• 19.12.2013, 10:36:18
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AK: Ökostrom-Reform muss in Angriff genommen werden

Stromrechnung steigt 2014 durch höhere Ökostromförderkosten deutlich an

Utl.: Stromrechnung steigt 2014 durch höhere Ökostromförderkosten
deutlich an =

Wien (OTS) - Die Stromrechnungen werden 2014 kräftig ansteigen: Denn
für die Förderung des Ökostroms zahlt ein durchschnittlicher Haushalt
(3.500 kWh) im kommenden Jahr bereits 82 Euro (inkl. MwSt) - und
somit um ein Drittel mehr als 2013 "Angesichts der steigenden Kosten
muss daher die im Regierungsprogramm angekündigte Reform des
Ökostromgesetzes rasch umgesetzt werden", fordert AK Wien Direktor
Werner Muhm.

Die mit Jänner in Kraft tretende Ökostromförderbeitragsverordnung
des Wirtschaftsministers bringt den Konsumentinnen und Konsumenten
eine negative Überraschung auf der Stromrechnung: Die absoluten
Zuschläge zu den Netznutzungs- und Netzverlustentgelten auf der für
Haushalte relevanten Netzebene 7 werden um rund 35 Prozent erhöht.
Damit steigen die Ökostromförderkosten für einen durchschnittlichen
Strom-Haushalt (3.500 kWh) auf jährlich knapp 82 Euro (inkl.
Ökostrompauschale und MWst.). Der Anteil der Ökostromkosten an einer
durchschnittlichen Strom-Jahresrechnung beträgt somit im Schnitt
bereits 14 Prozent.

Dagegen werden die Zuschläge für einige große Industrieunternehmen
- die auf Netzebene 1 bis 2 angeschlossen sind - um mehr als 70 (!)
Prozent reduziert. Diese ungerechte Verteilung der Kosten resultiert
aus dem derzeitigen Ökostrom-Förderregime, durch das die
Ökostromgelder über einen Zuschlag zu den Netzentgelten aufgebracht
werden. Somit ergibt sich folgende Schieflage: Haushalte verbrauchen
knapp 25 Prozent des Stromes, zahlen aber bis zu 40 Prozent der
Kosten der Ökostromförderung. Der Verbrauch der Industrie beträgt
immerhin 20 Prozent, ihr Kostenbeitrag lediglich sechs Prozent. "Es
kann nicht sein, dass die Kosten für die natürlich auch aus AK Sicht
notwendige und wichtige Energiewende zu einem großen Teil von den
KonsumentInnen getragen werden. Eine faire Verteilung muss her", sagt
AK Wien Direktor Muhm.

Außerdem könne es nicht sein, dass mit öffentlichen Fördergeldern
die Renditen privater Unternehmen finanziert werden. Denn AK Analysen
zeigen, dass die Umsatzrendite des größten Windkraftbetreibers 13
Prozent ausmacht, jene der traditionellen Energieversorger bei rund
5,5 Prozent liegt.

Die AK fordert daher die rasche Umsetzung der im Regierungsprogramm
angeführten Maßnahmen wie:

+ ein sozial-, umwelt- und wirtschaftsverträgliches Ökostromsystem
mit einer Verbesserung des Fördersystems

+ die Sicherung von bestehenden Biogasanlagen der 2. Generation durch
Nachfolgetarife

+ ein entsprechendes Ausstiegsszenario für ineffizient wirtschaftende
Biogasanlagen

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