dem
pensionierten AHS-Lehrer begann es mit einem Zittern der rechten Hand
und Schwierigkeiten beim Gehen. Dank der richtigen Medikamente kann
der frühere Sportlehrer wieder der Straßenbahn hinterher laufen und
Skifahren - "allerdings nicht mehr so gut über Buckelpisten", wie er
im Vinzenz magazin schildert. "Durch die Einnahme von Medikamenten
kann Parkinson in seinem Fortschreiten verlangsamt und abgeschwächt
werden", betont Müllbacher. Wichtig sei eine möglichst frühe
Therapie, um die Lebensqualität zu verbessern.
Nach mehreren Jahren medikamentöser Behandlung kann es ein, dass die
Patienten nicht mehr so gut auf die Tabletten ansprechen. "Hier
können wir eine so genannte Dopa-Pumpe einsetzen, die die Wirkstoffe
direkt in den Dünnarm einleitet, wo sie sofort wirken können",
schildert Müllbacher. Neben dem Setzen einer subkutanen Nadel gibt es
als Alternative auch eine sehr effektiven neurochirurgischen
Eingriff: die tiefe Hirnstimulation. Durch eingepflanzte Elektroden
werden bestimmte Gehirnregionen durch elektrische Impulse angeregt -
dadurch können die Parkinson-Symptome deutlich vermindert werden. In
Deutschland etwa wurden bisher nur fünf Prozent der
Parkinson-Patienten damit behandelt. Laut Deutscher
Parkinson-Vereinigung könnten aber bis zu zwanzig Prozent von dem
Eingriff profitieren.
Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen
In einem weiteren Beitrag des neuen Vinzenz magazins geht es um
ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Orthopädischen
Spital Speising Menschen kurz vor deren Operation zur Seite stehen.
In der OP-Schleuse auf den Eingriff zu warten, ist für viele
Patienten und Patientinnen nicht einfach - allein mit seinen Gedanken
und Ängsten zu sein, kann belastend sein und Zuspruch enorm
beruhigen. Patricia Schweitzer und Berivan Osso studieren beide
Medizin und sind jede Woche zwischen drei und fünf Stunden für die
Patienten da. "Viele Patienten schätzen dieses Angebot sehr", sagt
Schweitzer.
Von außen betrachtet sei das, was die derzeit insgesamt zehn
Freiwilligen im Speisinger Krankenhaus leisten "nicht viel", sagt
Schwester Goretti Sznajder, die das Projekt leitet. Aber: "Es braucht
keine großen Taten, denn es geht in erster Linie darum, ganz einfach
für die Patienten da zu sein und auf sie und ihre Bedürfnisse
einzugehen, die Menschen in dieser Situation wollen meist nur nicht
allein gelassen werden."
Für Berivan Osso stellt ihre ehrenamtliche Tätigkeit eine optimale
Ergänzung zum Medizinstudium dar, bei dem die Vermittlung von
Kommunikationsfertigkeiten in Bezug auf Patienten häufig zu kurz
komme: "Hier lerne ich in dieser Hinsicht tagtäglich dazu."
In Speising sind jedenfalls weitere Freiwillige willkommen. Eine
Bewerbung mit Lebenslauf, Foto und Motivationsschreiben kann an
Schwester Goretti geschickt werden: [email protected]
Die Schulter ist eines der beweglichsten Gelenke im menschlichen
Körper - und eines der kompliziertesten, das von zahlreichen Muskeln
und Sehnen geführt und stabilisiert wird. Selbst für die
alltäglichsten Verrichtungen sind funktionierende Schultern wichtig.
Viele Patientinnen und Patienten mit Schulterproblemen schrecken
trotz Bewegungseinschränkungen oft vor einem operativen Eingriff
zurück. Dabei können viele Eingriffe bereits minimal-invasiv und
ambulant durchgeführt werden. Im Vinzenz magazin schildert ein
47-jähriger Patient, der fünf Jahre lang an einer Kalkansammlung im
Inneren der Schultersehne litt, wie er nach der arthroskopischen
Entfernung der Ablagerungen im Schulter-Kompetenzzentrum im
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien praktisch sofort
beschwerdefrei war. "Unglaublich, ich war am Nachmittag wieder zu
Hause und war binnen eines Tages fast schmerzfrei." Mehr als 1000
Patienten werden jährlich im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern
mittels Knopfloch-Chirurgie an der Schulter behandelt. Primar Dr.
Werner Anderl leitet die Orthopädische Abteilung - und ist ein
international anerkannter Experte. Bereits in den 1980er-Jahren
spezialisierte sich Anderl als einer der ersten auf die
minimal-invasive Methode - und hat viel dazu beigetragen sie publik
zu machen. "Wir haben Live-Operationen via Satellit auf medizinischen
Kongressen übertragen und so die Methode verbreitet", erinnert er
sich.
Das aktuelle Vinzenz magazin ist auf www.vinzenzgruppe.at als
Download verfügbar.
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