• 07.12.2013, 08:00:45
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"profil": Vor Jahren prozessierte ein Volksopern-Kassenbilleteur gegen den Security-Konzern G4S - und gewann

Burgtheater denkt über Neuausschreibung der Publikumsdienstorganisation nach

Utl.: Burgtheater denkt über Neuausschreibung der
Publikumsdienstorganisation nach =

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, zieht die Billeteursaffäre in den
Bundestheatern immer weitere Kreise. Die Zusammenarbeit der
Bundestheater mit dem Security-Unternehmen G4S läuft nicht erst seit
der Kritik des Burg-Billeteurs Christian Diaz unrund: Bereits 1998
prozessierte ein Mitarbeiter des Volksopern-Publikumsdienstes
erfolgreich gegen die G4S, nachdem der Konzern 1997 die Auszahlung
des "Zettelgeldes" an den Publikumsdienst gestrichen hatte - jene
zehn Prozent Provision aus den Erlösen der Programmhefte, aus denen
jeder Billeteur pro Jahr umgerechnet 900 bis 1800 Euro lukrierte. Das
Arbeits- und Sozialgericht Wien hielt damals fest, dass die G4S in
ihrem "Rundumschlag" gegen den Kläger M. "an der Grenze zur
Verleumdung" agiere, mit den Methoden der "Vorverurteilung" arbeite.
Dies habe gezeigt, "dass bei Ausübung des Unternehmensgegenstandes
'Bewachung' offensichtlich eigenwillige Verhaltensweisen an den Tag
gelegt werden (Bespitzelung, Verdächtigungen, Mutmaßungen, etc.)".

Burg-Direktor Matthias Hartmann, der sich sehr für die Causa
interessiert, entsandte seinen leitenden Dramaturgen zu einem
Gespräch mit M., denn am Burgtheater denkt man derzeit, im Gegensatz
zu Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer, über einen Vorschlag
zur Neuausschreibung der Publikumsdienstorganisation nach.

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