• 09.12.2013, 15:19:44
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  • OTS0186 OTW0186

VOR bedauert WESTbahn-Entscheidung, den Verbundraum zu verlassen

Zusätzliche Aufschläge auf Verbundkarten mit Austritt aus Tarifverbund gleichzusetzen

Utl.: Zusätzliche Aufschläge auf Verbundkarten mit Austritt aus
Tarifverbund gleichzusetzen =

Wien (OTS) -
- VOR lehnt Entscheidung des WESTbahn-Management ab, weitere
Aufschläge auf Verbundkarten einzuheben
- Einheitliche Tarife sind logische Grundvoraussetzung für
Tarifverbund
- Wiedereintritt der WESTbahn bei Akzeptanz der Regeln möglich

Die heute vom WESTbahn-Management angekündigte Ausweitung der
"Peak-Hour-Aufschläge" für Verbundkarten lassen zweifelsfrei
erkennen, dass kein Interesse besteht, weiterhin am gemeinsamen,
partnerschaftlichen Verkehrsverbund teilzunehmen und entsprechende
Vereinbarungen zu akzeptieren. Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR)
nimmt daher mit Bedauern den Entschluss der WESTbahn GmbH zur
Kenntnis, den gemeinsamen Verbundraum zu verlassen.
Laut WESTbahn sollen ab 13. Dezember 2013 auch Schüler und Lehrlinge,
die ein Top-Jugendticket für den VOR besitzen, für die Benutzung von
WESTbahn Zügen zu bestimmten Zeiten Aufschläge zahlen. Nach
Einführung eines "Peak-Hour-Zuschlages" per 9. September 2013 für
Pendler soll nun mit der Ausweitung auf Schüler bzw. Lehrlinge sowie
aufs Wochenende ein zweites Mal eines der Grundprinzipien des
Verkehrsverbundes verletzt werden.

Intensive Gespräche zwischen VOR und dem WESTbahn-Management
konnten das Unternehmen weder dazu bringen, den Peak-Zuschlag vom 9.
September zurückzunehmen, noch auf den heute angekündigten Schritt zu
verzichten. Dies bedeutet auch ein Aussetzen der Verhandlungen zu
einer Vollmitgliedschaft im VOR, da die WESTbahn die gemeinsame Basis
verlässt. Eine Benutzung von Verbundkarten in den Zügen der WESTbahn
ist daher ab 13. Dezember nicht mehr möglich. VOR- bzw.
VVNB-Karteninhaber, wie auch Nutzer des Jugend- und
Top-Jugendtickets, können aber weiterhin auch auf der Strecke
Amstetten bis Wien mit den Zügen der ÖBB fahren.

Bereits mit erstmaligen Einführen eines "Peak-Hour-Aufschlages" am
9. September durch die WESTbahn haben sich für viele Pendler in der
Ostregion Verschlechterungen ergeben, die durch die Bereitschaft der
ÖBB, zusätzliche Halte im Tullnerfeld einzuführen, abgemildert
wurden. Nunmehr hat das WESTbahn-Management angekündigt, die
Aufschläge auf Wochenendzeiten und selbst auf Top-Jugendtickets
auszuweiten. VOR appelliert an das WESTbahn-Management, andere
Lösungen für ihre wirtschaftlichen Erwägungen zu finden. VOR
bedauert, dass die WESTbahn nunmehr Verbundkartenbesitzern nicht mehr
zur Verfügung stehen will, wurde doch das Gesamtangebot von ÖBB und
WESTbahn von Anfang an begrüßt.

Auch gab und gibt es - bei entsprechender Bereitschaft, die
Prinzipien des Verkehrsverbundes und seiner mehr als 40 Partner zu
akzeptieren - weiterhin die Einladung an die WESTbahn, Gespräche mit
dem Ziel einer Vollmitgliedschaft im VOR zu führen. Eine Teilnahme an
einem Verbund ohne Berücksichtigung der gemeinsamen Regeln kann
allerdings nicht der Weg einer nachhaltigen Partnerschaft sein.

Verkehrsverbund Ost-Region (VOR)

VOR wurde 1984 von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland
gegründet, um ein flächendeckendes Angebot an öffentlichen
Verkehrsmitteln zum einheitlichen Tarif anbieten zu können. Der
Tarifverbund erstreckt sich über die drei Bundesländer und wird von
über 40 Verkehrsunternehmen getragen. Zu den Verbundpartnern gehören
Schienenverkehrsunternehmen wie ÖBB, Raaberbahn, NÖVOG, Wiener
Lokalbahnen und die Wiener Linien sowie über 30 Busunternehmen
verschiedenster Größe. VOR ist einerseits Fahrplangestalter und
andererseits für die Aufteilung der Fahrgeldeinnahmen zwischen den
beteiligten Verkehrsunternehmen zuständig. Fahrgäste profitieren von
einem gemeinsamen Tarifsystem, das den Zugang zum Gesamtnetz zu
einheitlichen Preisen unabhängig vom Verkehrsunternehmen garantiert
sowie von einer ganzheitlichen Planung und Umsetzung des öffentlichen
Verkehrs in der Region.

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