- 28.11.2013, 12:22:50
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100 Millionen Euro für den Schutz der Nichtraucher
Wien (OTS) - Österreichs Gastronomen haben seit dem Jahre 2010 an die
hundert Millionen Euro in Rauchertrennungen investiert. Diese
baulichen Massnahmen dienen in erster Linie dem Schutz der
Nichtraucher, die rauchfrei essen und trinken wollen.
"Dass die Luft in den Lokalen nie besser sein kann als draussen
auf der Strasse, ist jedem Laien einsichtig", argumentiert
Schlossquadrat-Gastronom Stefan Gergely. Daher seien Studien
fragwürdig, die in einzelnen Lokalen nur die Bereiche für Raucher und
Nichtraucher durch Luftmessungen vergleichen. Korrekt wäre es, zu
prüfen, ob und wo die Luft drinnen viel schlechter sei als draussen.
Gergely: "Dann kommt heraus, was eh jeder weiss, nämlich dass die
Luft am Gürtel oder neben der Autobahn viel schlechter ist als
beispielsweise am Kahlenberg, und genauso ist es auch in der
Gastronomie: Das Wirtshaus am Wiener Gürtel hat zwangsläufig eine
schlechtere Luft als das Wirtshaus im Wienerwald". Schuld daran seien
nicht die Raucher, sondern Verkehr, Heizungen und Industrieabgase.
Studien, die solche Umstände nicht fair berücksichtigen, seien
unseriös.
"Allein im Schlossquadrat haben wir 50.000 Euro für räumliche
Trennungen ausgegeben, die laut Tabakgesetz garantieren, dass im Raum
für Nichtraucher kein gesundheitsschädlicher Tabakrauch spürbar ist",
argumentiert Gastronom Stefan Gergely, "wir haben daher ein Recht auf
Vertrauensschutz und wollen die räumlich getrennten Bereiche für
Raucher und Nichtraucher auch in Zukunft betreiben."
Gergely: "Warum sollen wir, wie von der Ärztekammer gefordert
wird, in Zukunft die Raucher aussperren müssen?" Die Massnahmen zur
baulichen Abtrennung von Raucherbereichen als halbherzig
hinzustellen, sei unfair. "Was ist halbherzig daran, wenn jemand
beide Gruppen, Raucher und Nichtraucher, zufriedenstellen will?",
fragt Gergely. Das oberste Prinzip sei allemal noch das Miteinander.
Der mündige Bürger wird schon jetzt beim Lokaleingang informiert,
ob und wo er drinnen rauchen darf oder nicht. Mit dieser Information
kann jeder frei entscheiden, ob er reingeht oder woanders hin. Vor
diesem Hintergrund komme ein generelles Rauchverbot einer
Entmündigung gleich, betont Gergely. Ausserdem sei es der Job der
Wirte und Kaffeesieder, den Gästen gutes Essen, Trinken und
Unterhaltung zu bieten. Gergely: "Ich bin ein Wirt und kein
Gesundheitsapostel".
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