Steuerzahler fordern Erhöhung der Flugticketabgabe auf das Niveau von Großbritannien

Wien (OTS) - Die deutsch-österreichische Luftfahrtlobby verfolgt die Senkung oder sogar die Abschaffung der Flugticketabgabe. Diese dreiste Forderung lässt sich mit den Grundsätzen der in Bezug auf die Luftfahrt ohnehin schwer gestörten Steuergerechtigkeit durch nichts rechtfertigen.

Kerosin ist von der Energiesteuer befreit und Flugtickets werden nicht mit Umsatzsteuer belegt. Diesen gigantischen Steuerprivilegien gegenüber kann man die Flugticketabgabe in Deutschland und Österreich ohnehin nur als eine kleine Spende an den Fiskus betrachten.

Damit die Unternehmen der Luftfahrt zu normalen Steuerzahlern werden, ist eine grundlegende Systemkorrektur im Bereich der Energie-und Umsatzsteuer erforderlich. Vorläufig soll die Luftfahrt wenigstens die Flugticketabgabe leisten und zwar in einer Höhe, die über die bisherige symbolische Geste ein wenig hinausgeht.

In Österreich beträgt die Flugticketabgabe zur Zeit 7 Euro für die Kurzstrecke, 15 Euro für die Mittelstrecke und 35 Euro für die Langstrecke (ohne Unterscheidung Economy und Business). Demgegenüber stellt sich die Flugticketabgabe in Großbritannien differenziert nach Business und Economy dar wie folgt: Kurzstrecke 14/28 Euro, Mittelstrecke 70/141, Langstrecke 88-100/176-200 Euro (umgerechnet von GPP).

Eine ernst zu nehmende Flugticketabgabe wäre eine erste faire (Teil)Maßnahme, um das Budgetloch zu stopfen. Dann würde nämlich ein Industriezweig zur Kasse gebeten werden, der sich bisher steuerlich abgeputzt hat. Dazu muss aber angemerkt werden: Selbst wenn die Sätze der Flugticketabgabe wie in Großbritannien kommen, wäre dies noch längst kein vollwertiger Ersatz für die Energiesteuer auf Kerosin und die Umsatzsteuer auf Flugtickets.

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