- 16.12.2013, 14:38:36
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LK NÖ: Regierungsprogramm sichert bäuerliche Landwirtschaft und ländlichen Raum
Hermann Schultes zufrieden mit Verhandlungsergebnis - Gratulation an neuen Minister
Utl.: Hermann Schultes zufrieden mit Verhandlungsergebnis -
Gratulation an neuen Minister =
St. Pölten (OTS) - "In den verschiedenen Kapiteln haben die
Verhandler mit guter Unterstützung durch unsere Fachexperten das
Mögliche in den Regierungsverhandlungen festgeschrieben. Das Ergebnis
entspricht weitgehend unseren Anforderungen. Die endlich fix
vereinbarte Kofinanzierung von 50:50 zur nationalen Absicherung der
Agrargelder schafft die wesentliche Voraussetzung für eine
wettbewerbsfähig produzierende und flächendeckend nachhaltige
Landwirtschaft in Österreich. Das schafft zukunftstaugliche
Perspektiven für unsere Bäuerinnen und Bauern und unseren ökosozialen
Weg. Gleichzeitig freue ich mich darüber, dass unsere vehemente
Forderung nach deutlichen Offensivmaßnahmen für Investitionen -
gerade auch für junge Hofübernehmer - umgesetzt wird. Damit gibt es
Angebote, die eine leistungsgerechte Verteilung erwirken", erläutert
Hermann Schultes, Präsident der Landwirtschaftskammer
Niederösterreich.
Die im Regierungsprogramm verankerte Umsetzung des Regionalmodells
bis 2019 wird von der LK NÖ unterstützt, weil die
Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe jedenfalls durch eine schrittweise
Einführung gewahrt bleibt. Außerdem ist im Agrarprogramm der neuen
Regierung die Weiterentwicklung bestehender Versicherungssysteme zu
einer umfassenden Ernteversicherung vorgesehen. "Unsere Bäuerinnen
und Bauern arbeiten in der freien Natur und müssen höchste
Qualitätsstandards erfüllen. Wir haben Direktzahlungen für die
Konkurrenzfähigkeit am Weltmarkt und speziell über das ÖPUL Maßnahmen
zur Abgeltung von Umweltleistungen. Die Möglichkeiten zum Umgang mit
den Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft waren
bislang allerdings unzureichend. Wetterextreme und Missernten
verlangen nach neuen Absicherungsmöglichkeiten. Die LK NÖ begrüßt die
Absicht, eine umfassende Ernteversicherung zu entwickeln, die
steigende Risiken für unsere Landwirte abfedert", so Schultes weiter.
Präsident Schultes gratuliert dem neuen
Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter
"Die EU-Agrarpolitik bis 2020 bringt viele Aufgaben für die
Interessenvertretung und unsere Bauern. Verwaltungstechnische
Komplikationen sind zu beseitigen und gleichzeitig neue Schwerpunkte
auf Qualitätssicherung und Produktentwicklung zu legen. Der Anteil
unserer Landwirte am Wertschöpfungskuchen soll wieder steigen.
Wichtig ist die enge Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Kammern
sowie unseren Verbänden und Genossenschaften. Das wird eine der
Kraftreserven sein, um die Herausforderungen der nächsten Jahre
bewältigen zu können. Es ist sehr begrüßenswert, dass mit Andrä
Rupprechter ein erfahrener EU-Experte das Lebensministerium anführen
wird. Gleichzeitig kennt Rupprechter die besonderen Bedingungen des
Ressorts noch aus seiner Tätigkeit als Sektionschef im Haus. Ich
wünsche unserem neuen Landwirtschafts- und Umweltminister von Herzen
alles Gute für diese großen Aufgaben und freue mich auf die
Zusammenarbeit", gratuliert der LK-Präsident.
Entwicklung ländlicher Räume braucht viele Politikbereiche
"Die landwirtschaftlichen Familienbetriebe sind wichtiger
Wirtschaftsmotor und sozialer Akteur in den ländlichen Regionen.
Unsere Landwirte leisten viel für diese Gebiete und deren gesamten
Bevölkerung, weil es ihr Lebensraum ist. Dafür hat sich Nikolaus
Berlakovich mit seiner ganzen Kraft eingesetzt. Seine Leistungen
verdienen höchste Anerkennung und ein 'Danke' der vielen Menschen,
für die er tätig war. Die LK NÖ setzt sich dafür ein, dass die guten
Wirkungen unserer bäuerlichen Betriebe für die Wirtschaftskraft der
gesamten ländlichen Entwicklung erkannt werden. Das öffnet Chancen,
wie beispielsweise die Energieversorgung aus der Region", bekräftigt
Schultes.
"Die Absicherung der ländlichen Räume hat daher auch zum Ziel, die
sozialen Komponenten in den Regionen auszubauen, das bedeutet die
Sicherung einer bürgernahen Gesundheitsvorsorge, etwa durch Landärzte
und Hausapotheken. Unsere Betriebe leisten über das Angebot sozialer
Dienste - Stichwort Green Care - dazu einen immer größeren Beitrag.
Natürlich sind Infrastrukturmaßnahmen wie der Ausbau des Breitbandes
und des individuellen wie öffentlichen Verkehrsnetzes eine absolute
Notwendigkeit. Die Landwirtschaftskammer sieht sich als Advokat für
alle Anliegen des ländlichen Raumes, auch jene, die über andere
ministerielle Zuständigkeiten zu erfüllen sind", betont der LK
NÖ-Präsident abschließend.
(Schluss)
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