AllianzGI "RiskMonitor": Zinsen als größter Risikofaktor

Wien (OTS) - Weltweit stöhnen Anleger über niedrige Zinsen. Für institutionelle Anleger sind jedoch steigende Zinsen das größte Risiko, wie die "RiskMonitor"-Umfrage von Allianz Global Investors zeigt.

"Institutionelle Anleger stehen weltweit mehr denn je vor der Herausforderung, Regulierung, Niedrigzinsumfeld und Kundenerwartungen unter einen Hut zu bringen. Die Ergebnisse lassen sich ohne Weiteres auch auf die Situation österreichischer Investoren übertragen", kommentiert Nicole Joham-Kerschbaumer, Country Head and Business Development Austria/Regional Head CEE bei der Allianz Investmentbank AG die Ergebnisse des aktuellen "RiskMonitor" von Allianz Global Investors.

Weltweit sind institutionelle Investoren der Meinung, dass die lockere Geldpolitik für konjunkturelle Impulse und kurzfristige Stabilität am Kapitalmarkt sorge, jedoch langfristige Risiken mit sich bringe. Etwa 59 Prozent der Befragten bejahen den kurzfristigen positiven Wachstumseffekt aufgrund dieser lockeren Geldpolitik der letzten Jahre, aber nahezu genauso viele sehen Inflation (57 Prozent), steigende systemische Risiken (55 Prozent) und Negativeffekte auf die Altersvorsorgesysteme (54 Prozent) als unangenehme Langfristfolgen. Ein noch größerer Anteil (67 Prozent) sieht aufgrund der niedrigen Zinsen die Gefahr der Bildung von Blasen im Markt für festverzinsliche Wertpapiere als das Risiko, das in den letzten fünf Jahren am stärksten gestiegen ist.

Top 3-Risiken in Europa: Steigende Zinsen, Extremrisiken und Staatspleiten

Wirft man einen Blick auf Europa, so sind die Befragten besonders besorgt um die Finanzmarktrisiken: Durchschnittlich 63 Prozent der Anleger sehen in steigenden Zinsen das größte Risiko, 58 Prozent rechnen mit Extremrisiken und 50 Prozent der europäischen Befragten bereitet das Ausfallrisiko von Staatsanleihen Sorgen. Neben diesen Faktoren schätzen knapp 40 Prozent der Investoren das derzeitige und künftige regulatorische Umfeld ungünstig ein. Mehr als die Hälfte der europäischen Anleger gehen davon aus, dass die Zentralbanken erst nach 2015 wieder die Leitzinsen anheben werden. James Dilworth, CEO von Allianz Global Investors Europe, teilt diese Einschätzung: "Die Zentralbanken, allen voran die US Federal Reserve, wollen das Wachstum nicht abwürgen. Sie haben deshalb angekündigt, nur schrittweise und im Einklang mit einer anziehenden Wirtschaft aus der Politik des leichten Geldes aussteigen zu wollen. Im aktuellen Umfeld müssen Anleger gezielt Risiken nehmen, um eine positive Rendite zu erwirtschaften."

Positive Einschätzung von Aktien

Vor allem institutionelle Anleger wie Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften und Stiftungen müssen eine Anlagestrategie verfolgen, mit der sie Barmittel erwirtschaften, um den Ansprüchen und Zahlungspflichten gegenüber ihren Kunden nachkommen zu können. Auf der Suche nach realer Rendite geben die Ergebnisse des "RiskMonitor" eine klare Richtung vor: 60 Prozent der Befragten versprechen sich von Aktien in den nächsten drei Jahren, gemessen am Risiko, den größten Ertrag. Trotz möglicher Kursschwankungen gehen mehr als 90 Prozent von einer positiven Entwicklung des Aktienmarktes aus, die Erwartungen pendeln um einen Wert von 6 Prozent jährlicher Rendite von globalen Aktien. Doch nicht alle Investoren dürften in gleichem Maße davon profitieren, vielfach schränken regulatorische Vorgaben die Anlagepolitik der institutionellen Investoren ein. Für 70 Prozent der Befragten ergeben sich dadurch Opportunitätskosten, die im Schnitt zu einer 2,3 Prozent-Punkte niedrigeren Rendite führen. 60 Prozent der Befragten in Europa rechnen für die kommenden Jahre zudem mit einem ungünstigeren politischen und regulatorischen Umfeld.

Zum AllianzGI RiskMonitor

Mit dem ersten global durchgeführten RiskMonitor erweitert Allianz Global Investors den Umfang der bisherigen Umfrage unter institutionellen Investoren. Der RiskMonitor stellt dar, wie Entscheidungsträger der Branche in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien/Pazifik finanzielle und regulatorische Risiken einschätzen. Die Befragung wurde im Juli und August 2013 von Institutional Investor Research durchgeführt. Insgesamt 390 Entscheidungsträger aus 41 Ländern haben teilgenommen. Sie repräsentieren ein verwaltetes Vermögen von rund 50 Billionen USD.

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