FSG-Katzian: Kein industrieller Kahlschlag bei ArbeitnehmerInnen - wichtige gewerkschaftliche Forderungen durchgesetzt!

Verteilungsgerechtigkeit bleibt auf der Agenda

Wien (OTS/FSG) - "Wir werden das Regierungsprogramm natürlich einer exakten, ausführlichen Analyse mit dem Augenmerk auf die Anliegen der ArbeitnehmerInnen unterziehen, aber so viel lässt sich schon jetzt sagen: In diesem Programm gibt es eine Reihe von Themen und langjährigen gewerkschaftlichen Forderungen, bei denen wir uns durchgesetzt haben", nennt Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) beispielsweise den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen, das Bonus-Malus-System zur Steigerung der Beschäftigtenquote älterer ArbeitnehmerInnen oder die Einschränkung unfairer Arbeitsvertragsklauseln und mehr Transparenz bei All In-Verträgen. "Durch vereinbarte Maßnahmen zum Urlaub wird die 6. Urlaubswoche wieder vermehrt erreichbar. Erstmals wird im Zusammenhang mit der Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters nicht nur ein Monitoring des Pensionsantrittsalters, sondern auch ein Monitoring der Erwerbsquote der über 55 jährigen gemacht. Damit ist klar gestellt, dass es für einen längeren Verbleib im Erwerbsleben auch die entsprechenden Arbeitsplätze geben muss", erklärt Katzian.

"Viele Ideen wurden in den vergangenen Wochen von Industriellenvereinigung und Co. auch öffentlich diskutiert, es ist gelungen, das meiste davon abzuwenden: So wird es beispielsweise keine großzügigen Steuergeschenke für Unternehmen, keine vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters und auch keine Senkung der Krankenversicherungsbeiträge oder eine automatisierte Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters geben. Auch mit ihren Forderungen nach einer noch weitergehenden Flexibilisierung der Arbeitszeit, nach Verschlechterungen bei der Kurzarbeit sowie bei der Absicherung Arbeitsloser und Kranker haben sich die Vertreter der Wirtschaft nicht durchgesetzt. Insgesamt ist es gelungen, eine Reihe von ArbeitnehmerInnen-feindlichen Grausamkeiten abzuwehren", so Katzian abschließend. "Auch wenn sich die Bundesregierung auf keinen Zeitpunkt für eine Steuerreform festlegen will: Für uns GewerkschafterInnen bleibt das Thema Verteilungsgerechtigkeit auf der Agenda - ArbeitnehmerInnen müssen entlastet, große Vermögen belastet werden, je früher desto besser!"

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