• 18.12.2013, 16:10:11
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Österreichs Zivildiener des Jahres 2013

Wien (OTS) - Philip Slapar aus der Steiermark wurde wegen seiner
außergewöhnlichen Leistungen bei der Caritas-Pfarre "Johannes Don
Bosco" in Graz zum "Zivildiener des Jahres 2013" gewählt. Mag.a
Johanna Mikl-Leitner überreichte ihm die Auszeichnung am 18. Dezember
2013 in Wien.

Eine Expertenjury wählte aus zwölf Landessiegern Philip Slapar zum
Bundessieger 2013. "Philip Slapar hat während seiner Zivildienstzeit
im Jugendzentrum der Pfarre 'Johannes Don Bosco' mehr als seine
Pflicht getan", sagte Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner bei
der Auszeichnungsfeier am 18. Dezember im Innenministerium. Um den
Kindern und Jugendlichen einen Wunsch zu erfüllen, nämlich die
Erneuerung des Fußballplatzes, hat er das Projekt "Kick it like
Bosco" ins Leben gerufen und beim Wettbewerb "Pro Act - Make your
vision come true" mitgemacht. Nach genauester Vorbereitung hat er
letztendlich den ersten Platz erzielt und 18.000 Euro für das Projekt
gewonnen. "Um das Budget noch weiter zu erhöhen, hat er Gespräche mit
Politikern, Unternehmen und prominenten Sportlern geführt und viele
Unterstützer gewinnen können", sagte die Innenministerin. "Herr
Slapar hat durch sein Engagement einen wichtigen Beitrag zum
Zusammenhalt, zur Gruppendynamik und zur Integration der Kinder und
Jugendlichen geleistet. Darum hat er die Auszeichnung 'Zivildiener
des Jahres' redlich verdient." Die Innenministerin gratulierte allen
Landessiegern: "Sie haben viel geleistet für das soziale Wohl in
unserem Land."

Sonderpreis für Integration

Der Zivildienst ist auch ein wichtiger Eckpfeiler für die
Integration. Menschen mit Migrationshintergrund haben die
Möglichkeit, zum sozialen Wohl in Österreich beizutragen. Viele junge
Männer absolvieren ihren Zivildienst in Flüchtlingseinrichtungen und
engagieren sich dort für ein Miteinander der Menschen verschiedener
Nationalitäten. Um diese jungen Menschen auszuzeichnen wurde bei der
Ehrung des Zivildieners des Jahres 2013 der Sonderpreis für
Integration an Philipp Grammel und Cavid Hüseynov vergeben.

Philipp Grammel hat seinen Zivildienst bei der Caritas, im Haus
Daria, in Wien absolviert. Aufgrund seiner sozialen Kompetenz und
seines Einfühlungsvermögens war er eine wichtige Ansprechstelle für
die Asylwerberinnen und Asylwerber. Er bemühte sich stets durch
Museums- und Ausstellungsbesuchen die österreichische Kultur zu
vermitteln. Er kümmerte sich um die Anliegen der Hausbewohnerinnen
und -bewohner und begleitete sie auch zu ärztlichen und behördlichen
Terminen.

Cavid Hüseynov absolvierte seinen Zivildienst im Haus Winkeläckerweg,
einer Notunterkunft für Asylwerberinnen und Asylwerber des
Samariterbundes in Wien. Durch seine besonderen Sprachkenntnisse - er
spricht Russisch und Aserbaidschanisch - war er vor allem bei
Übersetzungen eine große Hilfe. Aufgrund seiner angenehmen Art war er
eine wichtige Stütze für eine Familie mit einem schwerkranken Kind.

Die Landessieger

Wien

Nikolaus Dolezal war beim Verein LOK - Leben ohne Krankenhaus, einer
Einrichtung für betreutes Wohnen für Menschen mit Beeinträchtigungen
tätig. Herr Dolezal hat innerhalb kürzester Zeit nicht nur seine
Routineaufgaben gewissenhaft erfüllt, sondern er hat auch
respektvolle und wertschätzende Beziehung zu allen Bewohnerinnen und
Bewohnern aufgebaut. Aufgrund seines zwischenmenschlichen Gespürs und
seiner medizinischen Vorbildung, war er eine wichtige Stütze für
Klientinnen und Klienten, die an psychischen Erkrankungen leiden.

