- 14.12.2013, 13:35:39
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Schönborn gegen Politiker-Bashing: "Lasst die Regierung arbeiten"
Wiener Erzbischof in "Kathpress"-Gespräch: Grundfrage der Generationengerechtigkeit wurde zu wenig Beachtung geschenkt
Utl.: Wiener Erzbischof in "Kathpress"-Gespräch: Grundfrage der
Generationengerechtigkeit wurde zu wenig Beachtung geschenkt =
Wien, 14.12.13 (KAP) Kaum ist das neue Regierungsprogramm und -team
präsentiert, hagelt es Kritik an Personal, mangelnder Konkretheit
und eingeräumten Finanzierungsvorbehalten. In dieser Situation mahnt
Kardinal Christoph Schönborn nun zur Besonnenheit: "Lasst die
Regierung arbeiten!" Ein "Politiker-Bashing" sei "genauso müßig wie
das Kirchen-Bashing", so der Wiener Erzbischof im Gespräch mit
"Kathpress". Dies sei zwar "alles sehr beliebt, ist aber kein
Zeichen der Mitverantwortung", die jede Bürgerin und jeder Bürger
als Teil der Gesellschaft trage: "Wir tragen Mitverantwortung. Die
Regierenden brauchen uns".
Bloß auf die Regierung zu schimpfen sei "das Einfachste, aber auch
das Unfruchtbarste". Die Koalitionsparteien verdienten es laut
Schönborn, dass man ihnen "zumindest mit so viel Wohlwollen
begegnet, dass man sie nicht von vornherein zu Versagern erklärt".
Kritisch räumte Schönborn indes ein, dass dem Thema
Generationengerechtigkeit im Regierungsübereinkommen zu wenig Platz
eingeräumt werde. Seit der Regierung Schüssel habe "keine Regierung
wirklich mutig und energisch diese Frage aufgeworfen". Dabei sei es
dringend notwendig, das Thema Generationengerechtigkeit zu
forcieren, "denn wo dieses nicht aufgegriffen wird, wird es noch
heikler".
Aus Anlass der Regierungsbildung und der darauf folgenden
Einschätzungen auch durch kirchliche Experten hat "Kathpress" einen
eigenen Themenschwerpunkt unter www.kathpress.at/regierung
eingerichtet.
O-Töne des "Kathpress"-Interviews können unter
www.kathpress.at/audio abgerufen werden.
(ende) hkl/
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