AK: Eine zweite Chance gibt's auch für das Christkind!

Vorsicht, Tücken bei Umtausch, Gutscheinen und Online-Käufen

Wien (OTS) - Gutscheine oder doch eine Jacke als Weihnachtsgeschenk? Bei Gutscheinen & Co gibt's Einiges zu beachten: Gutscheine gelten nicht ewig. Kurze Befristungen sind verboten. Geschenke können nicht einfach so umgetauscht werden. Auf der sicheren Seite sind KonsumentInnen, wenn sie einen Umtausch auf der Rechnung vereinbaren. Beim Online-Shoppen vor allem auf versteckte Nebenkosten achten.

"Wer unangenehme Überraschungen mit den Geschenken am Heiligen Abend vermeiden will, sollte vorgesorgt haben", rät AK Konsumentenschützerin Jutta Repl. "Der Umtausch ist freiwillig. Es gibt kein gesetzliches Umtauschrecht", sagt Repl. "Weihnachtseinkäufer sollen den Umtausch daher am besten schon auf der Rechnung vermerken lassen." Händler räumen oft auch einen Umtausch von sich aus ein, was dann schon vorgedruckt auf der Rechnung steht. Wer etwas umtauscht, kann sich zumeist eine andere Ware aussuchen. Geld gibt es nicht zurück. Falls man nichts findet, erhält man einen Gutschein.

Gutscheine sind 30 Jahre lang gültig. Aber: "Viele Unternehmen befristen die Geltungsdauer der Gutscheine", weiß Repl. "Befristungen von zwei Jahren oder weniger sind unzulässig." Wer nach Ablauf einer unzulässigen Befristung den Gutschein nicht mehr akzeptiert, muss KonsumentInnen jedenfalls den Kaufpreis des Gutscheins zahlen. Derzeit boomen Gutschein-Plattformen im Internet. "Prüfen Sie vor Erwerb eines Gutscheines über eine Plattform, wer überhaupt der Aussteller ist. Denn die Plattformen treten oft nur als Vermittler auf", so Repl. "Hält der Gutschein nicht, was er verspricht, kann es für Konsumenten mühevoll werden, zu ihrem Recht zu kommen."

Bei kaputten Produkten gibt es einen gesetzlichen Gewährleistungsanspruch. Bewegliche Waren (etwa Möbel oder TV) muss der Händler bis zu zwei Jahre nach dem Kauf kostenlos reparieren oder umtauschen, letztlich den Preis dafür mindern oder das Geld zurückgeben. "Das Recht steht dem Konsumenten zu. Das kann er vom Händler verlangen", betont Repl. Sicher ist sicher. Daher Rechnung immer aufheben!

Das Christkind geht online: Wer sich den Einkaufsstress in den Geschäften ersparen möchte, kann seine Geschenke vom Sofa aus shoppen. KonsumentInnen sollen beim Kauf per Mausklick auf genaue Adress-Angaben achten, speziell bei unbekannten Händlern sowie auf das Kleingedruckte. Auch bei Online-Käufen gilt: Preise vergleichen und möglicherweise versteckte Nebenkosten wie Versandspesen beachten. Bei Onlinekäufen gibt es ein Rücktrittsrecht bis zu sieben Werktage (Samstag nicht mitgezählt) ab Erhalt der Ware. Aber nicht in jedem Fall: Etwa bei entsiegelten CDs und DVDs oder Tickets gibt es kein Rücktrittsrecht. Werden KonsumentInnen über das Rücktrittsrecht nicht ordentlich informiert, verlängert sich die Frist auf bis zu drei Monate.

SERVICE: Mehr zu Gutschein & Co sowie Musterbriefe, etwa für den Rücktritt nach einem Onlinekauf, unter wien.arbeiterkammer.at.

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