- 16.12.2013, 18:15:31
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WirtschaftsBlatt-Leitartikel: Wir haben vor der Zukunft keine Angst - von Thomas Pressberger
Die Herausforderungen an den Handel werden im nächsten Jahr nicht weniger
Utl.: Die Herausforderungen an den Handel werden im nächsten Jahr
nicht weniger =
Wien (OTS) - Manchmal gibt es vor Weihnachten gute Nachrichten,
manchmal schlechte. Heuer sind es gute. Der Handel kann sich freuen,
denn das Weihnachtsgeschäft kommt in die Gänge. Die verhaltene
Stimmung der ersten Einkaufstage hat sich in Optimismus gewandelt,
mittlerweile rechnen Marktforscher mit einem nominellen Umsatzplus
von rund zwei Prozent. Kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen,
denn die Herausforderungen der Handelsunternehmer werden im kommenden
Jahr nicht kleiner. Große Wünsche an die neue Regierung hat der
Handel nicht, unter anderem auch deshalb, weil von ihr auch weiterhin
keine großen Würfe, Visionen oder Maßnahmen zu erwarten sind.
Lediglich eine Bitte: keine neuen Steuern, Schwächung der Kaufkraft
oder ähnlicher Unfug. Dabei gäbe es auf administrativer und
wirtschaftlicher Seite einiges anzupacken, vor allem was Regelungen
und Abgaben betrifft.
Bei der Schwarz-Weiß-Regelung (ein Mitarbeiter, der an einem
Samstagnachmittag arbeitet, muss am nächsten freihaben) ist es zwar
zu einer Erleichterung gekommen (das muss jetzt nur über das Jahr
gerechnet so sein) die Belastungen der Unternehmer sind jedoch nicht
geringer geworden. Der Überstundenzuschlag mit 70 Prozent ab 18:30
Uhr und 100 Prozent ab 20 Uhr ist vor allem für kleinere Unternehmen
finanziell kaum zu verkraften. Viele können die maximale Ladenöffnung
werktags bis 21 Uhr allein deshalb gar nicht mehr wahrnehmen. Eine
Sonntagsöffnung ist dadurch auch im ersten Bezirk für viele eine
Utopie. Ob das gewollt von der Gewerkschaft so ausverhandelt wurde,
sei dahingestellt.
Da in oben erwähnten Belangen auch 2014 nicht viel Bewegung zu
erwarten ist, müssen Unternehmer die Sache selber in die Hand nehmen
und nach Effizienzpotenzialen suchen. Das wichtigste Thema ist Aus-
und Weiterbildung. Die Kunden kommen immer öfter dermaßen gut
informiert ins Geschäft, dass sogar Top-Verkäufer ins Schwitzen
geraten. Online wird immer mehr zum Muss. Zwar sind schon viele
kreative Unternehmer aufgesprungen, doch gibt es noch genug
Aufholbedarf. Wer selber keine Zeit für Strategieerstellung hat, kann
sich Tipps bei Roadshows oder Schulungen bei Interessensvertretern
holen. Wer das befolgt, kann sich den Optimisten in der Branche
anschließen, denn es gibt genug, die sagen: "Wir haben vor der
Zukunft keine Angst."
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