Niederösterreich

Albert Car absolvierte seinen Zivildienst im Haus der Barmherzigkeit
in Kirchstetten, wo er Menschen mit Beeinträchtigungen betreute.
Durch sein Engagement wurde er schnell ein unverzichtbarer
Bestandteil im Haus der Barmherzigkeit. Er begeisterte die
Klientinnen und Klienten mit seinen Fotografien, machte Tonaufnahmen
von Gesangskünsten und gestaltete daraus CDs zur Unterhaltung. Albert
Car hatte keinerlei Berührungsängste, er sah stets die Menschen
hinter der Beeinträchtigung.

Oberösterreich

Alex Meyer absolvierte seinen Zivildienst in einer
Kinderbetreuungsstätte in Attnang-Puchheim. Durch seine liebevolle
und ruhige Art gewann er schnell das Vertrauen der Kinder. Es gelang
ihm, sich verschiedensten Situationen und Menschen anzupassen und auf
die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Er half ihnen unter anderem
dabei, mittels Konstruktionsmaterial Fahrzeuge und Bauwerke zu bauen
und spielte mit ihnen Tischspiele.

Tirol

Leonard Pasqualini war im Beriech Altenbetreuung tätig, im Heim St.
Vinzenz in Innsbruck. Durch seine Begeisterung und Kreativität gelang
es ihm, das Interesse der Heimbewohnerinnen und -bewohner für
verschiedenste Aktivitäten im Heim zu wecken. Er zeichnete sich dabei
besonders durch Kompetenz, Einfühlungsvermögen und Besonnenheit im
Umgang mit verwirrten Menschen aus.

Salzburg

Stephan Einberger verrichtete seinen Zivildienst im Hilfswerk
Salzburg in Henndorf. Sein Aufgabengebiet bestand neben
Fahrtendiensten darin, Notruftelefone und Schlüsselsafes bei älteren
Menschen zu montieren. Stephan Einberger zeichnete sich unter anderem
dadurch aus, dass er die Funktionsweise von Notwurftelefonen
zielgruppenspezifisch erklärte und den älteren Menschen die Angst vor
technischen Neuerungen nahm.

Kärnten

Manuel Steinleichner war im "Haus Suavitas" in Friesach in der
Altenbetreuung tätig. Er zeichnete sich besonders durch sein
Einfühlungsvermögen aus. Manuel Steinlechner zeigte Freude im Umgang
mit älteren Menschen und fand Zugang zu unterschiedlichen
Charakteren. Er beteiligte sich auch mit großem Engagement an der
Organisation von anlassbezogenen Feiern.

Burgenland

Hans Christian Dunst absolvierte seinen Zivildienst beim Elternring
Südburgenland in Riedlingsdorf, wo er in der Sparte Behindertenhilfe
tätig war. Er zeichnete sich durch einen liebevollen Umgang mit den
Klientinnen und Klienten aus, war stets einfühlsam, hilfsbereit und
verantwortungsbewusst. Er ging vorbehaltlos auf jede Klientin und
jeden Klienten zu und wurde schnell von allen geschätzt. Aufgrund
seiner positiven Erfahrungen während seiner Zivildienstzeit beschloss
Hans Christian Dunst, eine Ausbildung zum Betreuer zu machen.

Vorarlberg

Tizian Ballweber war im SeneCura Sozialzentrum in Lauterach, in der
Sparte Altenbetreuung tätig. Er hat sich innerhalb weniger Tage in
den Arbeitsalltag eingearbeitet. Innerhalb kürzester Zeit hat er sich
Strukturen, Tagesabläufe und Aufgaben gemerkt und diese auf
selbstständige Art und Weise erledigt. Tizian Ballweber leistete
Hilfe, die weiter über seinem eigentlichen Einsatzbereich und die
geforderten Einsatzzeiten hinausgingen. So bot er beispielswiese
seine Hilfe an, wenn nach einer größeren Feierlichkeit im Haus am
nächsten Tag Aufräumarbeiten anfielen. Herr Ballweber engagierte sich
besonders für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Er erstellte
beispielsweise Anschauungsmaterial und Lernhilfen.

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