• 04.12.2013, 13:00:04
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11 Millionen Euro für die Prävention von neurodegenerativen Erkrankungen

Innovative Strategien in der Prävention von u.a. Alzheimer und Parkinson sollen entwickelt werden - BMWF stellt 600.000 Euro zur Verfügung

Utl.: Innovative Strategien in der Prävention von u.a. Alzheimer und
Parkinson sollen entwickelt werden - BMWF stellt 600.000 Euro
zur Verfügung =

Wien (OTS) - Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer oder
Parkinson sind in mehrfacher Hinsicht eine große Herausforderung und
Gegenstand zahlreicher Forschungsvorhaben. Gerade auch hier gelte:
"Viribus unitis - mit vereinten Kräften", begrüßt Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle die Joint Programming
Initiative "EU Joint Programme - Neurodegenerative Disease Research"
(JPND). Sie ermöglicht Forschungsgruppen aus den teilnehmenden
Mitgliedsländern, sich zu transnationalen Konsortien
zusammenzuschließen und gemeinsam innovative Strategien in der
Prävention von neurodegenerativen Erkrankungen zu entwickeln.
Insgesamt stehen elf Millionen Euro zur Verfügung. Das Wissenschafts-
und Forschungsministerium als Mitglied von JPND beteiligt sich
gemeinsam mit weiteren 15 Mitgliedsländern an dieser Ausschreibung
und stellt 600.000 Euro für exzellente Forschungsprojekte zur
Verfügung.

"Neurodegenerative Erkrankungen, wie Alzheimer oder Parkinson,
stellen eine aus gesundheitlicher, wirtschaftlicher und sozialer
Sicht große Herausforderung dar. Die Zahl der Betroffenen wird sich
bis 2030 verdoppeln und bis 2050 sogar verdreifachen", so Professor
Philippe Amouyel, Vorsitzender des JPND Management Boards. Aus diesem
Grund haben JPND Mitgliedsländer eine Reihe von Forschungsfeldern
identifiziert, in die dringend zielgerichtete Investitionen fließen
sollen. Darunter auch der Bereich "Prävention von neurodegenerativen
Erkrankungen", der durch jüngste Studienergebnisse ins Zentrum der
Aufmerksamkeit gerückt ist.

Professor Thomas Gasser von der Universität Tübingen und Vorsitzender
des wissenschaftlichen Beirats von JPND unterstreicht: "Derzeit ist
es nicht möglich, neurodegenerative Erkrankungen zu verhindern, den
Krankheitsverlauf zu verlangsamen, geschweige denn Betroffene zu
heilen. Um diesen Erkrankungen begegnen zu können, müssen wir
beginnen über die traditionellen Klinikgrenzen hinauszudenken und
neue, innovative Ideen entwickeln, mit deren Hilfe die
Krankheitsentwicklung in gesunden Personen und Risikogruppen
verhindert oder der Krankheitsverlauf bei Patientinnen und Patienten
im Frühstadium verlangsamt bzw. aufgehalten werden kann."

Neueste epidemiologische Studien zur Alterung weisen darauf hin, dass
präventive Maßnahmen Einfluss auf die Entwicklung von
neurodegenerativen Erkrankungen und deren Symptomverlauf haben. Es
ist jedoch noch nicht bekannt, ob diese Ergebnisse auch in wirksame
Präventionsmaßnahmen weiterentwickelt werden können. Aus diesem Grund
sind Forschungsaktivitäten notwendig, die die Wirkung von komplexen
Interventionen untersuchen.

JPND ist weltweit die größte Forschungsinitiative, die sich der
Herausforderung "neurodegenerative Erkrankungen" stellt. JPND
versucht, im verstärkten Maße Forschungsaktivitäten
länderübergreifend zu koordinieren, um Krankheitsursachen zu finden,
neue und verbesserte Therapien zu entwickeln, und neue und
verbesserte Pflegemaßnahmen für Menschen mit neurodegenerativen
Erkrankungen zu erarbeiten. An der nun begonnenen Ausschreibung
beteiligen sich folgende Länder: Belgien, Dänemark, Deutschland,
Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Spanien und die
Türkei. Die Frist für die Einreichung von Kurzanträgen (Pre-Poposals)
endet am 20. Februar 2014.

Weiterführende Informationen unter www.jpnd.eu

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