- 12.12.2013, 09:49:02
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ÖAMTC: Ungesicherte Ladung als tödliche Gefahr auf der Fahrt in den Winterurlaub (+ Foto)
Gegenstände können Personen mit bis zu 50facher Gewichtskraft an Wucht treffen
Utl.: Gegenstände können Personen mit bis zu 50facher Gewichtskraft
an Wucht treffen =
Wien (OTS) - Es passieren leider nach wie vor sehr viele Unfälle, bei
denen Fahrzeuginsassen durch unzureichend gesicherte Ladung schwer
verletzt werden. Ein ÖAMTC-Crashtest im Sommer hat bereits gezeigt,
welche Gefahren drohen, wenn Klappstühle, Kühlbox und Co nicht
richtig im Fahrzeug gesichert sind. Einen ähnlichen Test hat der Club
auch mit Ausrüstungsgegenständen für den Winterurlaub durchgeführt.
"Dafür wurde ein Mittelklassefahrzeug mit Gepäck, mehreren Paar
Skiern, Skischuhen und -helmen beladen. Simuliert wurde ein
Frontalaufprall mit 50 km/h, einmal mit gut gesicherter, einmal mit
schlecht gesicherter Ladung", erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.
"Von den möglichen 475 kg Zuladung des Pkw wurden nur 84 kg genutzt."
Beim Crashversuch mit schlecht gesicherter, vollkommen lose
verstauter Ladung wurde der Innenraum des Fahrzeuges durch
umherfliegende Gegenstände völlig demoliert. "Ein nicht gesicherter
Gegenstand kann bei einem Unfall mit 50 km/h das 30- bis 50fache
seiner Gewichtskraft an Wucht entwickeln", rechnet der ÖAMTC-Experte
vor. "Die Fahrzeuginsassen müssen dadurch, wenn sie getroffen werden,
mit schwersten Verletzungen an Kopf, Brust und Wirbelsäule rechnen."
Ist man schneller als mit 50 km/h unterwegs, potenziert sich diese
Gefahr noch. Doppelte Geschwindigkeit bedeutet beispielsweise
vierfache Aufprallenergie.
Keine Verletzung der Insassen bei korrekter Ladungssicherung
Beim zweiten Crashversuch wurde die Ladung korrekt gesichert. Die
Rückbank wurde zu einem Drittel umgeklappt, um die Skier zu
transportieren, die vorn und hinten über die Zurrösen durch Gurte
gesichert wurden. Die Koffer wurden ebenfalls mit Zurrgurten
befestigt, die Skischuhe in den Fußräumen hinter Fahrer und Beifahrer
verstaut. "Trotz dieser Maßnahmen war das Ergebnis nicht vollkommen
überzeugend. Es wurde zwar niemand von der Ladung verletzt, die
Grenzen des Möglichen wurden jedoch erreicht", so der
ÖAMTC-Techniker. Beispielsweise drückt ein 20 kg schwerer Koffer, der
direkt an der Rückbank anliegt, beim Aufprall mit einem Gewicht von
ca. einer halben Tonne gegen die Lehne. Diese ist damit an der
Belastungsgrenze angekommen.
Informationen zu allen ÖAMTC-Tests findet man unter
www.oeamtc.at/tests .
Aviso an die Redaktionen: Bildmaterial zu dieser Aussendung ist
unter www.oeamtc.at/presse abrufbar.
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