GLOBAL 2000 hocherfreut: BIPA macht Eigenmarke hormonfrei!

Wenn die EU-Behörden versagen, muss Handel Verantwortung zeigen.

Wien (OTS) - Als erste österreichische Drogerie-Kette stellt BIPA sein gesamtes Eigenmarkensortiment im Bereich der Kosmetik- und Körperpflegeprodukte auf "hormonfrei" um und erfüllt damit eine Forderung, die bereits 4.600 KonsumentInnen auf der GLOBAL 2000-Homepage www.global2000.at unterzeichnet haben.
Konkret gab BIPA auf Anfrage von GLOBAL 2000 bekannt, dass alle Artikel der BIPA Eigenmarke MY im Laufe des kommenden Jahres umgestellt werden. Der von BIPA vorgelegte Zeitplan sieht unter anderem vor, dass bis Ende 2015 alle Parabene durch alternative Konservierungsmittel ersetzt werden und Diethylphthalat als Vergällungsmittel von Alkohol gänzlich verschwindet.
"Mit dieser vorbildlichen Initiative zeigt BIPA, dass ein kompletter Ausstieg aus hormonell wirksamen Inhaltsstoffen in Körperpflegeprodukten machbar ist", freut sich Helmut Burtscher, Biochemiker von GLOBAL 2000: "BIPA ist damit nicht nur die erste Drogerie-Kette in Österreich, sondern auch eine der ersten in Europa, die diesen Weg beschreitet. Wir sind zuversichtlich, dass weitere Hersteller und Händler diesem Beispiel folgen werden."
Die ebenfalls von GLOBAL 2000 befragten Drogerie-Ketten dm und Müller nannten keinen konkreten Zeitplan für einen kompletten Ausstieg aus hormonell wirksamen Inhaltsstoffen in ihren Eigenmarken-Artikeln, betonten aber, dass sie schon seit geraumer Zeit und mit Erfolg an einer Umstellung ihres diesbezüglichen Sortiments arbeiten würden. Schon heute würden "nur mehr ein sehr kleiner Anteil" (dm) bzw. "deutlich weniger als zehn Prozent" (Müller) ihrer Eigenmarken-Artikel hormonell wirksame Chemikalien enthalten. "Tatsächlich bestätigt unser Kosmetik-Check das deutlich bessere Abschneiden der Eigenmarken im Vergleich mit sogenannten "Qualitätsmarken" wie Garnier, Fa, Nivea & Co", sagt Burtscher: "Doch solange sich unter einer Marke noch immer hormonell belastete Artikel finden können, bleibt KonsumentInnen zur Vermeidung dieser Stoffe nichts anderes übrig, als das Kleingedruckte auf der Gesichtscreme nach Zungenbrechern wie 'Ethylhexyl Methoxycinnamate' oder 'Propylparaben' zu durchforsten, oder solche Marken gänzlich zu meiden."
Vergangenen Freitag, am 13. Dezember 2013, hätte die EU-Kommission entsprechend ihres gesetzlichen Auftrags Kriterien für die Charakterisierung von hormonell wirksamen Chemikalien vorlegen müssen. Das hat sie nicht getan. Eine Folge dieses Versagens ist, dass die wissenschaftlichen Grundlagen für die im Jänner 2015 vorgeschriebene Evaluierung der EU-Kosmetikverordnung hinsichtlich hormonell wirksamer Inhaltsstoffe fehlen. Es ist zu befürchten, dass das Ergebnis dementsprechend ausfallen wird.
GLOBAL 2000 fordert daher alle Hersteller von Kosmetik- und Körperpflegeprodukten dringend auf, nicht länger auf eine gesetzliche Regulierung hormonell wirksamer Chemikalien durch die EU zu warten, sondern diese umgehend aus ihren Produkten zu verbannen.
Eine Zusammenfassung der konkreten Aussagen von BIPA, Müller und dm finden Sie auf www.global2000.at

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