Grüne Währing/Kneuer: AnrainerInnenparken ohne Parkpickerl sinnlos

Wien (OTS) - "AnrainerInnenparken ohne Parkpickerl ist sinnlos", betont der Klubobmann der Grünen Währing, Marcel Kneuer, anlässlich der aktuellen Debatte. Unabhängig von der rechtlichen Frage, ob nun das AnrainerInnenparken ohne Parkpickerl möglich ist oder nicht, ist es einfach eine vollkommen ungeeignete Maßnahme, das Parkplatzproblem in den betroffenen Bezirken wie z.B. Währing in den Griff zu bekommen.

Das Hauptproblem in den Bezirken ohne Parkpickerl sind die Dauerparker von außerhalb des Bezirks - WochenpendlerInnen, TouristInnen, ParkpickerlsparerInnen aus anderen Bezirken. Diese Autos, die in manchen Gebieten bis zu 40% ausmachen, verschwinden nicht, nur weil 20% der Parkplätze für AnrainerInnen reserviert sind. Der einzige Effekt für AnrainerInnen ist, dass sich an mancher Ecke des Bezirks der Kampf um den freien Parkplatz auf Autos der BezirksbewohnerInnen beschränkt - insgesamt werden die Autos nicht weniger und die Parkplätze nicht mehr.

Gar nicht besser sondern sogar schlimmer wird es für die Wirtschaft. Im Gegensatz zu den Bezirken mit Parkpickerl, in denen LieferantInnen, HandwerkerInnen, ÄrztInnen usw. gegen Kurzparkgebühr rasch einen Parkplatz finden, würde das in Währing nahezu unmöglich. Schon jetzt klagen viele BewohnerInnen, dass LieferantInnen keinen Parkplatz bekommen, HandwerkerInnen horrende Fahrtkosten aufgrund der langen Parkplatzsuche verrechnen und ÄrztInnen keine Hausbesuche mehr machen - der ÖVP-Vorschlag würde die Situation in Währing nur weiter verschärfen.

Und auch für alle Menschen ohne Auto bringt das Konzept keine Entlastung: Kreuzungen bleiben verparkt und machen das Straßenqueren mit Kinderwagen zu einem Spießrutenlauf, gute Radverbindungen bleiben in Währing, dem Bezirk mit den wenigsten Radwegen, Illusion; der dauernde Parkplatzsuchverkehr hindert in den Sommermonaten, das Fenster offen zu halten; Grünstreifen werden weiterhin systematisch von FalschparkerInnen ruiniert usw.

Da das AnrainerInnenparken wohl hauptsächlich in den am schlimmsten betroffenen Gebieten in Gürtelnähe eingeführt würde, würde die Parkplatznot in den anderen Gegenden Währings - besonders in Gersthof und Pötzleinsdorf - zunehmen, der Suchverkehr von Nicht-WähringerInnen würde sich dann auf dieses Gebiet konzentrieren.

"Tatsache ist, dass nur eine rasche Einführung des Parkpickerls in Währing und den anderen betroffenen Bezirken eine nachhaltige und intelligente Lösung ist", sagt Kneuer. "Die ÖVP ist gefordert, ihre Blockadehaltung aufzugeben, anstatt Alternativen zu propagieren, die kein Problem lösen und vieles noch schlimmer machen."

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