- 20.12.2013, 10:15:42
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Energie AG: Schwieriges Marktumfeld und Einmaleffekte spiegeln sich im Konzernergebnis wider
Schwierigen Rahmenbedingungen spiegeln sich im Konzernergebnis der Energie AG wider, das heuer aufgrund negativer Einmaleffekte und bilanzieller Bereinigungen negativ ist.
Utl.: Schwierigen Rahmenbedingungen spiegeln sich im Konzernergebnis
der Energie AG wider, das heuer aufgrund negativer
Einmaleffekte und bilanzieller Bereinigungen negativ ist. =
Linz (OTS/Energie AG) - Das vergangene Geschäftsjahr kann zu den
schwierigsten der Unternehmensgeschichte gezählt werden: der
Paradigmenwechsel auf den Energiemärkten führte dazu, dass die
gesamte Branche so massiv unter Druck gekommen ist, dass die
Auswirkungen noch nicht absehbar sind. Überambitionierte
energiepolitische Visionen haben zu Förderregimen geführt, die
jegliche Marktmechanik auf den europäischen Energiemärkten
konterkarieren. Die gesamteuropäischen Stromhandelsmärkte sind
weiterhin durch niedrige Preise gekennzeichnet. Verursacht wurde
diese Preisentwicklung vor allem durch die energiepolitische Wende in
Europa und die überbordende Förderung erneuerbarer Energien,
insbesondere in Deutschland.
Die wesentlich teureren und geförderten Erzeugungsformen wie Wind und
Photovoltaik verdrängen in diesem System hocheffiziente
Kraftwerkskapazitäten, die Ökonomie und Ökologie vereinen würden
(z.B. Gas-und-Dampf-Kraftwerke) und führen sogar dazu, dass unter
diesen Rahmenbedingungen selbst Neubauprojekte im Wasserkraftbereich
unwirtschaftlich sind. Das hat zur Folge, dass durch die Branche eine
Welle an Wertberichtigungen auf die Bilanzen aller Unternehmen drückt
- auch die Energie AG muss in diesem Geschäftsjahr solche
Wertanpassungen und bilanzielle Vorsorgen vornehmen, die das Ergebnis
maßgeblich beeinflussen.
Unter diesen Rahmenbedingungen konnte im Geschäftsjahr 2012/2013
(01.10.2012 bis 30.09.2013) mit einem Umsatz von EUR 1.812,6 Mio.
(Vorjahr EUR 1.940,0 Mio.) ein Betriebsergebnis (EBIT) von EUR 41,3
Mio. (EUR 110,6 Mio.) erwirtschaftet werden. Dieses ist durch
zahlreiche Einmaleffekte beeinflusst: Neben der bilanziellen Vorsorge
für die thermischen Kraftwerke Timelkam, Riedersbach und weiterer
Kraftwerksprojekte aufgrund der schwierigen Marktsituation reduzieren
auch Rückstellungen für ein Stufenpensionsprogramm zum Personalabbau
das EBIT. Durch diese Faktoren und durch den Verkauf der
Osteuropaaktivitäten der AVE sinkt das Konzernergebnis auf EUR -28,8
Mio.
Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2012/2013:
* Neue Wasserkraftwerke in Stadl-Paura und Kleinarl in Betrieb
genommen, Baubeginn für das Wasserkraftwerk Wagrain-Grafenberg
* Abschluss der Bürgerkraftwerksoffensive mit 1100 KWp
Photovoltaikleistung an dezentralen Kraftwerksstandorten im Zuge der
Aktion "Sonnenenergie für Oberösterreich"
* Nach Vorliegen der Windmessergebnisse Ausstieg aus den
Windkraftprojekten an potenziellen Standorten im Voralpenland in den
Bezirken Kirchdorf und Steyr-Land
* Umbau des Stromnetzes zum Netz der Zukunft mit dem Flächenrollout
der intelligenten Stromzähler läuft (derzeit rund 140.000 Zähler
installiert)
* Bio-Fernwärmeversorgung der Stadt Steyr gemeinsam mit der EVN in
Betrieb genommen
* Beginn der Wärmeversorgung bei Österreichs größtem
Geothermieprojekt in und um die Messestadt Ried
* Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerkes und eines Wärmespeichers
für die Fernwärmeversorgung in der Region Kirchdorf
* Verkauf der Osteuropa-Aktivitäten der Entsorgungstochter AVE und
Einleitung eines Restrukturierungsprogrammes der im Konzernverbund
verbleibenden Unternehmen in Österreich und Italien.
