- 04.12.2013, 09:01:17
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AllianzGI "RiskMonitor": Zinsen als größter Risikofaktor
Wien (OTS) - Weltweit stöhnen Anleger über niedrige Zinsen. Für
institutionelle Anleger sind jedoch steigende Zinsen das größte
Risiko, wie die "RiskMonitor"-Umfrage von Allianz Global Investors
zeigt.
"Institutionelle Anleger stehen weltweit mehr denn je vor der
Herausforderung, Regulierung, Niedrigzinsumfeld und Kundenerwartungen
unter einen Hut zu bringen. Die Ergebnisse lassen sich ohne Weiteres
auch auf die Situation österreichischer Investoren übertragen",
kommentiert Nicole Joham-Kerschbaumer, Country Head and Business
Development Austria/Regional Head CEE bei der Allianz Investmentbank
AG die Ergebnisse des aktuellen "RiskMonitor" von Allianz Global
Investors.
Weltweit sind institutionelle Investoren der Meinung, dass die
lockere Geldpolitik für konjunkturelle Impulse und kurzfristige
Stabilität am Kapitalmarkt sorge, jedoch langfristige Risiken mit
sich bringe. Etwa 59 Prozent der Befragten bejahen den kurzfristigen
positiven Wachstumseffekt aufgrund dieser lockeren Geldpolitik der
letzten Jahre, aber nahezu genauso viele sehen Inflation (57
Prozent), steigende systemische Risiken (55 Prozent) und
Negativeffekte auf die Altersvorsorgesysteme (54 Prozent) als
unangenehme Langfristfolgen. Ein noch größerer Anteil (67 Prozent)
sieht aufgrund der niedrigen Zinsen die Gefahr der Bildung von Blasen
im Markt für festverzinsliche Wertpapiere als das Risiko, das in den
letzten fünf Jahren am stärksten gestiegen ist.
Top 3-Risiken in Europa: Steigende Zinsen, Extremrisiken und
Staatspleiten
Wirft man einen Blick auf Europa, so sind die Befragten besonders
besorgt um die Finanzmarktrisiken: Durchschnittlich 63 Prozent der
Anleger sehen in steigenden Zinsen das größte Risiko, 58 Prozent
rechnen mit Extremrisiken und 50 Prozent der europäischen Befragten
bereitet das Ausfallrisiko von Staatsanleihen Sorgen. Neben diesen
Faktoren schätzen knapp 40 Prozent der Investoren das derzeitige und
künftige regulatorische Umfeld ungünstig ein. Mehr als die Hälfte der
europäischen Anleger gehen davon aus, dass die Zentralbanken erst
nach 2015 wieder die Leitzinsen anheben werden. James Dilworth, CEO
von Allianz Global Investors Europe, teilt diese Einschätzung: "Die
Zentralbanken, allen voran die US Federal Reserve, wollen das
Wachstum nicht abwürgen. Sie haben deshalb angekündigt, nur
schrittweise und im Einklang mit einer anziehenden Wirtschaft aus der
Politik des leichten Geldes aussteigen zu wollen. Im aktuellen Umfeld
müssen Anleger gezielt Risiken nehmen, um eine positive Rendite zu
erwirtschaften."
Positive Einschätzung von Aktien
Vor allem institutionelle Anleger wie Pensionsfonds,
Versicherungsgesellschaften und Stiftungen müssen eine
Anlagestrategie verfolgen, mit der sie Barmittel erwirtschaften, um
den Ansprüchen und Zahlungspflichten gegenüber ihren Kunden
nachkommen zu können. Auf der Suche nach realer Rendite geben die
Ergebnisse des "RiskMonitor" eine klare Richtung vor: 60 Prozent der
Befragten versprechen sich von Aktien in den nächsten drei Jahren,
gemessen am Risiko, den größten Ertrag. Trotz möglicher
Kursschwankungen gehen mehr als 90 Prozent von einer positiven
Entwicklung des Aktienmarktes aus, die Erwartungen pendeln um einen
Wert von 6 Prozent jährlicher Rendite von globalen Aktien. Doch nicht
alle Investoren dürften in gleichem Maße davon profitieren, vielfach
schränken regulatorische Vorgaben die Anlagepolitik der
institutionellen Investoren ein. Für 70 Prozent der Befragten ergeben
sich dadurch Opportunitätskosten, die im Schnitt zu einer 2,3
Prozent-Punkte niedrigeren Rendite führen. 60 Prozent der Befragten
in Europa rechnen für die kommenden Jahre zudem mit einem
ungünstigeren politischen und regulatorischen Umfeld.
Zum AllianzGI RiskMonitor
Mit dem ersten global durchgeführten RiskMonitor erweitert Allianz
Global Investors den Umfang der bisherigen Umfrage unter
institutionellen Investoren. Der RiskMonitor stellt dar, wie
Entscheidungsträger der Branche in Europa, Nord- und Südamerika sowie
Asien/Pazifik finanzielle und regulatorische Risiken einschätzen. Die
Befragung wurde im Juli und August 2013 von Institutional Investor
Research durchgeführt. Insgesamt 390 Entscheidungsträger aus 41
Ländern haben teilgenommen. Sie repräsentieren ein verwaltetes
Vermögen von rund 50 Billionen USD.
Downloads im Internet unter
http://www.unternehmen.allianz.at/presse/news
- Foto: James Dilworth ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
- Foto: Nicole Joham-Kerschbaumer, MBA ((C) Allianz) - Abdruck
honorarfrei
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und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz
Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der
anschließenden Integration von Unternehmen und aus
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dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel
durch Naturkatastrophen), der Entwicklung der Schadenskosten,
Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -
tendenzen und, insbesondere im Bankbereich, aus der Ausfallrate von
Kreditnehmern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte
(z.B. Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse
sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere
hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss
haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit
und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die hier dargestellten
Sachverhalte können auch durch Risiken und Unsicherheiten beeinflusst
werden, die in den jeweiligen Meldungen der Allianz SE an die US
Securities and Exchange Commission beschrieben werden. Die
Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu
aktualisieren.
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