• 27.11.2013, 14:55:34
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Zahl der Kircheneinbrüche in Österreich steigt

Polizeiexperte: Opferstöcke für Kriminelle am interessantesten, aber auch Kunstobjekte im Fokus - Schutz erfordert mechanische, elektronische und menschliche Sicherheitsvorkehrungen zugleich

Utl.: Polizeiexperte: Opferstöcke für Kriminelle am
interessantesten, aber auch Kunstobjekte im Fokus - Schutz
erfordert mechanische,
elektronische und menschliche Sicherheitsvorkehrungen zugleich =

Wien, 27.11.13 (KAP) Immer wieder werden Österreichs Kirchen zum
Schauplatz von Einbrüchen oder Diebstählen: Laut Polizeiangaben
steigt hierzulande die Zahl der Fälle "leicht, jedoch ständig".
Besonders auf Opferstöcke haben es Diebe abgesehen, jedoch auch auf
sakrale Kunst. "Immer noch sind viele Kirchen zu wenig gesichert",
warnte Herbert Kohl, Kriminalpräventions-Experte der der
Landespolizeidirektion Wien, gegenüber "Kathpress". Kohl referierte
am Mittwoch im Rahmen der Herbsttagung der Ordensgemeinschaften in
Wien-Lainz.

Das beliebteste Ziel von Dieben sind weiterhin Opferstöcke, "da es
der Täter hier am einfachsten hat und er alleine vorgehen kann.
Viele gehen mit der Leimrute auf Geldschein-Jagd, oder der
Opferstock wird abmontiert", berichtete Kohl. Vorbeugen könnten
Kirchen hier entweder durch die Wahl eines Opferstocks, der ins
Mauerwerk eingearbeitet ist, oder durch Modelle, bei denen das
eingeworfene Geld in einer Weise ins Innere rutscht, die ein
Herausfischen verhindert.

Doch auch der Aufstellort ist für den Sicherheitsexperten wichtiges
Kriterium: "Täter wollen unbeobachtet sein, wofür ihnen ein
Opferstock in einer dunklen Ecke nur eine Hilfe ist."

In steigendem Ausmaß würden jedoch auch Kunstwerke aus den Kirchen
gestohlen - "vor allem Statuen, Bilder und Kruzifixe", so der Wiener
Kriminalbeamte. Meist würde es sich hier um geplante
Auftragsdiebstähle internationaler Banden handeln - Kohl geht von
reichen Kunstliebhabern jenseits der Grenzen aus, die es auf
spezielle Figuren und Werke abgesehen haben und danach suchen
lassen. Besondere Hinweise auf wertvolle Kunstobjekte oder deren
überdimensionale Darstellung auf Pfarrhomepages könnten hier
mitunter ins Auge gehen.

O-Töne des Interviews sind demnächst unter www.kathpress.at/audio
abrufbar.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) gpu/

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