Sparkassen Generalsekretär Ikrath: "Nach Regulierungswelle soll Politik Kundenbanken sichern und verteidigen."

Wien (OTS) - Der gestrige Beschluss der Bankenunion beim ECOFIN markiert den vorläufig letzten Schritt der Bankenregulierung. "Es ist an der Zeit, dass die Politik das Kundenbankensystem sichert und verteidigt."

Basel III, Bankenunion, Abwicklungsfonds, Einlagensicherungsfonds, Bankenabgabe - auf die Kundenbanken kommen enorme Regulierungskosten zu, die sie in ihrer Kernaufgabe - der Kreditvergabe - erheblich behindern. "Jeder spricht von Wachstum und Ankurbelung der Wirtschaft. Die stabilen und wichtigen Partner, Kundenbanken wie z.B. Sparkassen, werden von der Politik nicht verteidigt und geschützt, sondern mit immer mehr Belastungen erdrückt. Wenn nicht ganz rasch gegengesteuert wird, droht eine Kreditklemme,", warnt Ikrath.

Im deutschen Regierungsprogramm bekennt sich die neue Bundesregierung ausdrücklich zu den dezentralen Sektoren. Zitat:"Unsere Bankenstruktur mit Genossenschaftsbanken, Privatbanken und Sparkassen hat sich insbesondere in der Finanzmarktkrise als stabil erwiesen." Und zum Universalbanksystem, das ein wichtiger Partner bei der Finanzierung der Realwirtschaft ist. Im österreichischen Programm vermisse er so ein Bekenntnis schmerzhaft, so Ikrath.

"Das Hausbankprinzip ist ein Teil der bis dato erfolgreichen KMU Struktur in Österreich. Lokale Kreditinstitute finanzieren lokale Betriebe, schaffen Arbeitsplätze, geben wirtschaftliche Impulse. Davon profitiert nicht nur Österreich sondern im weiteren Sinne die EU.", analysiert Ikrath. Europa müsse aufpassen, wirtschaftspolitisch nicht den Anschluss international zu verlieren: "Wir werden von den BRICS Staaten überholt. Wachstum schaffen geht Hand in Hand mit einfachen und soliden Kreditinstituten wie den Sparkassen. Daher wünsche ich mir von der neuen Regierung, dass wir hier gemeinsame Lösungen für Wachstum und Arbeitsplatzbeschaffung finden. Und nicht die wichtigsten Partner der Wirtschaft, die Kundenbanken, strukturell bekämpft werden."

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