* Auflösung des noch bestehenden Cross-Border-Leasings für die
Wasserkraftwerke.
Die Energie AG hat auf die geänderten Rahmenbedingungen reagiert und
Gegenmaßnahmen gesetzt. Teile dieses Prozesses waren der Rückzug aus
dem Entsorgungsgeschäft in den CEE-Ländern, der im Herbst
abgeschlossen wurde, die beschlossene Stilllegung des
Kohlekraftwerkes Riedersbach II im Frühjahr 2016, das
Kostenmanagementprogramm "FIT 2012" und ein neuer
Modellstellencluster (neues Gehaltssystem für neu eintretende
Mitarbeiter). Mit dem Projekt "PowerStrategie 2020" wird seit dem
Sommer an einer strategischen und strukturellen Neuausrichtung des
Konzerns gearbeitet. Das Ergebnis soll im ersten Halbjahr 2014
vorliegen.
Segment Energie: Verwerfungen am Strommarkt machen massive
Abschreibungen und Rückstellungen notwendig
Im Geschäftsjahr 2012/2013 konnte im Segment Energie ein Umsatz von
EUR 1.475,2 Mio. (Vorjahr EUR 1.588,3 Mio.) erwirtschaftet werden.
Ursache für den Rückgang ist im Wesentlichen die Minderung der
Eigenerzeugung in den thermischen Kraftwerken bzw. der geringere
Gasverkauf an die at equity konsolidierte GuD Timelkam GmbH.
Positiver Umsatzeffekt war u.a. ein höherer Stromabsatz: Während der
Stromverbrauch im Privatkundensegment eher moderat anstieg (+1,8 %),
stieg der Stromabsatz im Großkundensegment deutlich um 11,3 %.
Die EBIT-Verringerung ist maßgeblich durch die nachteilige
Preisentwicklung am Stromhandelsmarkt, an dem sich derzeit die
konventionellen Kraftwerke im Wettbewerb mit den geförderten
Stromerzeugungsanlagen befinden, geprägt. Es wurden daher
umfangreiche bilanzielle Vorsorgen im Kraftwerksbereich gebildet:
Rückstellungen in Höhe von EUR 50,4 Mio. für
* Drohverlustrückstellungen für das GuD-Kraftwerk Timelkam
* und die Abwertung der Kohlevorräte des Kraftwerkes Riedersbach 2,
da aufgrund der Marktsituation das Ende der Kohleverstromung für das
Jahr 2016 beschlossen wurde.
Wertberichtigungen in Höhe von EUR 6,4 Mio. für
* das Biomassekraftwerk Timelkam
* die Projektkosten des Wasserkraftwerkes Bad Goisern und
* die Projektkosten für das GuD-Kraftwerk Riedersbach
Weiters wurden die mit dem Ausstieg aus der Kohleverstromung am
Standort Riedersbach einhergehenden Schließungskosten von insgesamt
EUR 20,4 Mio. berücksichtigt.
Die Stromerzeugung aus Wasserkraftwerken im Konzern (inkl.
Bezugsrechten) war im Geschäftsjahr mit 2.489 GWh um 2,7 % niedriger
als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, lag allerdings um 3 % über
dem langjährigen Mittel. Aufgrund der niedrigen Stromhandelspreise
wurde die Eigenerzeugung aus Wärmekraftwerken (1.118 GWh) gegenüber
dem Vorjahr um 25,8 % reduziert. Damit erhöhte sich der
Fremdstrombezug auf 58 %. Das gesamte Stromaufkommen im Konzern der
Energie AG (15.483 GWh) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 um
13,4 %.
Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2012/2013:
* Nach etwa zweijähriger Bauzeit konnten die Wasserkraftwerke
Kleinarl und Stadl Paura in Betrieb genommen werden.
