• 11.12.2013, 01:00:40
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Eines von drei Kindern existiert offiziell nicht

An seinem 67. Geburtstag veröffentlicht UNICEF einen Report zur Geburtenregistrierung

Utl.: An seinem 67. Geburtstag veröffentlicht UNICEF einen Report
zur Geburtenregistrierung =

Wien (OTS) - An seinem heutigen 67. Geburtstag veröffentlichte
UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, einen neuen
Report: 230 Millionen Kinder unter 5 Jahren wurden nie registriert -
etwa ein Drittel aller Kinder dieser Altersklasse weltweit. Offiziell
existieren diese Kinder nicht.

Geburtenregistrierung ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um
sicherzustellen, dass Kinder nicht vergessen werden. Dass ihnen ihre
Rechte nicht vorenthalten werden. Dass sie nicht von nationalen
Fortschritten ausgeschlossen sind.

Weltweit wurden 2012 nur 60 Prozent aller Neugeborenen
registriert. Die zehn Länder mit den niedrigsten Raten hinsichtlich
Geburtenregistrierung sind Somalia (3%) Liberia (4%), Äthiopien (7%),
Sambia (14%), Tschad (16%), Tansania (16%), Jemen (17%),
Guinea-Bissau (24%), Pakistan (27%) und die Demokratische Republik
Kongo (28%).

Zusätzlich besitzen viele Kinder, die registriert sind, keine
offiziellen Geburtsurkunden - wichtige Beweise dafür, dass die
Registrierungen stattgefunden haben. Weltweit hat nur eines von
sieben registrierten Kindern auch eine Geburtsurkunde.

"Jedes Kind hat das Recht, bei seiner Geburt offiziell registriert
zu werden. Aber Geburtenregistrierung ist mehr als ein Recht.
Geburtenregistrierung ist die Basis für die Anerkennung von Identität
und Existenz eines Kindes," sagt Gudrun Berger, Geschäftsführerin von
UNICEF Österreich.

Ohne Geburtsurkunde können Kinder von wichtigen Basisdiensten wie
medizinische Versorgung oder Schulbesuch ausgeschlossen werden. Wenn
Kinder durch Krisen und Katastrophen von ihren Eltern getrennt
werden, ist die Familienzusammenführung ohne offizielle Dokumente
schwierig.

Geburtsurkunden sind auch wichtig um Gesetzgebung hinsichtlich
Mindestalter durchzusetzen, z.B. bzgl. Heirat, Arbeit oder
Rekrutierung zu bewaffneten Truppen. Kinder ohne Geburtsurkunden sind
auch langfristig benachteiligt. Ohne offizielle Dokumente ist es oft
unmöglich, eine Job zu bekommen, ein Konto zu eröffnen sowie
Sozialleistungen zu erlangen.

Nicht registrierte Geburten sind für UNICEF ein Symptom für
Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Kinder ohne Geburtsurkunden sind
häufig Kinder aus religiösen oder ethnischen Minderheiten, Kinder,
die in abgelegene Regionen leben, Kinder aus armen Familien sowie
Kinder mit Müttern ohne Schulbildung.

UNICEF setzt innovative Methoden ein, um Geburtenregistrierung zu
unterstützen, wie z.B. RapidSMS oder Mobile Vital Records Systems
(Mobile VRS). UNICEF bekämpft auch die Wurzeln des Problems und setzt
sich für gebührenfreie Registrierung und Informationskampagnen ein.

Report "Every Child's Birth Right: Inequities and trends in birth
registration" zum Download auf www.unicef.at

Honorarfreies Foto- und Filmmaterial:
http://weshare.unicef.org/MediaResources

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