VP-Leeb: Vernichtender Kontrollamtsbericht schützt Szene Wien vor Förderung nicht!

Wien (OTS) - Macht, Musik und gute Freunde, titelte der Falter 2008 in einem Porträt über den Betreiber der Szene Wien Josef "Muff" Sopper. "Ein ausgezeichneter Draht zur Wiener SP" wird ihm darin nachgesagt, auch von Nepotismus ist die Rede. "Da muss was dran sein, wie anders ließe es sich sonst erklären, dass obwohl die Tinte des vernichtenden Kontrollamtsberichtes noch nicht einmal trocken ist, die 31 Empfehlungen des Kontrollamtes nicht einmal annähernd umgesetzt wurden, das Rathaus schon wieder 500.000 Euro Subvention locker macht" kritisiert die Kultursprecherin der ÖVP Wien LAbg. Isabella Leeb. Sie wurden im gestrigen Kulturausschuss mit Stimmen von SPÖ und man staune, Grün beschlossen.

Das Kontrollamt hat in seinem seit September vorliegenden Bericht der MA 7 empfohlen (!), bei einer allfälligen weiteren Förderung zumindest für drei Jahre einen Wirtschaftsprüfbericht als Bestätigung der Ordnungsmäßigkeit der Vereinsfinanzen vorzuschreiben. Der Betreiber der Szene Wien sollte also wirtschaftlich unter Kuratel gestellt werden. Passiert ist das freilich nicht. Stattdessen wurde eine neue Betreiber GmbH mit bereits schon bislang glücklos handelnden Personen rund um Josef "Muff" Sopper gegründet und man setzt, wie die Grünen nun jubeln, einen künstlerischen Beirat ein.

Allerdings lagen die Probleme des Betreibers der Szene Wien, wie das Kontrollamt eindrucksvoll auf 56 Seiten darlegte nicht im kulturellen sondern im wirtschaftlichen Bereich. De facto keine nachvollziehbare Buchhaltung, kein Belegwesen, kein Rechnungswesen, keine Kassaführung finden sich da ebenso wie eine äußerst mangelhafte Einhaltung des gemäß Statuten definierten Vereinszweckes. Dass es keinen Rechnungsprüfer gibt findet sich in den 31 (!) Empfehlungen des Kontrollamtes ebenso wie der eigentlich an die MA 7 gehende Vorwurf, dass bis dato zur Subventionszusage nicht einmal Originalbelege eingefordert wurden.

Isabella Leeb abschließend: "Wie aber ein künstlerischer Beirat Licht ins Dunkel des wirtschaftlichen Chaos in der Szene Wien bringen soll ist schleierhaft? Dass die Stadt Wien trotz eines vernichtenden Kontrollamtsberichts und ohne punktgenauer Umsetzung der Empfehlungen des Kontrollamtes weiterhin Subventionen an die Szene Wien vergibt, ist milde gesagt fragwürdig, offen gesagt eigentlich nur mehr als Skandal zu bezeichnen!"

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