H.P. Martin zu "Welt"- und "netzpolitik.org"-Bericht: Mundgeruch wird zu EU-Angelegenheit

EU-Finanzierung für Mundgeruch-Datenbank / EU wird zur Datenkrake / Bürger spüren Atem des EU-Regulierungswahns im Nacken

Straßburg (OTS) - Im Rahmen des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020 sollen ab 2014 über sechs Jahre insgesamt 70 Milliarden Euro für die Forschung in der EU ausgegeben werden. Einen beträchtlichen Teil davon macht die Sicherheitsforschung aus, für welche die EU-Kommission allein im Jahr 2014 über 190 Millionen Euro ausgeben will.

Wie sowohl die deutsche Tageszeitung "Die Welt" als auch das Internetportal "netzpolitik.org" berichten, soll dabei unter anderem eine Datenbank für Mundgerüche erstellt werden, wie im Unterbereich "Forensik" der 106-seitigen Ausschreibungsunterlagen der EU-Kommission zu lesen ist: "Other types of pan-EU databases - like for instance soils, ballistic data, breath analysis, DNA, fingerprints" (Seite 49). Die Mundgeruchsdaten sollen an Tatorten gesammelt und zur Erstellung von Profilen genutzt werden (Seite 49).

Laut Graham Willmott, Leiter der Abteilung für Sicherheitsforschung bei der EU-Kommission, könnte die Datenbank für Atemrückstände dazu beitragen, "die Identifikation von Verbrechen, ihren Ursachen, von Opfern und Angreifern zu verbessern". Auch bei der Rettung verschütteter Personen könnten die Geruchsanalysen nützlich sein.

Die EU greift somit bei der Erfassung biometrischer Daten zum Zwecke der Strafverfolgung und Verbrechensaufklärung immer weiter in die Privatsphäre der Bürger ein und will zukünftig auch Geruchsproben nutzen.

Das fraktionslose Mitglied des Europäischen Parlaments H.P. Martin dazu: "Das ist nicht nur ein weiteres beängstigendesBeispiel für die EU-Regulierungswut, sondern auch für das krakenhafteSammeln von immer mehr Informationen über die Bürger. Statt sich umdie großen, grenzüberschreitenden Themen wie dieJugendarbeitslosigkeit oder die Regulierung der Großbanken zukümmern, mischt sich die EU immer weiter in kostspieligeKleinigkeiten ein."

Die EU-Unterlagen sind zur Gänze auf der Internetseite www. hpmartin.net einsehbar.

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