- 29.11.2013, 12:15:02
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Welt-AIDS-Tag: Österreichs Jugendliche bei Verhütung im oberen Mittelfeld
Die vom Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research durchgeführte HBSC-Studie liefert Daten über das Verhütungsverhalten österreichischer Jugendlicher
Utl.: Die vom Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research
durchgeführte HBSC-Studie liefert Daten über das
Verhütungsverhalten österreichischer Jugendlicher =
Wien (OTS) - Jährlich erinnert der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember
daran, dass der Kampf gegen die Krankheit nicht gewonnen ist und es
nach wie vor die Anstrengungen aller bedarf, durch Aufklärung die
weitere Ausbreitung zu verhindern. Kondome sind nach wie vor der
beste Schutz, um sich gegen sexuell übertragbare Krankheiten, wie
z.B. dem HI-Virus zu schützen. In diesem Zusammenhang liefert eine
Jugendgesundheitsstudie des Ludwig Boltzmann Instituts für Health
Promotion Research (LBI HPR) zum Verhütungsverhalten von 15- und
17-jährigen Schülerinnen und Schüler positive Signale:
Fast drei Viertel (73,0%) der österreichischen Jugendlichen geben
an, beim letzten Geschlechtsverkehr ein Kondom zur Verhütung
verwendet zu haben. Knapp ein Fünftel (19,2%) hat ausschließlich
mittels Antibabypille verhütet. Der Anteil jener, die angeben gar
nicht zu verhüten, ist mit 4,3% sehr gering. Österreich befindet sich
im internationalen Vergleich im oberen Mittelfeld bei der Verwendung
von Kondomen.
"Generell ließ sich feststellen, dass die Schülerinnen und Schüler
Verhütung als wichtig erachten - nicht nur, um ungewollte
Schwangerschaften zu vermeiden. Dass fast drei Viertel der befragten
Personen Kondome zur Verhütung verwenden, zeigt von einem
gesteigerten Bewusstsein in Bezug auf sexuell übertragbare
Krankheiten. Der niederschwellige und kostengünstige Zugang zu
Kondomen ist natürlich auch ein ausschlaggebender Faktor für die
häufige Verwendung", so Dr. Wolfgang Dür, Leiter des LBI HPR.
"Dennoch ist es wichtig, dass weiterhin starke Aufklärung
stattfindet. So sind andere sexuell übertragbare Erkrankungen, wie
z.B. Syphilis, wieder auf dem Vormarsch, da aufgrund verbesserte
Therapien und einem Rückgang der HIV Infektionen die Angst vor einer
Ansteckung sinkt und leichtsinnigerweise auf den Schutz durch ein
Kondom verzichtet wird."
Diese Ergebnisse wurden im Rahmen der "Health Behaviour in
School-aged Children (HBSC)" Studie durchgeführt, die das
Gesundheitsverhalten von Schülerinnen und Schülern im Alter von 11,
13, 15 und 17 Jahren untersucht und an der 43 Länder und Regionen
teilnehmen. Die Daten der HBSC-Studie werden auch in den gesonderten
Berichten der OECD und der UNICEF zur Kinder- und Jugendgesundheit
verwendet. Zum Welt-AIDS-Tag hat sich die Gruppe der teilnehmenden
HBSC Länder zur Aufgabe gemacht, die erhobenen Daten zum
Verhütungsverhalten nochmals zu veröffentlichen. Nähere Informationen
zur Studie unter: http://lbihpr.lbg.ac.at oder http://www.hbsc.org/.
Die HBSC Studie:
Die "Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)"-Study ist
eine regelmäßig alle vier Jahre stattfindende Erhebung der WHO, die
für Österreich im Schuljahr 2009/10 unter der Leitung von Priv.Doz.
Mag. Dr. Wolfgang Dür vom Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion
Research durchgeführt wurde. Die HBSC-Studie ist eine der größten
Kinder- und Jugendgesundheitsstudien, in der die selbstberichtete
Gesundheit sowie das Gesundheitsverhalten von Schüler/inne/n im Alter
von 11, 13 und 15 Jahren (und seit 2010 in Österreich auch der
17-Jährigen) systematisch erhoben sowie die möglichen Determinanten
der Gesundheit in der persönlichen und schulischen sozialen Umwelt
der Kinder und Jugendlichen analysiert werden. Die Studie wird von
einem eigenverantwortlichen Netzwerk von Forschergruppen aus 43
Ländern (Stand: 2010) und in enger Kooperation mit der WHO
durchgeführt. Sie wird in Österreich seit 1986 alle vier Jahre
durchgeführt, was die Analyse von Trends ermöglicht.
Über das Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research
Das Ludwig Boltzmann Institut Health Promotion Research
(www.lbihpr.lbg.ac.at) unter der Leitung von Priv.Doz. Mag. Dr.
Wolfgang Dür ist ein Institut der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und
beschäftigt sich als inter- und transdisziplinäre
Forschungseinrichtung mit den Bedingungen und Möglichkeiten von
Gesundheitsförderung in Organisationen, wie z.B. Schulen,
Krankenhäuser und Langzeitbetreuungseinrichtungen.
Die Partner des in Wien angesiedelten Instituts sind die
Universitäten von Wien, Bielefeld und St. Andrews sowie das
Bundeministerium für Gesundheit, das Bundesministerium für
Unterricht, Kunst und Kultur, der Fonds Gesundes Österreich, die
Wiener Gesundheitsförderung und der Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger.
Über die Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine
außeruniversitäre Forschungsorganisation mit Sitz in Wien und
betreibt Forschungsinstitute (Ludwig Boltzmann Institute) in den
Bereichen der Humanmedizin / Life Sciences sowie der Geistes-,
Sozial- und Kulturwissenschaften. Derzeit betreibt die LBG 17 LBI und
5 Cluster mit rund 380 MitarbeiterInnen. Die Einrichtung von Ludwig
Boltzmann Instituten für eine befristete Laufzeit erfolgt aufgrund
von Ausschreibungen mit internationalen Begutachtungsverfahren.
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