- 09.12.2013, 10:57:39
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ANSCHOBER: Leistungserhöhung AKW Gundremmingen - Wir wehren uns gegen neues Risiko für OÖ!
Unter www.global2000.at/gundremmingen kann jede/r mitmachen!
Utl.: Unter www.global2000.at/gundremmingen kann jede/r mitmachen! =
Wien (OTS) - Schon seit Jahren kündigt Deutschland den Ausstieg aus
der Atomenergie an - endgültig beschlossen wurde er nach der
Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011. Nun sollen die mittlerweile in
die Jahre gekommenen beiden Blöcke des AKW Gundremmingen in Bayern
aber eine Leistungserhöhung erfahren, noch bevor sie entsprechend dem
Ausstiegsplan 2017 bzw. 2021 abgestellt werden. In den nächsten
Wochen soll dazu die Entscheidung des bayerischen Umweltministeriums
fallen.
Global 2000 startet deshalb mit Unterstützung des Oö.
Umweltressorts eine Unterschriftensammelaktion, die fordert:
"Abschalten JETZT!".
Im AKW Gundremmingen nahe Augsburg, nur gut 180 Kilometer von der
Oö. Landesgrenze entfernt, werden Siedewasserreaktoren verwendet,
baugleich zu jenen in Zwentendorf und sehr ähnlich zu Fukushima - das
Gefahrenpotenzial dieser Reaktoren ist erheblich. Zudem ist einer der
drei Gundremmingen-Blöcke bereits 1977 verunfallt; der
Schwesterreaktor Krümmel ist nach zahlreichen Zwischenfällen und der
Atomkatastrophe von Fukushima 2011 sofort vom Netz genommen worden.
Studien - darunter jene des deutschen Atomexperten Prof. Wolfgang
Renneberg, bis 2009 Chef der deutschen Reaktoraufsicht - zeigen
deutliche Risiken auf, LR Anschober dazu: "Viele Fachexperten haben
den Eindruck, dass auf diese Art aus einem ohnedies mit Schwächen
ausgestatteten Reaktor der Eigentümer RWE und E.ON nochmals alles
herausgeholt werden soll, kritisieren die Pläne einer
Leistungserhöhung und befürchten ein deutlich steigendes Risiko.
Passiert in Gundremmingen etwas, wäre Oberösterreich nur etwa 180 bis
280 Kilometer entfernt (Burghausen, Linz) und damit akut betroffen.
Die jetzigen Überlegungen zu einer Leistungserhöhung von
Gundremmingen sind daher nicht nur umweltpolitisch, sondern vor allem
sicherheitspolitisch ein Desaster!".
In seiner Studie vom Herbst 2013 hält Prof. Renneberg fest: "Der
Antrag auf Genehmigung der Leistungserhöhung ist nach vorliegender
Aktenlage nicht genehmigungsfähig".
Um für entsprechenden Druck auch aus der Öffentlichkeit zu sorgen,
sammelt Global 2000 bis Ende Jänner 2014 unter dem Titel
"Atomkraftwerk Gundremmingen - Bayerisches Fukushima? Abschalten
JETZT!" Unterschriften via www.global2000.at/gundremmingen. Die
Übergabe an den Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber wird
gemeinsam mit Umweltschützern aus Bayern in München stattfinden.
In einem Schreiben an die bayerische Staatsregierung hat sich LR
Anschober bereits vehement gegen eine Genehmigung ausgesprochen.
LR Anschober abschließend: "Wir müssen jedes Risiko minimieren. Mit
der Stilllegung von Isar1, dem riskantesten deutschen AKW haben wir
uns in einem wichtigen Punkt bereits durchgesetzt. Jetzt wollen wir
bei Gundremmingen ebenfalls erfolgreich sein, zum Schutz der
Oberösterreicherinnen und Oberösterreich."
Online-Unterschrift gegen Leistungserhöhung des AKWs
Gundremmingen unter: www.global2000.at/gundremmingen
PS: Jetzt auch einmischen gegen Tschechische Energiekonzept
inkl. Atomkraft!
Das Land OÖ wehrt sich im Verfahren zur Strategischen
Umweltverträglichkeitsprüfung gemeinsam mit NGOs gegen das geplante
tschechische Energiekonzept, das weiter auf Atom setzt. Im Rahmen
einer Online-Kampagne appellieren NGOs und Umwelt- und
Energie-Landesrat Rudi Anschober an die Oberösterreicher/innen, sich
an den Einwendungen zu beteiligen.
Das Konzept ist online über www.land-oberoesterreich.gv.at >
Kundmachungen abrufbar, Einwendungen sind an das Amt der Oö.
Landesregierung bis 3. Jänner oder - mittels Muster-Einwendung - über
www.atomstopp.at bis 31. Dezember möglich.
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