• 28.12.2013, 09:37:40
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Studie: Integration für 8 von 10 Österreichern "wichtig"

Zwei Drittel der Bevölkerung wünschen sich, dass im Bereich Integration mehr getan wird - Minister Kurz kündigt weitere Initiativen an

Utl.: Zwei Drittel der Bevölkerung wünschen sich, dass im Bereich
Integration mehr getan wird - Minister Kurz kündigt weitere
Initiativen an =

Wien (OTS) - "Sehr wichtig" oder "wichtig" ist die Themen Integration
und Zuwanderung für 79 % der Österreicher/innen. Zwei von drei
Personen sagen, dass das Thema in den letzten Jahren an Bedeutung
gewonnen hat. Mehr als sechs von zehn Befragten geben an, dass das
Zusammenleben von Österreicher/innen mit und ohne
Migrationshintergrund "sehr gut" bzw. "eher gut" funktioniere, 2008
waren skeptische Stimmen noch in der Mehrheit gewesen. Zwei Drittel
der Befragten wünschen sich, dass im Bereich Migration und
Integration noch mehr getan wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Analyse von Dr. Peter A. Ulram (ecoquest) im Auftrag des
Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF).

So viele Integrationsmaßnahmen wie nie zuvor

Integration sei ein zentraler Bereich des neuen Regierungsprogramms,
betont der zuständige Minister Sebastian Kurz: "Die neue Regierung
nimmt sich so viele Integrationsmaßnahmen vor wie noch keine zuvor.
Ich baue darauf, dass wir diese wichtigen Maßnahmen in den nächsten
fünf Jahren erfolgreich umsetzen." Nach monatelangem Tauziehen und
Debatten über "Ghettoklassen" freut sich Kurz über eine "gute
Lösung": "Kinder mit Sprachdefiziten werden in Zukunft von
vorbereitenden Sprachklassen und einem zweiten Kindergartenjahr, das
bei Deutschdefiziten verpflichtend ist, schulfit gemacht. Ich erwarte
hier eine gute Kooperation mit der neuen Unterrichtsministerin."

Österreicher/innen sehen Zuwanderung als notwendig an

Die Sorge um einen zu hohen Ausländer/innen-Anteil ist deutlich
geringer als noch vor einem Jahrzehnt. Drei Viertel sehen die
Notwendigkeit hochqualifizierter Zuwander/innen: "Österreich soll die
Qualifikationen seiner Zuwander/innen so gut wie möglich nutzen
können", betont Kurz und stellt eine leichtere Anerkennung im Ausland
erworbener Ausbildungen und Studienabschlüsse in Aussicht.

Deutschkenntnisse als Voraussetzung

Gefragt, was für erfolgreiche Integration notwendig sei, erwarteten
die Befragten von den Österreicher/innen in erster Linie Toleranz,
Akzeptanz und Respekt, bei Zuwander/innen werden vor allem
Deutschkenntnisse bzw. das Erlernen der deutschen Sprache als
Voraussetzungen gesehen. Zur Verbesserung der Integration befürworten
vier von zehn Österreichern ein System von positiven Anreizen und
Belohnungen, zwei von zehn bevorzugen ein System von strengen Regeln,
Gesetzen und Sanktionen. 38 Prozent befürworten eine Mischung aus
positiven Anreizen und strengen Regeln. Auf hohe Zustimmung stoßen
eine raschere Zuerkennung der österreichischen Staatsbürgerschaft bei
sehr guter Integration und Erbringung von besonderen Leistungen für
die österreichische Gesellschaft, aber auch der Erwerb von
Grundkenntnissen der deutschen Sprache bereits vor dem Zuzug nach
Österreich.

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