* Baubeginn für das Wasserkraftwerk Wagrain-Grafenberg
* UVP Pumpspeicherkraftwerk Ebensee läuft
* Weiterer Ausbau des Verteilnetzes: Genehmigungsverfahren der
Projekte Stromversorgung Pramtal-Süd und Stromversorgung
Almtal-Kremstal laufen.
* Weiterer Ausbau des intelligenten Stromnetzes mit der Installation
von intelligenten Stromzählern (flächendeckenden Ausbau lauft,
derzeit befinden sich rund 140.000 Endgeräte im Einsatz).
* Fortführung der Breitbandinitiative des Landes Oberösterreich um
das Lichtwellenleiter-Netz weiter auszubauen. In ersten
Pilotgemeinden werden Gasfaser-Direktanschlüsse auch für Haushalte
angeboten.
* Ausbau der Versorgung von Klein- und Mittelunternehmen mit
Kombiangeboten (Glasfaser-Datenanschluss, Internetdienste,
Server-Housing, ...)
Geschäftsbereich Erdgas: Nachhaltiger Netzausbau fortgesetzt,
Abgabemengen an Kunden gesteigert
Der reibungslose Betrieb, die optimale Wartung und der
bedarfsgerechte, an den Kundenwünschen orientierte Ausbau des
Erdgas-Leitungsnetzes obliegt der OÖ. Ferngas AG.
Investitionsschwerpunkt war im abgelaufenen Geschäftsjahr der Bau der
Erdgas-Hochdruckleitungen "EHDL 100 Puchkirchen - Haidach" und "EHDL
076 Kühschinken - Zagling" zur Anbindung des Erdgasspeichers
"7fields".
Im Geschäftsjahr wurden fast 1.000 neue Hausanschlüsse errichtet und
damit der Neukundenzuwachs auf dem Niveau des Vorjahres gehalten.
Über die Gasvertriebstochter OÖ. Gas-Wärme GmbH konnten ca. 3.250
Neukunden mit einer Jahresabsatzmenge von insgesamt 151 GWh in
Österreich und Deutschland gewonnen werden. Das Wachstum wurde zu
rund der Hälfte durch die Online-Marke "gasdiskont.at" erzielt,
bezogen auf die Absatzmenge konnte ein leichtes Nettowachstum erzielt
werden. Die Zahl der Kunden in Deutschland ist insgesamt gesehen
allerdings um 7,5% gesunken und spiegelt die Dynamik des deutschen
Erdgasmarktes und den dort herrschenden Verdrängungswettbewerb wider.
Neben dem Kerngeschäft Erdgasversorgung ist die OÖ. Gas-Wärme in den
Märkten Wärmeversorgung, Energiedienstleistungen, Erdgas als
Kraftstoff und Engineering für Biogasanlagen in Tschechien und der
Slowakei tätig. Vor allem letzterer hat sich in der Vergangenheit zu
einem wichtigen Geschäftsmodell entwickelt, das wesentliche
Ergebnisbeiträge liefert.
Geschäftsbereich Wärme: Nachhaltig positive Entwicklung dank sauberer
und kostengünstiger Wärmeversorgung
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden in den Netzen in Oberösterreich und
Tschechien in Summe 544 GWh (Vorjahr 526 GWh, + 3,4%) Wärme an die
Kunden abgegeben.
* Bio-Fernwärme Steyr: Gemeinsam mit der EVN aufgebaut und in Betrieb
genommen. Weiterer Netzausbau läuft, um neue Kundengebiete
erschließen zu können.
* Erneuerung des Blockheizkraftwerkes Kirchdorf mit neuen,
hocheffizienten Generatoren für die Wärme- und Stromerzeugung
abgeschlossen, neuer Wärmespeichers zur weiteren Effizienzsteigerung
installiert.
* Geothermieprojekt Ried: Fernwärmeversorgung der Stadt Ried im
Innkreis wurde planmäßig mit Beginn der Heizperiode 2013 aufgenommen.
