- 02.12.2013, 12:42:54
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Spindelegger zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen
Wien (OTS) - "Menschen mit Behinderungen müssen gleichberechtigt an
der Gesellschaft teilhaben und die ihnen zustehenden Rechte aktiv
einfordern können - bei uns in Österreich und auf der ganzen Welt",
fordert Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger mit Blick
auf den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3.
Dezember 2013.
"Wir nehmen die Empfehlungen des UNO-Komitees zur Überprüfung der
Umsetzung der Behindertenkonvention sehr ernst, die wir anlässlich
der ersten Staatenprüfung am 2./3. September in Genf bekommen haben.
Vieles wurde schon erreicht - auf dem Weg zu einer tatsächlich
inklusiven Gesellschaft müssen wir aber noch einige Hürden
überwinden, in den Köpfen der Menschen wie auch im realen Leben", so
der Vizekanzler weiter, der in diesem Zusammenhang die gute
Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft als beispielgebend
hervorstreicht: "Ich bin den VertreterInnen der
Behindertenorganisationen und des Monitoringausschusses für deren
besonderes Engagement und deren konstruktiven Ansatz dankbar, der zum
Erfolg einer inklusiven Regierungsarbeit wesentlich beiträgt."
80 Prozent der Menschen mit Behinderungen leben in
Entwicklungsländern. Rund 90 Prozent der in Entwicklungsländern
lebenden behinderten Kinder gehen nicht zur Schule. Betroffene Frauen
und Kinder leiden oft mehrfach unter Diskriminierung und sind
besonders gefährdet, Opfer von Missbrauch und Gewalt zu werden. Auf
Basis des sogenannten Twin-Track-Ansatzes sind die Rechte und
Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen grundsätzlich in allen
Programmen und Projekten der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit zu berücksichtigen. Österreich unterstützt
aber auch seit vielen Jahren Programme und Projekte, die speziell auf
die Förderung von Menschen mit Behinderungen zugeschnitten sind:
beispielsweise augenmedizinische Behandlungen, Rehabilitation sowie
inklusive Bildung in Burkina Faso oder die Verbesserung der sozialen
und wirtschaftlichen Lebensumstände Betroffener im Südkaukasus und in
Mazedonien. Auch die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen in
die post-2015 Entwicklungsagenda ist ein Anliegen, das Österreich
unterstützt.
Chancen für die Zukunft
In Äthiopien konzentriert sich das Projekt RESPOND-HER darauf,
dass Menschen mit Behinderungen landesweit ein Studium absolvieren
können und einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen. Dafür
führte ein Team der Universität Addis Abeba in fünf äthiopischen
Städten eine Bestandsaufnahme zur Arbeitsmarktsituation und den
Erfahrungen von Studierenden mit Behinderungen durch. Ein Netzwerk
von elf Universitäten in verschiedenen Landesteilen soll bei
EntscheidungsträgerInnen Bewusstsein für die Schwierigkeiten von
Studierenden und AkademikerInnen mit Behinderungen schaffen.
Gleichzeitig wurden Personen damit beauftragt, die Ausgangslage an
all diesen Universitäten zu untersuchen und erste
Verbesserungsschritte einzuleiten. RESPOND-HER ist ein gemeinsames
Projekt der Universität Addis Abeba und der Universität Wien und wird
über das Hochschulkooperationsprogramm APPEAR der Österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit finanziert. "Ausbildung und Arbeitsplätze
geben jungen Menschen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben",
betont Spindelegger.
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