Züchterskandal - Keck fordert schärfstes Vorgehen gegen Tierquälerei

SPÖ-Tierschutzsprecher: "Warum wurden die 63 entdeckten Welpen nicht beschlagnahmt?"

Wien (OTS/SK) - Mit Fassungslosigkeit reagiert SPÖ-Tierschutzsprecher Dietmar Keck auf den jüngst aufgedeckten Skandal rund um ein deutsches Paar, das laut Medienberichten in Berg bei Rohrbach einen Handel mit todkranken Welpen betrieben hat. "Es ist unverantwortlich, was hier offensichtlich veranstaltet wurde. Hunde mit der hochansteckenden und meist tödlich verlaufenden Paravirose zu verkaufen ist unmenschlich, verstößt gegen das Tierschutzgesetz und ist Betrug", sagt der Nationalratsabgeordnete. ****

Es soll sich bei dem Paar "sogar um Wiederholungstäter handeln, die in Deutschland amtsbekannt waren", so der Tierschutzsprecher, der schärfstmögliches Vorgehen gegen Tierquälerei fordert. Eine wichtige Frage sei auch, warum der Skandal hierzulande nicht schon eher aufgedeckt werden konnte.

"Wir haben das Tierschutzgesetz und sämtliche relevante Verordnungen zum Wohle der Tiere verschärft und alle Schlupflöcher beseitigt. Amtsveterinäre, Bezirkshauptmannschaften und Exekutive können seither mit aller Schärfe auf derartige Verbrechen reagieren. Warum tun sie das nicht?", fragt Keck. Für ihn stellt aber auch der Umgang mit dem Verbrechen einen "neuerlichen Skandal" dar. "Warum müssen die Tiere bei den überführten Tätern bleiben? Warum wurden sie nicht beschlagnahmt und in sichere Obhut übergeben?", so Keck.

Für den Tierschutzsprecher zeigt das, wie wichtig es ist, dass sich Hundekäufer richtig informieren und ihren geliebten Vierbeiner ausschließlich bei Züchtern beziehen, die Mitglied eines Kynologenverbandes sind, oder sich an Tierheime wenden.

Vom Kauf im Internet rät er generell ab. Keck dazu: "Beim Autokauf wird auf Probefahrt, Gütesiegel der Verkäufer und Expertise eines Autofahrerklubs geachtet, beim Kauf eines Lebewesens soll ein Bild im WWW ausreichen? Ich finde das verwerflich."

Keck bedankt sich in diesem Zusammenhang bei den österreichischen Tierschutzorganisationen sehr herzlich. "Sie leisten beim Stopp von Tierverkäufen über das Internet eine wichtige Arbeit, der gerade zu Weihnachten große Bedeutung zukommt. Leider landen noch immer viel zu viele Tiere als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum", so Keck. (Schluss) bj

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