Die strategische Ausrichtung und damit verbunden die Entwicklung des
Wärmebereichs ist von der Energiestrategie 2030 des Landes
Oberösterreich und den Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
maßgeblich geprägt. Das Engagement im Biomasse-Nahwärmebereich wird
bei wirtschaftlich sinnvollen Projekten und entsprechender Initiative
der Gemeinden weiterhin fortgesetzt.
Segment Entsorgung: Fokus liegt in Zukunft auf Bearbeitung des
heimischen Abfallmarktes
Nach der Evaluierung strategischer Optionen für das Segment
Entsorgung im vorigen Geschäftsjahr und der Einleitung eines
strukturierten Verkaufsprozesses wurde vom Vorstand das Angebot der
tschechischen EP Industries, a.s. für die Osteuropa-Aktivitäten der
AVE-Gruppe angenommen und vom Aufsichtsrat in der Sitzung vom
18.06.2013 genehmigt. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte
per 19.06.2013. Das Österreich- und Italien-Geschäft verbleibt im
Konzernverbund und wird derzeit strategisch und organisatorisch neu
ausgerichtet.
Im Segment Entsorgung wurde für die fortgeführten Bereiche mit einem
Umsatz von EUR 228,0 Mio. ein EBIT von EUR 7,1 Mio. erwirtschaftet.
Obwohl sich das operative Geschäft trotz rückläufiger Mengen und
niedriger Wertstoffpreise verbessert hat, reduzierte sich das EBIT
gegenüber dem Vorjahr, in welchem der Verkauf der
Tierkörperverwertungs GmbH enthalten war.
Zur weiteren Absicherung der Ertragslage wurde das Kostenmanagement
konsequent fortgeführt und im Zuge der Entscheidung zur künftigen
Neuausrichtung des Entsorgungsbereichs für das Österreich-Geschäft
ein Evaluierungs- und Reorganisationsprojekt initiiert.
* Rückgang bei der umgeschlagenen Abfallmenge auf 2.188.000 Tonnen
(Rückgang von 6,5 %).
* in den thermischen Verwertungsanlagen Wels und Lenzing mit 624.000
Tonnen behandelter Menge - Vollauslastung erreicht, gleichzeitig sind
die Auslastung des Fuhrparks und der Sortieranlagen für die kommenden
Jahre ebenfalls gesichert. Übernahme von weiteren 16,67 % der Anteile
an der Thermischen Abfall-Verwertung Tirol Gesellschaft m.b.H. durch
die AVE Österreich GmbH (besitzt nun 50 % der Anteile).
Das Geschäftsvolumen der AVE in Südtirol konnte trotz des schwierigen
Marktumfelds in Italien auf Basis eines gesteigerten
Streckengeschäfts mit Schwerpunkt Papier- und Kartonhandel
stabilisiert werden. Wesentliche Aufträge aus dem kommunalen Bereich
wurden erneuert und neue Aufträge im Wertstoffbereich dazugewonnen.
Segment Wasser: Stabile Rahmenbedingungen sorgen für kontinuierliche
Entwicklung
Die Wasser-Gruppe der Energie AG ist jener Geschäftsbereich, der sich
in den vergangenen Jahren am stabilsten entwickelt hat: Das
Geschäftsjahr 2012/2013 im Segment Wasser schließt mit einem Umsatz
von EUR 130,8 Mio. und einem EBIT von EUR 9,5 Mio. Gegenüber dem
Vorjahresumsatz (EUR 131,2 Mio.) liegt ein Rückgang um 0,3 % vor, der
in erster Linie auf der Wechselkursentwicklung der Tschechischen
Krone begründet ist. Das EBIT im Segment Wasser stieg von EUR 8,5
Mio. im Vorjahr um 11,8 % auf EUR 9,5 Mio. Optimierungen der
Unternehmensorganisation, Einsparungen in der Markt- und
Projektentwicklung und Effizienzsteigerungen waren für diese
Ergebnissteigerung trotz ungünstiger Wechselkursentwicklung
verantwortlich.
