- 19.12.2013, 10:09:16
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GLOBAL 2000 hocherfreut: BIPA macht Eigenmarke hormonfrei!
Wenn die EU-Behörden versagen, muss Handel Verantwortung zeigen.
Utl.: Wenn die EU-Behörden versagen, muss Handel Verantwortung
zeigen. =
Wien (OTS) - Als erste österreichische Drogerie-Kette stellt BIPA
sein gesamtes Eigenmarkensortiment im Bereich der Kosmetik- und
Körperpflegeprodukte auf "hormonfrei" um und erfüllt damit eine
Forderung, die bereits 4.600 KonsumentInnen auf der GLOBAL
2000-Homepage www.global2000.at unterzeichnet haben.
Konkret gab BIPA auf Anfrage von GLOBAL 2000 bekannt, dass alle
Artikel der BIPA Eigenmarke MY im Laufe des kommenden Jahres
umgestellt werden. Der von BIPA vorgelegte Zeitplan sieht unter
anderem vor, dass bis Ende 2015 alle Parabene durch alternative
Konservierungsmittel ersetzt werden und Diethylphthalat als
Vergällungsmittel von Alkohol gänzlich verschwindet.
"Mit dieser vorbildlichen Initiative zeigt BIPA, dass ein kompletter
Ausstieg aus hormonell wirksamen Inhaltsstoffen in
Körperpflegeprodukten machbar ist", freut sich Helmut Burtscher,
Biochemiker von GLOBAL 2000: "BIPA ist damit nicht nur die erste
Drogerie-Kette in Österreich, sondern auch eine der ersten in Europa,
die diesen Weg beschreitet. Wir sind zuversichtlich, dass weitere
Hersteller und Händler diesem Beispiel folgen werden."
Die ebenfalls von GLOBAL 2000 befragten Drogerie-Ketten dm und Müller
nannten keinen konkreten Zeitplan für einen kompletten Ausstieg aus
hormonell wirksamen Inhaltsstoffen in ihren Eigenmarken-Artikeln,
betonten aber, dass sie schon seit geraumer Zeit und mit Erfolg an
einer Umstellung ihres diesbezüglichen Sortiments arbeiten würden.
Schon heute würden "nur mehr ein sehr kleiner Anteil" (dm) bzw.
"deutlich weniger als zehn Prozent" (Müller) ihrer
Eigenmarken-Artikel hormonell wirksame Chemikalien enthalten.
"Tatsächlich bestätigt unser Kosmetik-Check das deutlich bessere
Abschneiden der Eigenmarken im Vergleich mit sogenannten
"Qualitätsmarken" wie Garnier, Fa, Nivea & Co", sagt Burtscher: "Doch
solange sich unter einer Marke noch immer hormonell belastete Artikel
finden können, bleibt KonsumentInnen zur Vermeidung dieser Stoffe
nichts anderes übrig, als das Kleingedruckte auf der Gesichtscreme
nach Zungenbrechern wie 'Ethylhexyl Methoxycinnamate' oder
'Propylparaben' zu durchforsten, oder solche Marken gänzlich zu
meiden."
Vergangenen Freitag, am 13. Dezember 2013, hätte die EU-Kommission
entsprechend ihres gesetzlichen Auftrags Kriterien für die
Charakterisierung von hormonell wirksamen Chemikalien vorlegen
müssen. Das hat sie nicht getan. Eine Folge dieses Versagens ist,
dass die wissenschaftlichen Grundlagen für die im Jänner 2015
vorgeschriebene Evaluierung der EU-Kosmetikverordnung hinsichtlich
hormonell wirksamer Inhaltsstoffe fehlen. Es ist zu befürchten, dass
das Ergebnis dementsprechend ausfallen wird.
GLOBAL 2000 fordert daher alle Hersteller von Kosmetik- und
Körperpflegeprodukten dringend auf, nicht länger auf eine gesetzliche
Regulierung hormonell wirksamer Chemikalien durch die EU zu warten,
sondern diese umgehend aus ihren Produkten zu verbannen.
Eine Zusammenfassung der konkreten Aussagen von BIPA, Müller und dm
finden Sie auf www.global2000.at
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