"Polt.": Erwin Steinhauer sitzt wieder fest im Sattel

Julian R. Pölsler inszeniert fünfte "Polt"-Verfilmung nach Alfred Komarek

Wien (OTS) - Erwin Steinhauer feiert sein Comeback im Weinviertel! Im März 2003 wurde mit "Polterabend" Julian Roman Pölslers letzte "Polt"-Verfilmung nach dem Roman von Alfred Komarek abgedreht. Nach zehnjähriger Pause lassen Alfred Komarek und Julian Roman Pölsler Erwin Steinhauer in der fünften "Polt"-Verfilmung noch einmal durch Niederösterreich radeln. Nur drei Monate nach Drehschluss wurde gestern, am Mittwoch, dem 18. Dezember 2013, der fertige Film im Urania Kino unter Anwesenheit von ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner, Produzent Dieter Pochlatko, Alfred Komarek, Julian Roman Pölsler sowie der Darsteller Erwin Steinhauer, Fritz Karl, Elisabeth Orth, Cornelius Obonya, Michou Friesz, Karin Kienzer und Natascha Berg präsentiert.

In "Polt." - zu sehen als ORF-Premiere am Samstag, dem 28. Dezember, um 20.15 Uhr in ORF 2 - ist der ehemalige Gendarmerieinspektor Simon Polt mittlerweile in Pension und hat auch kaum noch Kontakt zu seinen Arbeitskollegen. Sein Leben ist wesentlich ruhiger geworden, entspannt blickt er der gemeinsamen Zukunft mit seiner Lebensgefährtin entgegen. Doch das ändert sich schlagartig, als eine Leiche gefunden wird, deren Identität niemand zu kennen scheint -oder dies zumindest vorgibt. Und so kommt es zu einem weiteren fulminanten Auftritt von Simon Polt - voller Spannung, psychologischer Raffinesse und hintergründigem Humor.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Österreichische Krimispannung, die prägende Lebenslinien und charakteristische Persönlichkeiten sichtbar macht"

"Alfred Komarek hat eine Romanfigur erschaffen, die fühlt, spürt und 'ist'. Polt lebt und ermittelt in einem Freiraum, einer charakteristischen Umwelt, die ihn prägt. Julian Pölsler gibt seinen grandiosen Darstellerinnen und Darstellern - allen voran Erwin Steinhauer - einen Freiraum, in dem sich Lebenslinien und Persönlichkeiten frei entfalten können und sichtbar werden. Ich bin dankbar, dass meine Arbeit auch darin besteht, solche kreativen Freiräume den österreichischen Filmschaffenden zu bieten. 'Polt.' ist Krimi der alten Schule und dennoch aktuell und zeitgemäß."

Julian Roman Pölsler: "Herrn Komarek ist mit dieser Figur was ganz Tolles gelungen"

"Simon Polt ist ein Wahrheitssucher. Dafür wurde er früher als Gendarm auch bezahlt. Jetzt ist Polt in Pension, aber immer noch auf der Suche nach der Wahrheit. Herrn Komarek ist mit dieser Figur was ganz Tolles gelungen. Simon Polt ist eine totale Identifikationsfigur für die TV-Zuschauer/innen", meint Julian Roman Pölsler und schwärmt:
"Die Figur Polt ist im fünften Teil sogar noch stärker geworden, und ich bin überzeugt davon, dass er funktionieren wird. Erwin Steinhauer spielt toll. Ich habe überhaupt ein großartiges Team - wir laufen alle Rad in Rad." Weiter meint Pölsler: "Er braucht keinen Laptop, er braucht keine Täterprofile, weil er schaut den Menschen in die Augen und weiß, welches Profil er vor sich hat. Das ist auch das Geheimnis und gleichzeitig spiegelt sich in diesen Menschen auch die Landschaft wider."

Erwin Steinhauer: "In Simon Polt steckt maximal 15 Prozent Erwin Steinhauer"

Als man auf Erwin Steinhauer zukam und ihn von der Idee einer weiteren Polt-Verfilmung erzählte, war der Darsteller "zuerst einmal vor allem überrascht". Schließlich hat Steinhauer die Figur Simon Polt vor rund zehn Jahren in Pension geschickt. Erwin Steinhauer erklärt: "Zuerst war meine Sorge, dass der Hauptreizpunkt jetzt wegfällt, weil Polt in Pension ist und gerade aus diesen Reibereien zwischen Beruf und privat sehr viel entstanden ist." Doch das Buch von Alfred Komarek hat ihn überzeugt, und so radelt Erwin Steinhauer wieder durch das Weinviertel und meint: "Ich schlüpfe in diese Figur wie in jede andere Filmrolle, aber sie liegt mir sehr nahe. Ich mag die Langsamkeit dieser Figur, dass er sich sehr vieles denkt und wenn man genau hinsieht, weiß man auch was er denkt." Und weiter: "In Simon Polt steckt maximal 15 Prozent Erwin Steinhauer - ich fahre mit dem Rad, ich lebe alleine und ich bin ursprünglich aus dem Weinviertel. Diese stoische Ruhe haben wir sicher nicht gemeinsam, Simon Polt ist absolut aggressionsfrei und hat den absoluten Drang zur Wahrheit. Das geht in meinem Beruf gar nicht, ich lebe als Schauspieler von der Lüge."

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Für Simon Polt (Erwin Steinhauer), Gendarmerieinspektor im frei gewählten Ruhestand, hat sich viel geändert: Beruflich geht er neue Wege, und die gemeinsame Zukunft mit seiner Langzeitfreundin Karin Walter (Karin Kienzer) erscheint unvermutet in einem völlig neuen Licht. Zur Polizei, die nunmehr über die kleinen Dörfer im Wiesbachtal wacht, hat Polt kaum noch Kontakt - nur mit Norbert Sailer (Fritz Karl) ist er befreundet, einem Ordnungshüter ganz nach seinem Geschmack. Doch die Leiche eines Fremden bringt Simon Polts ruhig gewordene Welt gründlich durcheinander: Niemand will den Toten gekannt haben, aber einige scheinen doch mehr von ihm zu wissen, als sie der Polizei gegenüber zugeben wollen.

"Polt." ist eine Produktion der epo-film in Koproduktion mit ORF und ARTE, gefördert vom Fernsehfonds Austria und dem Land Niederösterreich. Die Verfilmung von "Polt." basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alfred Komarek, der im Haymon Verlag erschienen ist. An der Seite von Erwin Steinhauer stehen u. a. Fritz Karl, Simon Schwarz, Elisabeth Orth, Michou Friesz und Cornelius Obonya vor der Kamera. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Hans-Michael Rehberg und Karin Kienzer. Gedreht wurde im Pulkautal im Weinviertel in Niederösterreich.

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