"Aus" für Notkamine schafft dringend notwendigen Wohnraum

Wiens Immobilientreuhänder begrüßen den geplanten Wegfall der verpflichtenden Errichtung von Notkaminen

Wien (OTS) - Mit der für das erste Quartal 2014 angekündigten neuen Wiener Bauordnung wird endlich einer langjährigen Forderung der Fachgruppe Wien der Immobilientreuhänder nach einem Wegfall der Notkamin-Verpflichtung nachgekommen. Michael Pisecky, Obmann der Fachgruppe: "Durch den Wegfall dieser Verpflichtung können rund 3 % der Gesamtbaukosten eingespart werden. Damit werden dringend benötigte Finanzmittel für die Schaffung von neuem Wohnraum in Wien frei!"

Die Regelung, dass jede Wohnung zwingend mit einem Kamin auszustatten ist, stammt noch aus den 70er Jahren und beruht auf der Angst vor einer Ölkrise. Seitdem die meisten Neubaugebäude über Müllverbrennungsanlagen mittels Fernwärme versorgt werden, bedeutet diese Regelung lediglich Mehrkosten. Auch die Angst bei einem möglichen Stromausfall in eisiger Kälte ausharren zu müssen ist unbegründet, da die Neubauten heutzutage derart energieeffizient sind, dass selbst nach mehreren Tagen die Räume noch nicht so stark auskühlen. Zusätzlich hat sich die Versorgung mit Heizmaterial in den letzten Jahrzehnten derart verändert, dass im Ernstfall aufgrund des Wegfalls der ehemaligen Kohle- und Holzhändler eine großflächige Versorgung mit Heizmaterial gar nicht mehr möglich wäre. Auch eine rasche Versorgung mit zigtausenden benötigten Öfen würde nicht funktionieren.

Pisecky: "Aufgrund der fehlenden Finanzmittel werden immer weniger neue Wohnungen gebaut, obwohl die Zuwanderung nach Wien laufend steigt. Gerade bei kleineren Wohnungen bedeutet ein Zwangs-Notkamin nicht nur Mehrkosten, sondern auch einen schlechteren Grundriss und eine wenig effiziente Nutzung der Wohnfläche." Notkamine sind mit dem Wegfall der Errichtungsverpflichtung aber nicht verboten, gehören sie in vielen Bereichen heutzutage doch zum Standard einer gehobenen Wohnraumausstattung.

"Das Aus für Notkamine bedeutet auch einen ersten Schritt weg von der herrschenden Überregulierung im Bauwesen. Wichtig ist, dass die lang ersehnte Bauordnung nun möglichst rasch umgesetzt und nicht weiter auf die lange Bank geschoben wird!" fordert Pisecky.

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