- 02.12.2013, 15:08:02
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AKNÖ-Wieser: Arbeitslosigkeit bei Älteren immer Besorgnis erregender
Über 50-Jährige in Niederösterreich besonders betroffen
Utl.: Über 50-Jährige in Niederösterreich besonders betroffen =
Wien (OTS/AKNÖ) - Die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich ist erneut
stärker gestiegen als im bundesweiten Durchschnitt. 47.847
NiederösterreicherInnen waren im November ohne Arbeit, das sind um
13,1 Prozent mehr als im November 2012. Besonders hart hat es
NiederösterreicherInnen über 50 getroffen. Die Arbeitslosigkeit in
dieser Altersgruppe stieg um 25,3 Prozent. AKNÖ-Präsident Markus
Wieser spricht von einer Besorgnis erregenden Entwicklung und fordert
von der Regierung die rasche Einführung eines Bonus-Malus-Systems.
Die Lage für ältere Menschen am niederösterreichischen Arbeitsmarkt
wird immer härter. Fast 14.000 Menschen über 50 waren im November
2013 arbeitslos. Um 25,3 Prozent mehr als ein Jahr davor. "Mehr als
ein Viertel aller Arbeitslosen in Niederösterreich ist mittlerweile
älter als 50 Jahre", erklärt AKNÖ-Arbeitsmarktexperte Jürgen Figerl.
Allein in den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil der
Über-50-Jährigen an den gesamten Arbeitslosen im Bundesland von 23 %
auf 29 % gestiegen, und das bei einer steigenden Arbeitslosenzahl von
knapp 35.000 auf über 47.000 im selben Zeitraum. Wer in diesem Alter
den Arbeitsplatz verliert, hat es besonders schwer, eine neue Stelle
zu finden. "Nach den jüngsten verfügbaren Daten dauert das im
Durchschnitt ein halbes Jahr oder sogar länger", sagt Figerl. "Es ist
davon auszugehen, dass sich das eher verschlimmert als verbessert."
AKNÖ-Präsident Markus Wieser spricht von einer Besorgnis erregenden
Entwicklung. "Einerseits will man, dass die Menschen später in
Pension gehen, andererseits gibt es für ältere ArbeitnehmerInnen kaum
Arbeitsplätze. Das geht sich nicht aus." Wieser fordert die
Bundesregierung auf, gegenzusteuern. "Dass es in den
Koalitionsverhandlungen um ein Bonus-Malus-System geht, ist ein
wichtiger Schritt. Das sollte aber möglichst schnell gehen."
In einem solchen System wären Betriebe ab einer gewissen Größe
verpflichtet, einen bestimmten Prozentsatz älterer ArbeitnehmerInnen
zu beschäftigen. Wer die Quoten erfüllt, erhält Förderungen. Wer sie
nicht erfüllt, muss entsprechende Zahlungen leisten. "Das würde die
Arbeitsmarktsituation älterer ArbeitnehmerInnen deutlich verbessern",
ist Wieser überzeugt. "Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen, dass
das dringend notwendig ist."
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