- 28.11.2013, 10:24:00
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VP-Leeb: Vernichtender Kontrollamtsbericht schützt Szene Wien vor Förderung nicht!
Wien (OTS) - Macht, Musik und gute Freunde, titelte der Falter 2008
in einem Porträt über den Betreiber der Szene Wien Josef "Muff"
Sopper. "Ein ausgezeichneter Draht zur Wiener SP" wird ihm darin
nachgesagt, auch von Nepotismus ist die Rede. "Da muss was dran sein,
wie anders ließe es sich sonst erklären, dass obwohl die Tinte des
vernichtenden Kontrollamtsberichtes noch nicht einmal trocken ist,
die 31 Empfehlungen des Kontrollamtes nicht einmal annähernd
umgesetzt wurden, das Rathaus schon wieder 500.000 Euro Subvention
locker macht" kritisiert die Kultursprecherin der ÖVP Wien LAbg.
Isabella Leeb. Sie wurden im gestrigen Kulturausschuss mit Stimmen
von SPÖ und man staune, Grün beschlossen.
Das Kontrollamt hat in seinem seit September vorliegenden Bericht der
MA 7 empfohlen (!), bei einer allfälligen weiteren Förderung
zumindest für drei Jahre einen Wirtschaftsprüfbericht als Bestätigung
der Ordnungsmäßigkeit der Vereinsfinanzen vorzuschreiben. Der
Betreiber der Szene Wien sollte also wirtschaftlich unter Kuratel
gestellt werden. Passiert ist das freilich nicht. Stattdessen wurde
eine neue Betreiber GmbH mit bereits schon bislang glücklos
handelnden Personen rund um Josef "Muff" Sopper gegründet und man
setzt, wie die Grünen nun jubeln, einen künstlerischen Beirat ein.
Allerdings lagen die Probleme des Betreibers der Szene Wien, wie das
Kontrollamt eindrucksvoll auf 56 Seiten darlegte nicht im kulturellen
sondern im wirtschaftlichen Bereich. De facto keine nachvollziehbare
Buchhaltung, kein Belegwesen, kein Rechnungswesen, keine Kassaführung
finden sich da ebenso wie eine äußerst mangelhafte Einhaltung des
gemäß Statuten definierten Vereinszweckes. Dass es keinen
Rechnungsprüfer gibt findet sich in den 31 (!) Empfehlungen des
Kontrollamtes ebenso wie der eigentlich an die MA 7 gehende Vorwurf,
dass bis dato zur Subventionszusage nicht einmal Originalbelege
eingefordert wurden.
Isabella Leeb abschließend: "Wie aber ein künstlerischer Beirat Licht
ins Dunkel des wirtschaftlichen Chaos in der Szene Wien bringen soll
ist schleierhaft? Dass die Stadt Wien trotz eines vernichtenden
Kontrollamtsberichts und ohne punktgenauer Umsetzung der Empfehlungen
des Kontrollamtes weiterhin Subventionen an die Szene Wien vergibt,
ist milde gesagt fragwürdig, offen gesagt eigentlich nur mehr als
Skandal zu bezeichnen!"
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