* Versorgung mit Trinkwasser für rund 1,05 Millionen Einwohner
* Entsorgung von Abwasser für 693.000 Kunden
* Inbetriebnahme Trinkwasserkraftwerk Monte Carlo in Chrudim
* Wachstumsmarkt Tschechien weiter hin positiv durch
Strukturbereinigung AQUASERV, Umsetzung von Kostensenkungs- und
Optimierungsprogrammen sowie Vertragsoptimierungen
Konservative Ausrichtung im Finanzmanagement auf Liquidität, Bonität
und Unternehmenswert
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde an der konservativen
Ausrichtung der Finanzierungs- und Veranlagungsstrategie
festgehalten. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit
und zur Optimierung der Finanzierungskosten legt der Energie
AG-Konzern großen Wert auf größtmögliche finanzielle Flexibilität und
die Absicherung einer nachhaltig starken Bonität. Die internationale
Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat dem Konzern im Februar 2013
erneut eine ausgezeichnete Bonität mit einem unveränderten Rating von
"A/outlook stable" bestätigt. Damit konnte sich der Energie
AG-Konzern aufgrund des anhaltend soliden Finanz- und
Geschäftsrisikoprofils dem aktuellen negativen Rating-Trend bei
europäischen Energieversorgern entziehen.
Diese starke Bonitätsnote versetzt den Konzern in die Lage, jederzeit
kostenoptimalen Zugang zu Finanzierungen zu erhalten und darüber
hinaus eine Vielzahl von Finanzierungsquellen, auch die
internationalen Kapitalmärkte in Anspruch zu nehmen.
Die Höhe der Finanzverbindlichkeiten der fortgeführten
Geschäftsbereiche reduzierte sich per 30.09.2013 auf EUR 637,2 Mio.
Dies entspricht einer Reduktion von über 30 Prozent gegenüber dem
Vorjahreswert. Dieser deutliche Rückgang der Fremdmittel konnte unter
anderem dadurch erreicht werden, dass im April 2013 die seit 2002
bestehende US Cross-Border-Leasing-Transaktion (CBL) für
Wasserkraftwerke einvernehmlich vorzeitig beendet wurde. Nach dem
bereits 2009 erfolgten Ausstieg aus der CBL-Transaktion des
Stromnetzes ist die Energie AG somit in keine derartigen
Transaktionen mehr involviert.
Der Energie AG-Konzern kann auf eine ausgeglichene Fristenstruktur
seiner Finanzierungen bauen. Das Tilgungsprofil des Konzerns ist
geprägt von endfälligen Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeiten
bis zu 17 Jahren. Nach einer vorzeitigen Rückführung von
Finanzverbindlichkeiten mit einer Fälligkeit im April 2013 (bereits
im Oktober 2012 getilgt) besteht ein wesentlicher
Refinanzierungsbedarf erst wieder im Geschäftsjahr 2015/2016. Durch
die soliden Liquiditätsreserven sind die künftigen
Refinanzierungserfordernisse des Konzerns entsprechend abgedeckt.
Somit ist aus heutiger Sicht das Refinanzierungsrisiko weiterhin als
minimal einzustufen.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Konzerns zu gewährleisten,
wird ein Mix aus strategischen Liquiditätsreserven und unbelasteten
Kreditlinien bei österreichischen Banken vorgehalten.
Der durchschnittliche Personalstand in allen voll- und
quotenkonsolidierten Konzernunternehmen ist im Vergleich zum Vorjahr
rückläufig. Der durchschnittliche konsolidierte Personalstand für die
fortgeführten Geschäftsbereiche betrug im Geschäftsjahr 4.602
Mitarbeiter (FTE; Vorjahr 4.855 Mitarbeiter, -5,2%). Das
personalintensivste Segment ist nach dem Verkauf der
Entsorgungssparte in CEE das Segment Energie (2.099, -4,8%), gefolgt
vom Segment Wasser (1.565, -3,9%) und dem Segment Entsorgung (938,
-8,2%).
Anmerkung: Durch den Verkauf des Geschäftsbereiches Entsorgung in
den CEE-Ländern sind die Ergebnisbeiträge nicht mehr in den
Jahreskennzahlen enthalten. Um eine entsprechende Vergleichbarkeit
herzustellen, wurden auch die Kennzahlen des Geschäftsjahres
2011/2012 entsprechend neu berechnet und sind somit vergleichbar.
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