- 19.12.2013, 13:36:19
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Züchterskandal - Keck fordert schärfstes Vorgehen gegen Tierquälerei
SPÖ-Tierschutzsprecher: "Warum wurden die 63 entdeckten Welpen nicht beschlagnahmt?"
Utl.: SPÖ-Tierschutzsprecher: "Warum wurden die 63 entdeckten Welpen
nicht beschlagnahmt?" =
Wien (OTS/SK) - Mit Fassungslosigkeit reagiert SPÖ-Tierschutzsprecher
Dietmar Keck auf den jüngst aufgedeckten Skandal rund um ein
deutsches Paar, das laut Medienberichten in Berg bei Rohrbach einen
Handel mit todkranken Welpen betrieben hat. "Es ist unverantwortlich,
was hier offensichtlich veranstaltet wurde. Hunde mit der
hochansteckenden und meist tödlich verlaufenden Paravirose zu
verkaufen ist unmenschlich, verstößt gegen das Tierschutzgesetz und
ist Betrug", sagt der Nationalratsabgeordnete. ****
Es soll sich bei dem Paar "sogar um Wiederholungstäter handeln, die
in Deutschland amtsbekannt waren", so der Tierschutzsprecher, der
schärfstmögliches Vorgehen gegen Tierquälerei fordert. Eine wichtige
Frage sei auch, warum der Skandal hierzulande nicht schon eher
aufgedeckt werden konnte.
"Wir haben das Tierschutzgesetz und sämtliche relevante Verordnungen
zum Wohle der Tiere verschärft und alle Schlupflöcher beseitigt.
Amtsveterinäre, Bezirkshauptmannschaften und Exekutive können seither
mit aller Schärfe auf derartige Verbrechen reagieren. Warum tun sie
das nicht?", fragt Keck. Für ihn stellt aber auch der Umgang mit dem
Verbrechen einen "neuerlichen Skandal" dar. "Warum müssen die Tiere
bei den überführten Tätern bleiben? Warum wurden sie nicht
beschlagnahmt und in sichere Obhut übergeben?", so Keck.
Für den Tierschutzsprecher zeigt das, wie wichtig es ist, dass sich
Hundekäufer richtig informieren und ihren geliebten Vierbeiner
ausschließlich bei Züchtern beziehen, die Mitglied eines
Kynologenverbandes sind, oder sich an Tierheime wenden.
Vom Kauf im Internet rät er generell ab. Keck dazu: "Beim Autokauf
wird auf Probefahrt, Gütesiegel der Verkäufer und Expertise eines
Autofahrerklubs geachtet, beim Kauf eines Lebewesens soll ein Bild im
WWW ausreichen? Ich finde das verwerflich."
Keck bedankt sich in diesem Zusammenhang bei den österreichischen
Tierschutzorganisationen sehr herzlich. "Sie leisten beim Stopp von
Tierverkäufen über das Internet eine wichtige Arbeit, der gerade zu
Weihnachten große Bedeutung zukommt. Leider landen noch immer viel zu
viele Tiere als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum", so Keck.
(Schluss) bj
Rückfragehinweis: Büro NR Dietmar Keck, e-Mail:
markus.benedik@spoe.at, Tel. 0676 7115053
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