Berlakovich zu WTO-Einigung: Weichenstellung für Ernährungssicherung

Keine negativen Auswirkungen für Agrarsektor in Österreich

Wien (OTS) - Die 159 Mitgliedsländer der Welthandelsorganisation (WTO) haben sich nach jahrelangen Verhandlungen erstmals auf ein umfangreiches Abkommen zur Liberalisierung des globalen Handels einigen können. Hauptaugenmerk wurde in den Verhandlungen auf die internationale Landwirtschaftspolitik gelegt. "Österreich wollte einer Überschwemmung mit Billigimporten und einer Aufweichung der hohen EU-Lebensmittelsicherheits- und Qualitätsstandards entgegen wirken und das ist auch gelungen", wertet Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich das Ergebnis der WTO Verhandlungen auf Bali. Österreich stehe für faire Handelsbedingungen, für landwirtschaftliche Exporte auch in Drittländer.

Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich sieht in der Einigung eine Weichenstellung für Ernährungssicherung: "Nach langen und zähen Ringen wurde letztendlich ein Ernährungssicherungspaket für alle Entwicklungsländer beschlossen. Das ist ein wichtiges Signal zur Bekämpfung des Hungers und zur Unterstützung der armen Landbevölkerung. Die WTO stimmte zu, dass Grundnahrungsmittel wie Reis oder Getreide in den Entwicklungsländern staatlich gestützt angekauft und gelagert werden können. Für uns waren starke Regeln gegen Missbrauch und für Transparenz wichtig. Auch diese wurden verabschiedet".

Minister Berlakovich sieht in der Einigung keine negativen Auswirkungen auf den österreichischen Agrarsektor.
"Das für Österreich so wichtige System der "Green-Box", dazu zählen die Programme der Ländlichen Entwicklung und die Direktzahlungen an die Bäuerinnen und Bauern bleibt unangetastet", so Berlakovich.
Die genauen Details des neuen WTO-Agrarabkommen müsse in den nächsten Jahren fertig verhandelt werden.

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