• 13.12.2013, 11:12:35
  • /
  • OTS0097 OTW0097

Wlodkowski: Bauerneinkommen 2013 sinkt erneut - um minus 8,8%

Neue Bundesregierung vor großer Aufgabe, Einkommen wieder zu stabilisieren

Utl.: Neue Bundesregierung vor großer Aufgabe, Einkommen wieder zu
stabilisieren =

Wien (OTS) - "Das österreichische Bauerneinkommen wird heuer um 8,8%
sinken. Das ist abermals ein schwerer Schlag für die Landwirtschaft,
deren Einkommen bereits im Vorjahr um 7,1% zurückgegangen ist. Gründe
für das neuerliche Minus sind niedrige Produktpreise sowie schlechte
Ernten bei gleichbleibenden bis steigenden Kosten. Die neue
Bundesregierung steht daher vor der großen Aufgabe, alles zu
unternehmen, um die bäuerlichen Einkommen wieder zu stabilisieren.
Dazu ist nicht nur die 50:50-Kofinanzierung der Ländlichen
Entwicklung notwendig, die nun im Regierungsübereinkommen steht, auch
die finanziellen und legistischen Rahmenbedingungen müssen ein
positives Wirtschaften der Betriebe möglich machen", stellt Gerhard
Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, zu den
heute von der Statistik Austria veröffentlichten vorläufigen
Einkommenszahlen 2013 fest.

Politik zur Unterstützung aufgerufen

"In dieser schwierigen Situation mit einem abermals deutlichen
Minus ist die Politik, und hier vor allem die neue Bundesregierung,
zur tatkräftigen Unterstützung der Landwirtschaft aufgerufen. Wir
wollen keine Geschenke, doch sollen die bäuerlichen Betriebe bei
ihrer unternehmerischen Tätigkeit optimal begleitet werden. Dazu
gehören sichere Finanzmittel ebenso wie ein rechtlicher Rahmen, der
der produzierenden Landwirtschaft gesicherte Bedingungen garantiert",
so Wlodkowski.

Tierhaltung bremste Minus

"Das extreme Wetter des Jahres 2013 mit dem Jahrhunderthochwasser
im Frühsommer und der anschließenden Dürre im Juli war Ursache für
die schlechten Ernten bei Getreide, Mais etc. Speziell bei Mais wird
sogar mit einem Ernteverlust von über 25% gerechnet. Da jedoch
weltweit eine deutlich positive Ernte bei Getreide eingefahren worden
ist, blieben die Preise auch in Österreich auf tiefem Niveau. Die
Ausgaben für die gesamten Vorleistungen hingegen blieben in Summe in
etwa gleich hoch wie im Vorjahr. Einzig und allein die besseren
Preise in der Tierhaltung konnten einen noch drastischeren
Einkommensrückgang leicht abfedern", erläuterte der LK-Präsident.

Weniger Obst geerntet - Milchpreis gestiegen

Im Gemüseanbau stieg der Produktionswert leicht an. Hier wurden
die durch Hitzeschäden bedingten schlechten Ernten durch
Preissteigerungen ausgeglichen. Auch auf den Obstbau wirkte sich die
extreme Hitze und Trockenheit aus; bei Kernobst fielen die Früchte
verstärkt vorzeitig vom Baum oder wurden nur unterdurchschnittlich
groß. Deutliche Ertragseinbußen wurden vor allem in der Steiermark
und in Kärnten bei Stein- und Beerenobst verzeichnet.

Positiv entwickelte sich hingegen der tierische Sektor. So stieg
der Milchpreis um erfreuliche 10%, doch bleibt die Produktionsmenge
hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurück. Auch der Eiermarkt
entwickelte sich im Jahr 2013 sowohl mengen- als auch wertmäßig
positiv.
(Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel