"profil": Vor Jahren prozessierte ein Volksopern-Kassenbilleteur gegen den Security-Konzern G4S - und gewann

Burgtheater denkt über Neuausschreibung der Publikumsdienstorganisation nach

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, zieht die Billeteursaffäre in den Bundestheatern immer weitere Kreise. Die Zusammenarbeit der Bundestheater mit dem Security-Unternehmen G4S läuft nicht erst seit der Kritik des Burg-Billeteurs Christian Diaz unrund: Bereits 1998 prozessierte ein Mitarbeiter des Volksopern-Publikumsdienstes erfolgreich gegen die G4S, nachdem der Konzern 1997 die Auszahlung des "Zettelgeldes" an den Publikumsdienst gestrichen hatte - jene zehn Prozent Provision aus den Erlösen der Programmhefte, aus denen jeder Billeteur pro Jahr umgerechnet 900 bis 1800 Euro lukrierte. Das Arbeits- und Sozialgericht Wien hielt damals fest, dass die G4S in ihrem "Rundumschlag" gegen den Kläger M. "an der Grenze zur Verleumdung" agiere, mit den Methoden der "Vorverurteilung" arbeite. Dies habe gezeigt, "dass bei Ausübung des Unternehmensgegenstandes 'Bewachung' offensichtlich eigenwillige Verhaltensweisen an den Tag gelegt werden (Bespitzelung, Verdächtigungen, Mutmaßungen, etc.)".

Burg-Direktor Matthias Hartmann, der sich sehr für die Causa interessiert, entsandte seinen leitenden Dramaturgen zu einem Gespräch mit M., denn am Burgtheater denkt man derzeit, im Gegensatz zu Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer, über einen Vorschlag zur Neuausschreibung der Publikumsdienstorganisation nach.

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