- 13.12.2013, 12:32:18
- /
- OTS0154 OTW0154
H.P. Martin zu "Welt"- und "netzpolitik.org"-Bericht: Mundgeruch wird zu EU-Angelegenheit
EU-Finanzierung für Mundgeruch-Datenbank / EU wird zur Datenkrake / Bürger spüren Atem des EU-Regulierungswahns im Nacken
Utl.: EU-Finanzierung für Mundgeruch-Datenbank / EU wird zur
Datenkrake / Bürger spüren Atem des EU-Regulierungswahns im
Nacken =
Straßburg (OTS) - Im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020
sollen ab 2014 über sechs Jahre insgesamt 70 Milliarden Euro für die
Forschung in der EU ausgegeben werden. Einen beträchtlichen Teil
davon macht die Sicherheitsforschung aus, für welche die
EU-Kommission allein im Jahr 2014 über 190 Millionen Euro ausgeben
will.
Wie sowohl die deutsche Tageszeitung "Die Welt" als auch das
Internetportal "netzpolitik.org" berichten, soll dabei unter anderem
eine Datenbank für Mundgerüche erstellt werden, wie im Unterbereich
"Forensik" der 106-seitigen Ausschreibungsunterlagen der
EU-Kommission zu lesen ist: "Other types of pan-EU databases - like
for instance soils, ballistic data, breath analysis, DNA,
fingerprints" (Seite 49). Die Mundgeruchsdaten sollen an Tatorten
gesammelt und zur Erstellung von Profilen genutzt werden (Seite 49).
Laut Graham Willmott, Leiter der Abteilung für Sicherheitsforschung
bei der EU-Kommission, könnte die Datenbank für Atemrückstände dazu
beitragen, "die Identifikation von Verbrechen, ihren Ursachen, von
Opfern und Angreifern zu verbessern". Auch bei der Rettung
verschütteter Personen könnten die Geruchsanalysen nützlich sein.
Die EU greift somit bei der Erfassung biometrischer Daten zum Zwecke
der Strafverfolgung und Verbrechensaufklärung immer weiter in die
Privatsphäre der Bürger ein und will zukünftig auch Geruchsproben
nutzen.
Das fraktionslose Mitglied des Europäischen Parlaments H.P. Martin
dazu: "Das ist nicht nur ein weiteres beängstigendesBeispiel für die
EU-Regulierungswut, sondern auch für das krakenhafteSammeln von immer
mehr Informationen über die Bürger. Statt sich umdie großen,
grenzüberschreitenden Themen wie dieJugendarbeitslosigkeit oder die
Regulierung der Großbanken zukümmern, mischt sich die EU immer weiter
in kostspieligeKleinigkeiten ein."
Die EU-Unterlagen sind zur Gänze auf der Internetseite www.
hpmartin.net einsehbar.
Hinweis: Die zum Ausdruck gebrachten Meinungen liegen in der
alleinigen Verantwortung der jeweiligen Verfasser und geben nicht
unbedingt den offiziellen Standpunkt des Europäischen Parlaments
wieder.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HPM






