Wlodkowski: Bauerneinkommen 2013 sinkt erneut - um minus 8,8%

Neue Bundesregierung vor großer Aufgabe, Einkommen wieder zu stabilisieren

Wien (OTS) - "Das österreichische Bauerneinkommen wird heuer um 8,8% sinken. Das ist abermals ein schwerer Schlag für die Landwirtschaft, deren Einkommen bereits im Vorjahr um 7,1% zurückgegangen ist. Gründe für das neuerliche Minus sind niedrige Produktpreise sowie schlechte Ernten bei gleichbleibenden bis steigenden Kosten. Die neue Bundesregierung steht daher vor der großen Aufgabe, alles zu unternehmen, um die bäuerlichen Einkommen wieder zu stabilisieren. Dazu ist nicht nur die 50:50-Kofinanzierung der Ländlichen Entwicklung notwendig, die nun im Regierungsübereinkommen steht, auch die finanziellen und legistischen Rahmenbedingungen müssen ein positives Wirtschaften der Betriebe möglich machen", stellt Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, zu den heute von der Statistik Austria veröffentlichten vorläufigen Einkommenszahlen 2013 fest.

Politik zur Unterstützung aufgerufen

"In dieser schwierigen Situation mit einem abermals deutlichen Minus ist die Politik, und hier vor allem die neue Bundesregierung, zur tatkräftigen Unterstützung der Landwirtschaft aufgerufen. Wir wollen keine Geschenke, doch sollen die bäuerlichen Betriebe bei ihrer unternehmerischen Tätigkeit optimal begleitet werden. Dazu gehören sichere Finanzmittel ebenso wie ein rechtlicher Rahmen, der der produzierenden Landwirtschaft gesicherte Bedingungen garantiert", so Wlodkowski.

Tierhaltung bremste Minus

"Das extreme Wetter des Jahres 2013 mit dem Jahrhunderthochwasser im Frühsommer und der anschließenden Dürre im Juli war Ursache für die schlechten Ernten bei Getreide, Mais etc. Speziell bei Mais wird sogar mit einem Ernteverlust von über 25% gerechnet. Da jedoch weltweit eine deutlich positive Ernte bei Getreide eingefahren worden ist, blieben die Preise auch in Österreich auf tiefem Niveau. Die Ausgaben für die gesamten Vorleistungen hingegen blieben in Summe in etwa gleich hoch wie im Vorjahr. Einzig und allein die besseren Preise in der Tierhaltung konnten einen noch drastischeren Einkommensrückgang leicht abfedern", erläuterte der LK-Präsident.

Weniger Obst geerntet - Milchpreis gestiegen

Im Gemüseanbau stieg der Produktionswert leicht an. Hier wurden die durch Hitzeschäden bedingten schlechten Ernten durch Preissteigerungen ausgeglichen. Auch auf den Obstbau wirkte sich die extreme Hitze und Trockenheit aus; bei Kernobst fielen die Früchte verstärkt vorzeitig vom Baum oder wurden nur unterdurchschnittlich groß. Deutliche Ertragseinbußen wurden vor allem in der Steiermark und in Kärnten bei Stein- und Beerenobst verzeichnet.

Positiv entwickelte sich hingegen der tierische Sektor. So stieg der Milchpreis um erfreuliche 10%, doch bleibt die Produktionsmenge hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurück. Auch der Eiermarkt entwickelte sich im Jahr 2013 sowohl mengen- als auch wertmäßig positiv.
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