• 26.11.2013, 09:53:06
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Grüne Währing/Kneuer: AnrainerInnenparken ohne Parkpickerl sinnlos

Wien (OTS) - "AnrainerInnenparken ohne Parkpickerl ist sinnlos",
betont der Klubobmann der Grünen Währing, Marcel Kneuer, anlässlich
der aktuellen Debatte. Unabhängig von der rechtlichen Frage, ob nun
das AnrainerInnenparken ohne Parkpickerl möglich ist oder nicht, ist
es einfach eine vollkommen ungeeignete Maßnahme, das Parkplatzproblem
in den betroffenen Bezirken wie z.B. Währing in den Griff zu
bekommen.

Das Hauptproblem in den Bezirken ohne Parkpickerl sind die
Dauerparker von außerhalb des Bezirks - WochenpendlerInnen,
TouristInnen, ParkpickerlsparerInnen aus anderen Bezirken. Diese
Autos, die in manchen Gebieten bis zu 40% ausmachen, verschwinden
nicht, nur weil 20% der Parkplätze für AnrainerInnen reserviert sind.
Der einzige Effekt für AnrainerInnen ist, dass sich an mancher Ecke
des Bezirks der Kampf um den freien Parkplatz auf Autos der
BezirksbewohnerInnen beschränkt - insgesamt werden die Autos nicht
weniger und die Parkplätze nicht mehr.

Gar nicht besser sondern sogar schlimmer wird es für die Wirtschaft.
Im Gegensatz zu den Bezirken mit Parkpickerl, in denen
LieferantInnen, HandwerkerInnen, ÄrztInnen usw. gegen Kurzparkgebühr
rasch einen Parkplatz finden, würde das in Währing nahezu unmöglich.
Schon jetzt klagen viele BewohnerInnen, dass LieferantInnen keinen
Parkplatz bekommen, HandwerkerInnen horrende Fahrtkosten aufgrund der
langen Parkplatzsuche verrechnen und ÄrztInnen keine Hausbesuche mehr
machen - der ÖVP-Vorschlag würde die Situation in Währing nur weiter
verschärfen.

Und auch für alle Menschen ohne Auto bringt das Konzept keine
Entlastung: Kreuzungen bleiben verparkt und machen das Straßenqueren
mit Kinderwagen zu einem Spießrutenlauf, gute Radverbindungen bleiben
in Währing, dem Bezirk mit den wenigsten Radwegen, Illusion; der
dauernde Parkplatzsuchverkehr hindert in den Sommermonaten, das
Fenster offen zu halten; Grünstreifen werden weiterhin systematisch
von FalschparkerInnen ruiniert usw.

Da das AnrainerInnenparken wohl hauptsächlich in den am schlimmsten
betroffenen Gebieten in Gürtelnähe eingeführt würde, würde die
Parkplatznot in den anderen Gegenden Währings - besonders in Gersthof
und Pötzleinsdorf - zunehmen, der Suchverkehr von
Nicht-WähringerInnen würde sich dann auf dieses Gebiet konzentrieren.

"Tatsache ist, dass nur eine rasche Einführung des Parkpickerls in
Währing und den anderen betroffenen Bezirken eine nachhaltige und
intelligente Lösung ist", sagt Kneuer. "Die ÖVP ist gefordert, ihre
Blockadehaltung aufzugeben, anstatt Alternativen zu propagieren, die
kein Problem lösen und vieles noch schlimmer machen."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GKR

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