LAbg Aigner ad Schulreform: Aus für das Gymnasium? Koalitionsverhandlungen lassen für Schulwesen Schlimmes befürchten

Die ÖVP verabschiedet sich schrittweise vom differenzierten Schulsystem: Vom Dienstrecht bis zur Neuen Mittelschule und zur sechsjährigen Volksschule: ein mutloses Rückzugsgefecht

Wien (OTS) - Wenn es stimmt, was aus den Regierungsverhandlungen durchsickert, dann geht es einer geschichtsträchtigen und erfolgreichen Bildungsinstitution bald an den Kragen: das achtjährige Gymnasium soll in einem ersten Schritt um zwei Jahre verkürzt werden. Die Linke in Österreich wäre ihrem Ziel einer Einheitsschule aller 6 bis 14 Jährigen ein großes Stück näher gekommen.

Für LAbg Dr.Wolfgang Aigner, früher Bildungssprecher der Wiener Volkspartei und mittlerweile klubunabhängiger Abgeordneter in Wien, zeichnet sich eine echte Bildungskatastrophe ab: "Die linke Salamitaktik geht erneut auf. Zuerst wird überhastet und ohne Evaluierung der sündteure und nicht ausfinanzierte Kurzzeit-Schulversuch der Neuen Mittelschule in das Regelschulwesen übernommen. Dann soll das neue Lehrerdienstrecht - eine weitere Vorbereitung auf die Einheitsschule - durchgepeitscht werden. Und jetzt wird das klassische achtjährige Gymnasium geopfert, das in Bälde endgültig zum bloßen Oberstufengymnasium zusammengestutzt werden wird."

Ztl.: Wer vertritt heute noch den Leistungsgedanken? Einzig die FPÖ ist für ein differenziertes Schulwesen

LAbg Aigner: "Es ist einfach zum Weinen. Die westlichen Bundesländer, die mit hervorragenden Hauptschulen im Alltag bewiesen haben, dass die Hauptschule eben keine Sackgasse ist, befürworten eine Gesamtschule, die gerade im Wiener Bereich eine noch stärkere Flucht in die Privatschulen auslösen wird. Acht Jahre Bildungseintopf in den Städten sind eine echte Katastrophe, welche die ÖVP offenkundig in Kauf zu nehmen bereit ist. Heute ist die FPÖ die einzige Parlamentspartei in Österreich, die uneingeschränkt für ein leistungsfähiges, differenziertes Schulsystem eintritt."

Ztl.: Volksbefragung über Schulsystem jetzt!

Die Frage der Ausbildung unserer Kinder ist derart wichtig, dass hierüber nicht in den Hinterzimmern einer Koalitionsverhandlungsrunde, sondern im Wege einer Volksbefragung entschieden werden solle. LAbg Aigner: "Der mündige Bürger ist sehr wohl in der Lage, diese Grundsatzentscheidung zu treffen. Die Kindererziehung und Ausbildungsentscheidung ist ein primäres Elternrecht, dem Staat steht es nicht zu, den Eltern nur ein öffentliches Einheitsangebot oder eine teure Privatschule anzubieten", fordert LAbg Aigner einen Volksentscheid über das Schulsystem.

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