• 03.12.2013, 11:01:31
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PISA 2012: Trendumkehr und erstes Etappenziel erreicht

Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied: "Bildungsreform entschlossen fortsetzen.

Utl.: Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied: "Bildungsreform
entschlossen fortsetzen. =

Wien (OTS) - Bei Pisa 2012 wurden erstmals Schülerinnen und Schüler
getestet, die von der im Jahr 2007 begonnenen Bildungsreform bereits
teilweise profitiert haben. Die Ergebnisse sind erfreulich. "Das
österreichische Bildungssystem schafft eine Trendumkehr und hat ein
erstes Etappenziel erreicht", erklärt Bildungsministerin Dr. Claudia
Schmied.

Alle drei Domänen, die "Lese-Kompetenz", die "Mathematik-Kompetenz"
und die "Naturwissenschafts-Kompetenz" absolvierten die 15- bis
16-jährigen Schülerinnen und Schüler in Österreich deutlich besser
als noch 2009 und erreichen damit die insgesamt größte Verbesserung,
seitdem Österreich an der PISA-Studie teilnimmt:

+ Mathematik (+10 Punkte): von 496 auf 506, vom 18. auf den 11. Rang.

+ Lesen (+20 Punkte): von 470 auf 490, vom 31. auf den 21. Rang.

+ Naturwissenschaft (+12 Punkte): von 494 auf 506, vom 24. auf den
16. Rang.

Im internationalen Vergleich (in OECD und EU) gehört Österreich in
allen Domänen gegenüber PISA 2009 zu den erfolgreichen "Aufsteigern".
Damit ist Österreich bei PISA 2012 im Kompetenzbereich "Mathematik"
signifikant über dem OECD-Mittelwert, im Kompetenzbereich "Lesen"
noch signifikant darunter und im Kompetenzbereich "Naturwissenschaft"
im OECD-Mittelwert.

Erfreuliche Verbesserungen konnten die 15- bis 16-jährigen
Schülerinnen und Schüler in Österreich von 2009 auf 2012 auch bei den
Spitzen- und Risikogruppen erreichen:

In "Mathematik" konnte die Risikogruppe von 23,2 auf 18,7 Prozent
reduziert werden, die Spitzengruppe ist von 12,9 auf 14,3 Prozent
angestiegen.

Im "Lesen" ging die Risikogruppe von 27,5 auf 19,5 Prozent zurück,
und die Spitzengruppe stieg von 4,9 auf 5,5 Prozent.

In der "Naturwissenschaft" sank die Risikogruppe von 21 auf 15,8
Prozent, die Spitzengruppe blieb von 8 auf 7,9 Prozent stabil.

"Die Ziele der österreichischen Bildungspolitik müssen entschlossen
weiter verfolgt werden. Dazu müssen die bestehenden Herausforderungen
in der "Lese-Kompetenz", beim Leistungsunterschied zwischen Knaben
und Mädchen und der Schülerinnen und Schüler mit migrantischem
Hintergrund sowie vor allem in der Bildungsvererbung angenommen
werden", erklärt die Bildungsministerin.

Noch immer zeigen Jugendliche, deren Eltern einen tertiären
Bildungsabschluss aufweisen, einen klaren Leistungsvorsprung auf
Jugendliche, deren Eltern höchstens einen Abschluss der Pflichtschule
erreichten. In der Mathematik beträgt dieser Vorsprung
durchschnittlich 104, im Lesen 106 und in der Naturwissenschaft 117
Punkte.

Eine faktenbasierte Bildungspolitik findet in der Kooperation mit dem
BIFIE (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und
Entwicklung des österreichischen Schulwesens) und der OECD
(Organisation for Economic Cooperation and Development)
unverzichtbare, wissenschaftlich arbeitende Partner.
Internationale Studien wie PISA, PIRLS und TIMSS stellen
internationale Vergleiche der Grundkompetenzen auf verschieden
Schulstufen dar. PIAAC ist ein Vergleich der Grundkompetenzen der
erwerbstätigen Bevölkerung. Die OECD Skills Strategy wird wichtige
Impulse in Richtung Kompetenzentwicklung ermöglichen. Die in
Österreich flächendeckend eingeführten Bildungsstandards sind eine
Rückmeldung an jede einzelne Schule mit dem Ziel, standortbezogene
Schulentwicklung zu ermöglichen.

Diese Datenbasis und Befunde werden auf unterschiedlichen Ebenen
erhoben und ergänzen sich. Sie bilden die wissenschaftliche
Grundlage, um sinnvolle bildungspolitische Maßnahmen zu setzen und
sind zentrale Bestandteile der österreichischen Schulentwicklung.
Die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Erhebungen sind in die
Reformprojekte der letzten Jahre eingeflossen und davon profitieren
die österreichischen Schülerinnen und Schüler.

Die PISA-Ergebnisse 2012 zeigen einmal mehr deutlich, dass es keine
Alternative zum eingeschlagenen Weg der Weiterentwicklung des
österreichischen Schulwesens gibt. Die eingeleiteten
Schulentwicklungsprojekte sind die Voraussetzungen für das Gelingen
unserer Zukunft. Bildungspolitik wirkt mittel- und langfristig. Es
ist für die Ergebnisse entscheidend, dass die in den letzten Jahren
implementierten Maßnahmen jetzt entschlossen umgesetzt werden.

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