- 10.12.2013, 14:54:10
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Karlheinz Töchterle: Enge tschechisch-österreichische Beziehungen im Wissenschafts- und Forschungsbereich
Wissenschafts- und Forschungsminister empfing tschechischen Amtskollegen zu Arbeitsgespräch

Utl.: Wissenschafts- und Forschungsminister empfing tschechischen
Amtskollegen zu Arbeitsgespräch =
Wien (OTS) - An die zuletzt intensivierte Zusammenarbeit Österreichs
mit der Tschechischen Republik im Hochschul- und Forschungsbereich -
Minister Töchterle war zwei Mal in der tschechischen Hauptstadt zu
Gast, der erste "Science Day" beider Länder fand vergangenen Juni in
Prag statt - knüpfte das heutige Arbeitsgespräch von Wissenschafts-
und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle mit seinem
tschechischen Amtskollegen an. Dr. Dalibor Stys war heute Nachmittag
im Ministerium zu Gast, um weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit
auszuloten. Weiters absolviert der tschechische Minister für
Schulwesen, Jugend und Sport derzeit ein umfassendes Besuchsprogramm,
um sich an Hochschulen selbst ein Bild der österreichischen
Wissenschafts- und Forschungslandschaft zu machen. "Die engen
Beziehungen kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beider
Länder zugute, können sie ihre Expertise doch in gemeinsamen
Projekten bündeln. Auch Studierende und Lehrende profitieren vom
regen Austausch", so Töchterle.
Themen des Arbeitsgesprächs der beiden Minister waren u.a. die
nochmalige Bekräftigung beider Seiten betreffend der im Jahre 2014
anstehenden Verlängerung der "Aktion Tschechische Republik -
Österreich", die bereits 20 Jahre sehr erfolgreich läuft, sowie die
stärkere Vernetzung der Hochschulen untereinander, die sich in
Österreich im Hochschulplan und der 2012 neu gegründeten
Hochschulkonferenz widerspiegelt. In Tschechien ist ein ähnlicher
Strategieprozess am Laufen (KREDO). Ein gemeinsames Anliegen ist die
Forschung im Bereich "Erneuerbare Energiequellen". Um bilaterale
Kooperationen optimal zu nutzen, wurde im Rahmen des ersten "Science
Day" beider Länder eine Anschubfinanzierung gewährt. Konkret stellen
Österreich und Tschechien 40.000 Euro zur Stimulierung der
grenzüberschreitenden Forschungszusammenarbeit zur Verfügung, im
Rahmen einer Ausschreibung wurden fünf Projekte von einer bilateralen
Auswahlkommission genehmigt. Damit werden vor allem Mobilitätskosten
gemeinsamer Forschungsvorhaben zum Thema "Erneuerbare Energiequellen"
finanziert. Neue Partnerschaften sollen auch für das im Jänner
startende EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" initiiert
werden. Die Abwicklung erfolgt auf österreichischer Seite durch den
Österreichischen Austauschdienst (OeAD-GmbH).
Im Wintersemester 2012/2013 studierten rund 770 Tschechinnen und
Tschechen an österreichischen Universitäten, Fachhochschulen und
Privatuniversitäten, der Großteil von ihnen an der Universität Wien,
der Wirtschaftsuniversität Wien und der Technischen Universität Wien.
Derzeit sind 26 interuniversitäre Kooperationsabkommen zwischen
tschechischen und österreichischen Hochschulen gemeldet, etwa das
grenzüberschreitende österreichisch-tschechische Forschungszentrum
von der JKU Linz und der Universität Budweis. Kooperationen gibt es
auch mit acht österreichischen Fachhochschulen, ebenso haben sich der
Wissenschaftsfonds FWF und die Österreichische Akademie der
Wissenschaften (ÖAW) mit tschechischen Partnereinrichtungen vernetzt.
Die beiden Länder arbeiten auch im Rahmen der EU-Programme TEMPUS und
ERASMUS MUNDUS zusammen. Im Studienjahr 2012/2013 waren insgesamt elf
Österreich-Lektor/innen in der Tschechischen Republik im Einsatz.
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