"Thema" am 16. Dezember: Nach der Mure - Happy End in Hüttau

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 16. Dezember 2013, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Nach der Mure - Happy End in Hüttau

Ein Ereignis wird die Erinnerung vieler Menschen an das Jahr 2013 prägen: die Hochwasserkatastrophe von Anfang Juni. Einer der Orte, die es am schlimmsten getroffen hat, ist Hüttau im Pongau. Eine Mure hat eine Schneise der Zerstörung vom Berg bis in die Ortsmitte geschlagen. "Wenn in aller Früh der Schneepflug fährt und es rumpelt draußen, dann reißt's mich im Bett", sagt Josef Hippolt. Vor einem halben Jahr hat er die Mure direkt auf sich und sein Haus zukommen sehen. Heute erstrahlt das kleine Haus im neuen Glanz, und auch andere betroffene Familien haben ihre Wohnungen und Häuser wieder bezogen. Die Hilfe ist angekommen, erzählen sie, und die Verantwortlichen haben aus der Katastrophe gelernt: Die Wildbach- und Lawinenverbauung hat die schnellste Maßnahme in der Geschichte Österreichs getroffen und schon drei Wochen nach dem Murenabgang mit dem Bau zweier riesiger Murenbrecher begonnen. Markus Stachl war damals und heute in Hüttau.

Armut im zweitreichsten Land Europas

"Im Sommer setzen wir uns auf die Parkbank, im Winter können wir nicht einmal das machen" - so beschreibt Alfred Beroun, 48, die Freizeitaktivitäten seiner Familie. Sabrina, seine siebenjährige Tochter, hat noch nie einen Urlaub erlebt. Sie isst kaum jemals Obst, weil das teuer ist, und schläft mit der Mama im Bett, während der Papa auf der Couch liegt. Denn in der kleinen Wohnung ist kein Platz für ein zusätzliches Bett. Und sogar diese kleine Wohnung könnte die Familie demnächst verlieren. Denn Alfred Beroun kann die Miete nicht mehr bezahlen. So sieht Armut aus - mitten unter uns. Erst diese Woche wurde bekannt: Gemessen am Pro-Kopf-Einkommen ist Österreich nach Luxemburg das zweitreichste Land in der Europäischen Union. Alfred Beroun ist nicht arbeitslos, doch von seinem Einkommen kann er seine Familie nicht erhalten. "Kinder in Armut sind besonders gefährdet", weiß Erich Fenninger von der Volkshilfe Österreich. "Sie sind häufiger krank, ihre Entwicklung öfter verzögert, die schulischen Leistungen meist schlechter". Rike Fochler hat Familie Beroun besucht und das nach außen hin so unscheinbare Elend kennengelernt.

50 Jahre Herzchirurgie - Rettung zu Weihnachten

Elisabeth Lecker verdankt es einer Maschine, dass sie heute noch am Leben ist. Am 23. Dezember 1962 wurde sie als zehnjähriges Mädchen am offenen Herzen operiert. Elisabeth hatte einen angeborenen Herzfehler. Ihre Lebenserwartung lag bei höchstens 18 Jahren. Möglich wurde ihre Operation, weil das Wiener AKH zum ersten Mal eine Herz-Lungen-Maschine eingesetzt hat. Die damals neue Technologie, die für die Zeit der Operation die Funktionen des Herzens und der Lunge übernimmt, machte die moderne Herzchirurgie überhaupt erst möglich. 50 Jahre später trifft Elisabeth Lecker voll Dankbarkeit jenen Arzt, der damals das technische Wunderwerk betreut hat. Eva Kordesch war dabei.

"Thema" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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