- 13.12.2013, 11:30:35
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Afrika setzt auf saubere Energie
Wien (OTS) - Afrika ist reich an erneuerbaren Energiequellen wie
Sonne oder Wind. Mit Unterstützung der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit, der UNIDO und weiteren internationalen
Partnern wird der erneuerbare Energiesektor jetzt kräftig ausgebaut.
"Eine gute Energieversorgung trägt wesentlich zur Armutsminderung
bei. Wir freuen uns, heute gemeinsam mit der UNIDO den Aus- und
Aufbau von drei Energiezentren in Afrika vertraglich festzulegen. Bis
2016 wird damit das Potenzial zur Nutzung sauberer Energie von 34
afrikanischen Staaten gefördert und der Zugang zu leistbaren und
verlässlichen Energiedienstleistungen für mehr als 300 Millionen
Menschen möglich", so Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian
Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit.
Energiezentren für erneuerbare Energien und Energieeffizienz
sorgen in Entwicklungsländern dafür, eigene Kapazitäten aufzubauen:
Lokale ExpertInnen werden ausgebildet, Demonstrationsprojekte
umgesetzt und neues Bewusstsein für nachhaltige Energieversorgung
geschaffen. Österreich und die UNIDO helfen dabei, natürliche
Ressourcen wie Sonne, Wasser oder Wind in Entwicklungs- und
Schwellenländern ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig zu
nutzen. Versorgungsengpässen und dem Preiskampf um fossile
Brennstoffe wird entgegengewirkt. Missmanagement und veraltete
Technologien sollen der Vergangenheit angehören.
Vorbild Westafrika
Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS treibt die
Politik für nachhaltige Energie bereits seit Jahren kräftig voran.
"2010 wurde auf Kap Verde das erste Regionalzentrum für erneuerbare
Energien und Energieeffizienz - kurz ECREEE - eröffnet. Die
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit förderte mit 1,8 Millionen
Euro als erster Geber das von der UNIDO durchgeführte Projekt und
entsandte einen Energieexperten für den Aufbau des Kompetenzzentrums.
Mit einer weiteren Finanzierungszusage in Höhe von zwei Millionen
Euro bis 2016 sichert Österreich die Zukunft von ECREEE", sagt
Alexander Karner, Energieexperte der ADA. Mittlerweile wird das
ECREEE auch von Spanien und Deutschland unterstützt. Damit trägt
Österreich maßgeblich dazu bei, die energiepolitischen Ziele der
ECOWAS für erneuerbare Energie zu erreichen. Beispielsweise sollen
bis 2020 alle auf dem Land lebenden WestafrikanerInnen einen
sicheren, gesundheitlich unbedenklichen und leistbaren Zugang zu
Energie zum Kochen erhalten. Das Regionalzentrum ECREEE schafft dafür
politische Rahmenbedingungen und organisiert Trainings und
Ausbildungen für AkteurInnen im Energiebereich. Zudem wurden bereits
über 30 Kleinprojekte gefördert: In Burkina Faso etwa werden
Photovoltaik-Pumpen für Trinkwasseranlagen eingesetzt und
Biogas-Kochmöglichkeiten in Schulen eingerichtet.
Ost und Südafrika stellen Weichen für erneuerbarer Energie
Analog zum westafrikanischen Kompetenzzentrum werden nun in
Ostafrika und im südlichen Afrika weitere regionale Energiezentren
errichtet. Die fünf ostafrikanischen Länder Kenia, Uganda, Tansania,
Ruanda und Burundi profitieren von der Gründung des Kompetenzzentrums
EACREEE (East African Centre for Renewable Energy and Energy
Efficiency). Österreich steuert bis 2016 eine Million Euro bei, die
UNIDO 600.000 Euro und die Länder selbst 1,8 Millionen Euro. In den
Folgejahren soll das Unterstützungsvolumen durch weitere Geber und
Partner auf elf Millionen Euro anwachsen. Im südlichen Afrika ziehen
15 Staaten, die sogenannten SADC-Länder (Southern African Development
Community), an einem Strang. Der Aufbau des länderübergreifenden
Energiezentrums SACREEE wurde mit Unterstützung aus Österreich und
unter Federführung der UNIDO vereinbart. Bis 2016 stellt die
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit 1,8 Millionen Euro zur
Verfügung.
Auch Karibik will saubere Energie nutzen
In Anlehnung an die Erfolge in Afrika wird die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit der UNIDO in den kommenden
Jahren in der Karibik das Energiezentrum "Caribbean Centre for
Renewable Energy and Energy Efficiency" (CCREEE) aufbauen.
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder
in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Ost- und Südosteuropa bei
ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen
Entwicklung. Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und
Programme, die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der
Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, setzt diese gemeinsam
mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und
Unternehmen um.
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