- 27.12.2013, 09:00:02
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Masse an Elektroaltgeräten steigt bis 2017 um mehr als 30 %
Wien (OTS) - Die Weihnachtsgeschenke sind ausgepackt, das neue
Smartphone konfiguriert, der Flatscreen installiert und die
Spielkonsole läuft auf Hochbetrieb. Für viele stellt sich nun die
Frage: Wohin mit den alten, nicht mehr benötigten Geräten? Wer
gesetzeskonform und umweltfreundlich handeln will, bringt seine alten
Geräte zur nächstgelegenen kommunalen Sammelstelle, wo sie kostenlos
übernommen und fachgerecht recycelt werden. Keinesfalls sollte man
Elektroaltgeräte an illegale Sammler übergeben.
Gerade nach Weihnachten findet man oft alte Elektrogeräte neben
Mülltonnen abgelegt bzw. warten private Müllsammler vor den
kommunalen Sammelstellen auf gutgläubige Menschen, die ihnen ihre
nicht mehr benötigten Geräte überlassen, in der Annahme, damit etwas
Gutes zu tun und ärmere Menschen zu unterstützen. Dies ist allerdings
definitiv nicht der Fall. Erst unlängst gelang der Wiener Polizei ein
Schlag gegen illegale Sammelbrigaden, die heimische Elektroaltgeräte
gesetzeswidrig nach Serbien verbringen wollten. Elisabeth Giehser,
Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle: "Es ist
erwiesen, dass jene Teile, die sich zu Geld machen lassen, von den
illegalen Sammlern verkauft werden. Der Rest landet einfach irgendwo
und schädigt die Umwelt. Darüber hinaus gehen dadurch der
österreichischen Volkswirtschaft nicht nur wertvolle
Sekundärrohstoffe sondern auch beträchtliche Altstoff-Erlöse
verloren. Und letztlich müssten in weiterer Folge für diese Verluste
die KonsumentInnen durch teurere Preise bei Neugeräten aufkommen."
Eine internationale Studie der United Nations University
errechnete, dass im Jahr 2017 in den entwickelten Ländern rund 65,4
Millionen Tonnen an Elektroaltgeräten anfallen werden - gegenüber
2012 bedeutet dies einen Anstieg um mehr als 30%! Dennoch sind diese
alten Geräte nicht einfach nur Müll, sondern wichtige
Rohstofflieferanten, die in Zeiten immer knapper werdender Ressourcen
unverzichtbar für die Produktion moderner und umweltfreundlicher
Geräte sind. Dieser Kreislauf funktioniert allerdings nur, wenn die
alten Geräte ordnungsgemäß gesammelt und recycelt werden. Elisabeth
Giehser: "Österreich wird auch 2013 mit prognostizierten mehr als 9
kg gesammelten Elektroaltgeräten pro Kopf einen ausgezeichneten
Platz innerhalb der EU einnehmen. Diese Sammelmengen sind künftig
aber nur zu erreichen bzw. zu steigern, wenn sich weiterhin jeder
Einzelne seiner Verantwortung gegenüber unserer Umwelt bewusst ist
und alte Geräte sowie auch alte Batterien bei registrierten
Sammelstellen abgibt, bei denen gewährleistet ist, dass sie umwelt-
und ressourcenschonend weiterbehandelt werden!"
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