Willi: Flugticketabgabe muss bestehen bleiben

Deutschland schafft Flugticketabgabe nicht ab - richtiges Zeichen, auch für Österreich

Wien (OTS) - "Die umstrittene Ticketabgabe für Starts von deutschen Flughäfen wird bestehen bleiben. Darauf haben sich die Koalitionäre in Deutschland am Schluss ihrer Verhandlungen geeinigt. Damit verliert die österreichische Phalanx aus Flughäfen, Luftlinien, Industriellenvereinigung und ÖVP-Wirtschaftsbund, die sich vehement für die Abschaffung der hiesigen Flugticketabgabe einsetzt, ein zentrales Argument" freut sich der Verkehrssprecher der Grünen, Georg Willi.

"Wenn Kostenwahrheit im Verkehr keine leere Worthülse sein soll, muss der Flugverkehr endlich mehr zu den volkswirtschaftlichen Kosten beitragen, die er verursacht. Die Flugticketabgabe ist ein kleiner Teil davon und bringt dem österreichischen Staat immerhin rund 100 Millionen Euro pro Jahr. Ich erwarte mir daher, dass Rot und Schwarz an dieser Steuer festhalten. Doch nicht nur das: Wir brauchen endlich eine Kerosinbesteuerung, weil es nicht einzusehen ist, dass Flugbenzin steuerlich begünstigt wird", ärgert sich Willi über die jahrelangen Versäumnisse.

"Es ist eine extreme Ungleichbehandlung gegenüber der Bahn und jenen, die mit dem Auto fahren oder mit Öl heizen, dass von ihnen Mineralölsteuer eingehoben wird, beim selben Produkt für Flugzeuge aber nicht. Das versteht niemand. Daher erheben wir neuerlich die Forderung, dass sich Österreich stärker für eine europaweite Kerosinbesteuerung einsetzt, die dem Staat mehr als 400 Millionen Euro bringen und zugleich für faire Konkurrenz zwischen Schiene und Luftfahrt sorgen würde", schließt der grüne Verkehrssprecher.

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